Virologie studieren

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3 Antworten

Biologie, Biochemie, Medizin studieren, Diplom-Arbeit in Genetik oder Molekularbiologie in einem Fachbereich für Virologie machen (Robert-Koch-Institut?) und dann klappt´s auch mit dem Nachbarn. ;-)

So weit ich weiß, gibt es in der BRD kein eigenes Studienfach Virologie. Es gibt drei "Einstiegsmöglichkeiten": Medizin, Biologie, Biochemie. Wohl die meisten Virologen (auch sehr gute, etwa zur Hausen) haben zunächst Medizin studiert, also den Organismus, Knochen, Muskeln Sehnen, Organe, Krankheiten und Heilkunde. Dann erst haben sie sich mit Virologie beschäftigen können und haben festgestellt, daß für die virologische Forschung die Kenntnis der Biochemie (Molekularbiologie, molekulare Genetik) unabdingbar ist. Sie mußten also ein völlig neues Fach bearbeiten und fast aller medizinischer Lehrstoff war nun überflüssig geworden. Der Mediziner betrachtet das Virus vorrangig als Krankheitserreger, also in seiner Wechselwirkung mit dem Organismus. Um zu verstehen, was ein Virus tut und was ein Virus ausmacht, muß man jedoch die Zelle (Zellbiologie) und die Moleküle verstehen, die an der viralen Wirklichkeit beteiligt sind: Proteine, Nukleinsäuren, Lipide. Studiert man Biologie, dann hat man ein ähnliches Problem wie beim Einstieg Medizin: Im Studium ist wieder von Lebewesen die Rede, von Organismen, weniger von Genetik, von Molekülen. Ich selber bin Virologe, habe Chemie studiert, in Biochemie eine virologische Diss angefertigt. Ich schlage vor, Biochemie bzw. Mikrobiologie zu studieren und sich dabei von Anfang an für Molekularbiologie, molekulare Genetik, Proteinchemie zu interessieren. Es ist bemerkenswert, daß Sie sich schon am Beginn des Studiums für eine Spezialität interessieren. Vielleicht sollten Sie studentisches Mitglied der Ges. f. Virologie (http://www.g-f-v.org) werden und dort die Arbeitstagungen besuchen. Nach dem Studium machen die meisten Virologen Forschung, nicht wenige sind im Impfwesen, an Abteilungen der Kliniken in der Virusdiagnostik beschäftigt.

geh auf den studienführer und schau dort bei den studiengängen nach. So kannst du es ganz allein feststellen, wie lange es dauert.

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