Vietnamkrieg...Klima und Geographie in Verbindung mit der Kriegsführung?

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3 Antworten

Das Klima führt natürlich bei den Kämpfenden Truppen aus anderen Klimazonen zu gewissen Schwierigkeiten.

Wer aus einer gemäßigten oder gar arktischen Klima Zone der USA kommt natürlich nicht so leicht mit dem schwülen heissen Klima im Dschungel Vietnams zurecht. Genau so Einwohner aus den Wüstengebieten für die die Feutchtigkeit ungewohnt ist.

Das kann zu Erschöpfung und Übermündung aber auch höherer Anfälligkeit für Krankheiten führen. Beeinflusst die Kriegsführung zwar nicht von taktischer Natur aber es beeinflusst die Einsatzfähig des einzelnen Soldaten.

Geographisch betrachtet bot der Unwegsame Dschungel und die nicht so weit entwickelte Infrastruktur den Nordvietnamesen die Möglichkeit den Vorteil der Amerikaner (moderne große Armee) auszugleichen. Da so der Guerilla Krieg deutlich besser geführt werden konnte als anders wo. (Stell es dir mal Brandenburg vor als Vergleich)

Die durch die Verhältnisse begünstigte guerilla Taktik der Nordvietnamesen führte dazu, dass militärische Erfolge nicht mehr durch die Erlangung von Gebietshoheit oder dergleich messbar war.

Ein Gebiet konnte zwar erobert oder temporär gesichert werden, aber spätestens wenn die Truppen abzogen konnte der Feind ziemlich unbehelligt operieren.

Es führte dazu dass die Amerikaner Operationen zur "Säuberung" vom Feind durchführten. Wenn man wusste oder vermutete dass irgendwo Gegner waren wurde dort angegriffen und alles was Feindseelig wirkte (oder fälschlich als dies deklariert wurde) getötet.

Der Erfolg wurde am sogenannten "Body Count" (deutsch etwa Körper bzw. Leichen zählen) gemessen. Also nur noch daran wie viele Gegner getötet wurden.

Dadurch wurden dann auch getötete Zivilisten oft als feinde kategorisiert.

Es mündete Teilweise in schrecklichen Massakern an der Zivilbevölkerung wenn vermutet wurde, dass in einem dorf möglicherweise auch Vietkong zu finden sein könnten. Ein bekanntes Beispiel war das Massaker von My Lai.

Gegen Ende des Krieges wurde praktisch garnicht mehr am Boden gekämpft sondern nur noch Massenhaft bombardiert.

Außerdem wurden in großem Maßstab Chemikalien (besonders Agent Orange) eingesetzt um den Dschungel zu entlauben. Mit allen vorstellbaren Folgen für Umwelt und Gesundheit bis in die heutige Zeit.

Die Sinnlosigkeit dieser Art der Kriegsführung wird wunderbar im film "Wir waren Helden" veranschaulicht (auch wenn icht nicht glaube, dass dies die Intention des Films war).

Dort wird das erste größere Gefecht im Vietnamkrieg gezeigt.

Die Amerikaner fliegen in das Gebiet rein. Kämpfen dort bis sie die Stellung des feindes erobert haben. Dann gehts wieder ab in die Basis und der Feind der sich zuvor zurückzog geht wieder ins Tal zurück.

Es gab also ein riesiges gemetzel und was hat es gebracht???

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Kommentar von WDHWDH
14.06.2016, 08:57

Wo hast du das "Halbwissen" her-aus Sensationsheftln?

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Ist doch klar:

Geographie: Umso weiter weg vom eigenen Land der Krieg herrscht, umso schwieriger ist die Logistik des Nachschubs und umso zeitinsiver und unflexibler ist dieser. Umso schlechter ich das Land kenne, umso größer ist der Vorteil des Verteidigers.

Klima: Habe ich im eigenen Land keinen Dschungel oder Wüste (als Beispiel), kann ich nicht darin üben, Manöver abhalten und bin diese Art des Kampfes nicht gewöhnt. Hat es am Kriegsschauplatz hohe Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit, während im eigenen Land gemäßigte Temperaturen herrschen, kommen die eigenen Soldaten damit schlechter zurecht als der Gegner in ihrem Land.


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Kommentar von Bananensandwich
14.06.2016, 01:42

Die USA haben durch ihre größe und Ausdehnung tatsächlich Wüsten, Wälder, Jungle und auch arktische Gebiete. Die können überall üben :P

Aber falsch is deine Aussage trotzdem nicht.

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Guerilliakrieg, unzugänglicher Dschungel als Deckung, Entlaubungsmittel Agent Orange

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