Violine spielen leicht gemacht?

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3 Antworten

Hi! Ich finde, es ist nie zu spät, mit dem Musikmachen anzufangen. Es stellt sich lediglich die Frage, was man erreichen will.

Du wirst damit rechnen müssen, dass - zumindest wenn man berufstätig ist - es einfach schwieriger ist Zeit, Konzentration und Lust zum Üben zu finden und wenn Du Unterricht nehmen möchtest findet sich natürlich nach Feierabend auch nur schwer ein Lehrer.

Wenn Du bei Null anfängst solltest Du aber unbedingt mit einem Coach arbeiten, damit Du die Grundlagen richtig lernst und so das Handwerkszeug für Selbststudium z.B. über Internet-Tutorials hast.

Was das Notenlesen angeht: das gehört zu den Grundfertigkeiten, aber es kann im Laufe der Zeit mitgelernt werden. Ich spiele Schlagzeug und selbst dabei muss ich Noten lesen können - zumindest solange Songs oder Übungen vom Blatt gespielt werden. Das ist kein Hexenwerk und Du kannst Dir das nebenbei erarbeiten.

Wie gesagt, ich möchte Dich ermutigen, damit anzufangen, mit 20 steht Dir noch (fast) alles offen - ist nur eine Frage des Anspruches und natürlich auch ein bisschen des Talents dafür. Viel Spass und viel Erfolg dabei. Gruss Don

Ist es schwierig, mitten im Leben (20er) mit dem Spielen einer Violine anzufangen, wenn man zuvor noch nie ein Instrument gespielt hat?

Ja. Man braucht lange bis man woirklich was kann und deshalb Durchhaltevermögen. Besonders in der klassischen Richtung.

Und muss man Musiknoten lesen können, um überhaupt etwas "Schönes" spielen zu können?

Nein. Notenschrift ist aber für jeden an Klassik interessierten Musiker notwendig und für andere Stilrichtungen auch nicht schlecht wenn man's kann. Ich übe z.B. nur Fiddle (also Folk und traditionelles) und kann zwar z.B. nach Noten singen, aber nicht schnell genug auf der Geige umsetzen, weil ich das Greifen und die Noten nicht zusammen gelernt habe, was für mich egal ist wegen meiner stilistischen Ausrichtung. Für andere Musik wäre das sehr schlecht.

Wenn du Unterricht nimmst (und das ist wichtig) wirst du die Noten zusammen mit dem Greifen lesen lernen. Das geht wie von selbst. Und gehört eigentlich zur grundsätzlichsten Ausbildung.

Wenn ja, wie lange braucht es etwa, bis man Noten automatisch in Musik umsetzen kann?

Du wirst zu jedem Zeitpunkt in deinem Unterricht, außer in den ersten paar Wochen in der Lage sein, deinem machbaren Schwierigkeitsgrad angemessene Stücke lesen zu können, aber schwierigere vielleicht noch nicht so gut. Du lernst Noten und Spieltechnik zusammen.

Wie sieht es aus mit der Übungsdauer pro Woche? Wieviele Stunden Unterricht und Übung sollten es mindestens sein bzw. sind empfehlenswert?

Wenn du keine Zeit hast für 3-4 Stunden wird es zunehmend ungünstiger. Mehr ist später natürlich besser. Derpdiderp :-), was sonst. 

Je mehr verteilt auf die Tage desto besser. Jeden Tag ne halbe Stunde ist viel besser als zwei mal am Wochenende 2 Stunden. Gerade am Anfang geht es eigentlich nur mit regelmäßig, aber nicht zu lang.

Erstmal: Nein, nicht alle sind Rechtshänder.

Dann: Wann Du anfängst ist egal. Instrumente kann jeder lernen. Es geht nur einfacher, je jünger man ist.

Generell gilt: Man muss zum Erlernen eines Instruments nicht zwangsläufig Noten lesen können, aber es ist sehr, sehr sinnvoll. Ansonsten kannst Du nur nach Gehör spielen und das ist auch nicht ganz einfach.

Wie lange Du brauchst, um Noten in Musik umzusetzen kommt auf Deine Auffassungsgabe an :-) Das ist ein bisschen wie Lesen lernen. Außerdem kommt es auch auf das Instrument und die Notationsart an.

Unterricht: Meist ist Instrumentalunterricht einmal in der Woche für eine Stunde (kommt auf die Schule und den Lehrer an). Du kannst Dich darauf einstellen, pro Tag mindestens eine Stunde üben zu müssen. Anfangs eher kürzer, weil die Finger sich an die Saiten gewöhnen müssen.

Und Du musst damit rechnen, dass Du nicht innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten gut spielen kannst. Wir sprechen hier von einigen Monaten, wenn nicht gar einem Jahr oder mehr.

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