Viele Menschen werden durch lesen klüger/klug?

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10 Antworten

Das kommt auf das Alter an. In jungen Jahren (Grundschule, ggf. Kindergarten) bildet sicher alles, was man liest, auch kurze, anspruchslose Texte.

Aber sobald man flüssig lesen kann und einen guten Wortschatz hat, sind immer mehr Texte anspruchslos und bieten keinen (An-) Reiz (zum Mitdenken) mehr. Man lernt dann nichts Neues, kann oft die Handlung schon vorhersagen, der Text fordert einen nicht mehr heraus. Dann wird man also nicht mehr "klüger", sondern hält seinen Status quo bzw. übt etwas, das man schon längst kann. 

Klüger wird man, wenn man immer mal wieder andere Texte liest - auch außerhalb seiner normalen Interessen: Bücher mit anderen Themen, anderer Sprache - Wortschatz, Satzbau, Fremdsprache - komplexeren Inhalten, Bücher, die zum Denken herausfordern oder es sogar "erzwingen" (weil die Handlung nicht völlig erklärt wird oder man ein Fachbuch oder Sachbuch liest, das größeres Wissen voraussetzt, als man selbst gerade hat).

Das ist so wie beim Sport: Wer sportlich ist, baut keine Muskeln auf, wenn er jeden Morgen zum Bäcker um die Ecke läuft. Wer sehr unsportlich ist, könnte diesen Weg aber als ersten Ansatz zur Verbesserung der Kondition verwenden. Irgendwann wird die Strecke aber anspruchslos, und dann verbessert sich weder Kondition noch Muskulatur - als sportliche Übung ist die Strecke dann nicht mehr geeignet (es sei denn, man erhöht selbst den Anspruch und hüpft in Hockstellung dorthin etc. ;-)).

Wer also Kondition und Muskeln aufbauen will, muss irgendwann anfangen zu joggen oder immer längere Strecken zu gehen.

Bei Lesen ist es genauso: Wenn man den Schwierigkeitsgrad nicht steigert  - neue Art Text, andere Sprache, mehr Vorwissen vorausgesetzt, neues Fachthema - dann verändert sich nichts mehr. Dann wird man davon auch nicht mehr "klüger".

Beim Klügerwerden müsste man noch unterscheiden zwischen Bildung - mehr Inhalte lernen, mehr wissen - und der Verbesserung des analytischen oder kreativen Denkens.

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Wer vielfältig liest (Tageszeitung, Romane, Sachbücher) hat irgendwann einen Wissensschatz, den man mit Allgemeinbildung bezeichnet.

Daraus kann man zusammen mit dem erlernten Wissen aus der Schule eine gute Grundlage bilden, um sicher argumentieren zu können. Nahezu in allen Lebenslagen.

Wer etwas liest, dem bleibt es auch eher im Gedächtnis, etwas niederzuschreiben erhöht den Faktor nochmals deutlich.

Tagebuchschreibende, jugendliche Vielleser profitieren später davon enorm.

Die Lese- und Schreibkompetenz steigt und der Wortschatz wird allein schon durch das Lesen sehr viel größer. Verwendet werden Worte, wenn man sie kennt und wenn sie einem vertraut vorkommen. Wer nicht liest, kennt auch weniger Worte.

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Man lernt, erweitert dadurch seinen Wortschatz und seine Rechtschreibung, Grammatik und den Stil im allgemeinen.

In manchen Büchern wird man auch noch über sachliche oder kritische Informationen informiert.

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Durch lesen bildet man sich weiter. Natürlich kommt es auch darauf an, was man liest, aber auch wenn man z.B. nur Liebesromane liest, hält man sein Gedächtnis auf trapp und strengt die grauen Zellen an. Lesen bildet ja nicht nur, sondern sorgt auch dafür,  dass das Gehirn was zu tun hat. 

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Kommentar von Tasha
17.06.2016, 23:54

Ich glaube aber, dass man nicht "klüger" wird, wenn man nur Bücher eines bestimmten Schemas liest (abgesehen von Fachbüchern). Egal ob Krimis, die immer gleich gestrickt sind (vom gleichen Stil, gleichen Autor etc.), oder Liebesromane nach immer dem gleichen Muster - das Gehirn wird nicht mehr angeregt, man kann die Handlung vorhersagen, irgendwann wird es den meisten sogar langweilig und sie wenden sich anderen Büchern zu oder lesen immer weiter das gleiche Genre/ den gleichen Autor in der verglichen Hoffnung, irgendwann noch mal das Erlebnis des ersten Lesens dieser Bücher zu haben.

Man hat also quasi den Bildzeitungseffekt: Man liest immer weiter, weil man nie wirklich angeregt wird, weil man immer weiter hofft (durch interessante Klappentexte bzw. (Kapitel-) Überschriften, dass man irgendwann doch noch den erhofften Effekt hat (spannende Handlung, romantische Szene, die man noch nicht kennt, überraschende Wendung etc.).

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Selbstverständlich wird man klüger wenn man liest es kommt aber drauf an was man liest.Du lernst in der schule doch auch oft durch lesen ;)

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Ich denke nicht, das man das so "vorallgemeinern" kann.

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Ich habe mal ein tolles Plakat am Eingang einer Bücherei gesehen:

                     LESEN GEFÄHRDET DIE DUMMHEIT!

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Kommt darauf an, wie man "Klugheit" definiert. Wissen? Logisches Denken? Motivation?

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Kommentar von piumina
17.06.2016, 23:55

und es kommt darauf an, WAS man liest. Comics z.B. bringen vermutlich nicht so viel.

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Nein das stimmt nicht es kommt immer darauf an mit was sich der Mensch beschäftigt Frage mal ein Buchleser über Computer aus und anders rum genauso Antwort weisste ja :)

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lesen bildet, man lernt dinge kennen,erfährt neues, lernt fremde begriffe kennen

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