Vietnamkrieg Experten gesucht, hat jemand wirklich Ahnung?

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4 Antworten

Du hast die Frage hier doch schon mal gestellt. Ich finde, dass du die dort gegebenen Antworten nicht aufmerksam genug gelesen hast.

Außerdem scheinen deine Lehrer ein bisschen Weiterbildung dringend nötig zu haben.

Eine "Lehre" (obwohl ich nicht finde, dass die Bilanz eines Krieges/ einer Kriegsbeteiligung unbedingt unter diesem Begriff firmieren muss)
ist z. B., dass dieser Krieg (und das gilt vermutlich für Kriege überhaupt) nicht nur auf dem Schlachtfeld entschieden worden ist, sondern auch in der westlichen Öffentlichkeit.

In den USA haben aus Protest gegen diesen Krieg die größten Demonstrationen nach dem 2. WK stattgefunden. Eine "Lehre" (und das klingt bei dir im Zs.hang mit der Bilderzensur ja auch vage an) wäre z. B., dass man unbedingt die öffentliche Meinung für die eigene Seite gewinnen muss.

Da es eine öffentliche Meinung bis 1989/1991 nur im Westen gab, musste es also für die USA darum gehen, die eigene Bevölkerung für die Politik der US-Regierung zu gewinnen, für die Sowjetunion hingegen darum, die eigene Politik so zu verkaufen, dass das Protestlager in den USA und im Westen überhaupt gestärkt, die jeweilige Regierung dort aber geschwächt würde.

Das ist z. B. 1981 im Zs.hang mit dem NATO-Doppelbeschluss passiert, gegen
den in Bonn mehrere hunderttausend Menschen demonstriert haben. Das war in dem Fall zwar nur "Kalter Krieg", aber eine diesbezügliche "Lehre" konnte durchaus aus  einem heißen Krieg gezogen werden.

Ein Trost noch für dich: Es ist doch klar, dass dir für die USA mehr "Lehren" einfallen als für die anderen Beteiligten. Du weißt doch:
"Aus Schaden wird man klug!" Den größten Schaden hatten aber (nach den Vietnamesen) die USA. Für die SU hatte ich dich schon darauf hingewiesen,
dass sie - wegen ihres (indirekten) Erfolges - aus diesem Krieg gerade nicht so richtig klug geworden ist und sich deshalb in halsbrecherischer Weise in das Afghanistan-Abenteuer gestürzt hat - worüber dann ja auch das ganze alte Sowjetsystem gestürzt ist.

Mit deiner etwas schiefen Aufgabenstellung zu den  "Lehren" wirst du die Geschichte nicht umschreiben können und hoffentlich auch nicht wollen.
Menschen, Politiker lernen aus unterschiedlichen Situationen eben einfach unterschiedlich viel.

Nachtrag (fast vergessen):

Du schreibst:

"Erste Lehre: Sie haben in den späteren Kriegen viel weniger Bodentruppen eingesetzt."

Ja, schön, aber viel wichtiger: Sie haben 1973 die Wehrpflicht abgeschafft !!! Googel mal ein bisschen zu diesem Thema und überleg dir, wie zentral das für die Bereitschaft einer Bevölkerung sein kann, ein kriegerisches Unternehmen
zu unterstützen.

Und noch etwas:
Es gibt hier eine Menge verwöhnter, undankbarer Leute, die sich bedienen lassen, ohne ein Feedback (es muss kein "danke" sein) zu geben.
Ich hoffe, du gehörst nicht dazu.

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Kommentar von Sacido
31.03.2016, 22:21

Vielen Dank,könnte ich vielleicht Ihre E-mail bekommen?

Sie haben ziemlich viel Ahnung!

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wikipedia:

Der Vietnamkrieg (englisch Vietnam War, vietnamesisch Chiến tranh Việt Nam; seltener auch Chiến tranh Mỹ „Amerikanischer Krieg“) wurde von etwa 1955 bis 1975 in und um Vietnam geführt. Weil er an den Indochinakrieg (1946–1954) anschloss und sich auf ganz Indochina erstreckte, wird er auch Zweiter Indochinakrieg genannt. Wegen der direkt und indirekt beteiligten Supermächte gilt er als Stellvertreterkrieg im Kalten Krieg.


Er begann nach Vietnams Teilung (1954) als Bürgerkrieg in Südvietnam (1955–1964). Dabei wollten die Việt Minh, aus denen 1960 die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams (englisch National Liberation Front, abgekürzt NLF; „Vietcong“) hervorging, die antikommunistische Regierung Südvietnams stürzen und das Land wiedervereinigen. Das kommunistisch regierte Nordvietnam unterstützte die NLF, die USA unterstützten Südvietnam militärisch. Ab Februar 1965 ließ US-Präsident Lyndon B. Johnson Nordvietnam bombardieren; ab März entsandte er immer mehr Bodentruppen nach Südvietnam, die dort die NLF bekämpften. Daraufhin unterstützten die Sowjetunion und die Volksrepublik China Nordvietnam, sechs Staaten unterstützten die USA und Südvietnam militärisch. Ab 1964 griffen die Kämpfe auf Laos, ab 1970 auf Kambodscha über. Nach der Tet-Offensive der NLF stellte Johnson bis November 1968 die Bombardierungen ein. Sein Nachfolger Richard Nixon zog die US-Truppen ab 1969 schrittweise aus Südvietnam ab und schloss nach neuen Bombardierungen im Januar 1973 einen Waffenstillstand mit Nordvietnam. Bis zum 1. Mai 1975 eroberten nordvietnamesische Truppen Südvietnam vollständig und beendeten den Krieg.


Man schätzt die Zahl der vietnamesischen Kriegsopfer auf mindestens
zwei bis zu über fünf Millionen, darunter über 1,3 Millionen Soldaten.
Zudem fielen 58.220 US-Soldaten und 5.264 Soldaten ihrer Verbündeten.
Mehrere Millionen Vietnamesen wurden verstümmelt und dem hochgiftigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt.



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Kommentar von Sacido
31.03.2016, 20:31

Ja,danke,aber wie viele von den 57.000 waren tasächlich Bodentruppen?

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die Frage wurde doch schon mal gestellt

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Hervorragende Antworten (die beiden anderen) ! DH !

Sarkastisch formuliert könnte man natürlich auch Folgendes in brutaler Kürze antworten:

NICHTS haben die Amis gelernt ! Im Gegenteil: Ihre Kriegsgelüste sind größer als je zuvor !

pk

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