Viele Menschen sind gegen die Kirche und treten aus, glauben aber z.B. trotzdem an Gott?

21 Antworten

Hallo :)

Dazu führe ich mal 'nen Beispiel aus meinem Umfeld an: Einer meiner Freunde glaubt an Gott & steht nach wie vor dazu, ist aber 2010 aus der katholischen Kirche ausgetreten. Letzten Endes kam es dazu, weil er und seine Mutter sich im Laufe der Beerdigung des Stiefvaters/Ehemannes in der Trauer total im Stich gelassen fühlten. Habe das live miterlebt.. es war erschreckend, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Gerade diese Angelegenheit bestärkte mich u.a. in meiner Ansicht: Die Kirche ist oft nicht halb so barmherzig & mildtätig, wie sie es gern zugibt. Man unterstützt auf dem Papier die halbe Welt von Lateinamerika bis Ostasien & präsentiert das und auch sich selbst damit überaus gern in der Zeitung (ich arbeite bei einer Zeitung & betreue mitunter das Ressort Kirche, wo ich öfters mit solchen Storys zu tun habe) -----------> sie weicht aber gerne mal aus, sobald es konkret werden muss oder vllt. jemand vor Ort die Hilfe wirklich braucht. Es gibt tolle Pfarrer & ich bin mit unserem sehr rührigen Ortsgeistlichen sowie dem Diakon eng befreundet, aber .... es gibt auch "andere". 

Jedenfalls sind die Missstände nicht von der Hand zu weisen. Das merken eben einige, und die Verärgerung wächst. Der Vatikan und die kath. Kirche ertrinken bald in Prunk, während man Nächstenliebe propagiert und trotzdem zusieht, wie Menschen Not leiden & man billigend auch deren Tod durch jene Nöte in Kauf nimmt. Genauso die Haltung zum Verhütungsverbot -------> da wo die Menschen am ärmsten sind, vermehren sie sich am schnellsten & die Kirche sieht zu, wie im Grunde noch mehr ihrer "Schäfchen" ein absolut unwürdiges Leben führen. Sicher kann man jetzt auch kulturelle Umstände anführen, dass viele Kinder in anderen Ländern der Erde als Altersvorsorge dienen ... aber ihr wisst sicher, was ich meine!

Diese pure Doppelmoral passt nicht zum eigenen Image der Kirche, in dem sie sich gerne sonnt --------> und die Leute "da draußen" sind nicht dumm und sehen das. Da man auch dem Glauben im 21. Jahrhundert nicht mehr so extrem gegenübersteht & auch keine ANgst mehr vor einem strafenden Gott hat, wie man sie früher hatte, liegt auch die Hemmschwelle zum Kirchenaustritt niedriger als vor 50-60 Jahren. Damals gab es aber auch die Frequenz kirchenkritischer Medien, die es heute gibt, noch nicht.

Den meisten unterstelle ich aber, soweit lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster, dass sie schlicht die Kirchensteuer sparen wollen & denken, dass sie eh nicht in die Kirche gehen also auch nicht "dabeisein" müssen.

Ich bin zwar auch nicht direkt das, was man bibelfest nennt ---------> Kirchenaustritt käme für mich aber NIE in Frage, egal was kommt. Das kann ich mit meiner Erziehung nicht vereinbaren! Info, bin m, 25 & katholisch.

Man muss sicher diverse Kirchen differenzieren.

Die bekannteste Kirche ist die Katholische.

Diese beging schon früh im Namen des Glaubens viele Verbrechen...

Und hortete schon von Beginn an große Reichtümer.

Immobilien, Beteiligungen an Firmen und Banken, Horten von Kunstwerken ..

Und man sagt sogar, das in den Gewölben jede Menge Artefakte liegen, die die heutige Geschichtsschreibung wieder legen.

Auch die Rolle in Kriegen war nicht gut - damit meine ich ausdrücklich die Kirche als Institution und nicht den kleinen Dorfpfaffen.

Kirchentüren sind auch heute noch geschlossen, statt obdachlose vor dem Erfrieren zu retten...

Armenspeisung - früher ein wichtiger Teil der Kirche - wird heute durch ehrenamtliche Helfer der Tafeln ermöglicht - und die Kirche selbst hortet Billionen...

Sie sind beteiligt an Pharmakonzerne die die Antibabypille herstellen - wettern aber gegen Verhütung...

Wenn man heute einen Verwandten betrauert - und man ist arm - und das sind sehr sehr viele in Deutschland - dann krümmt der Pfarrer oder Priester jeder Kirche keinen Finger um eine Messe zu lesen ..man muss für alles (teuer) bezahlen...auch für die Hochzeit ...trotz Kirchensteuer.

Und so kommt es, das sich über die Jahrhunderte immer wieder Menschen fragen, ob sie damit einverstanden sind.

Früher gab es daher auch einige Abspaltungen - die lutherische ist dabei die Berühmteste und zeigt erneut, mit Barmherzigkeit und Güte hat die katholische Kirche nichts am Hut.

Alle Kirchen sind von Menschen erschaffen und werden von Menschen geleitet und verwaltet.

Menschen aber sind korrupt, machtgierig, verlogen und hinterlistig...

Da mag es welche bei gegeben haben, die sich tatsächlich engagiert haben und für die Menschen da waren.aber wie im Leben so auch in der Kirche - nach Oben kommen nur die, die am heftigsten nach unten treten.

Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden, aber ich glaube, wenn Gott gewollt hätte, das wir ihn anbeten UD ihm dienen, hätte er sich selbst n Thron errichtet...

Aber er wollte das wir alle frei leben - ohne dienen zu müssen ..aber eben alle sozial, barmherzig und nach gewissen Regeln eines Miteinanders...

Du sollst nicht töten zum Beispiel.

Überall Mord und Totschlag...Gewalt, Hass und Krieg.

Früher haben sogar die Päpste gemordet...heute nur Friedensnobelpreisträger...

Obama lässt mittels Drohnen hunderte jedes Jahr killen - und immer sterben dabei auch unschuldige, Frauen und Kinder...

Glaube hat absolut nichts mit Kirchen zu tun.

Glaube ist in einem - und die Taten eines jeden einzelnen machen uns zu guten oder bösen Menschen...

Und auch wenn man nicht immer nur gutes tut...so sollte man doch die Welt ein kleines Stück besser machen mit seinem Tun.

Doch gerade jetzt in der Endzeit ist die Welt kalt, hart und unbarmherzig geworden...es regiert nur noch Hass Gewalt und GIER...

Gier nach ein paar Zahlen auf dem Monitor... Zahlen ohne jeden Wert

Zahlen denen nur wir allein einen Wert geben - durch unseren Glauben.

Doch Gier ist eine Todsünde ...und doch will jeder immer mehr ...und gönnt dem der weniger hat nichts.

Man hält etwas wie " wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht" für eine Lebensweisheit...und merkt nicht, wie gottlos man dadurch wird.

Das hast Du wirklich schön geschrieben. Gott segne Dich!
Der einzig wahre Weg das Licht und das wahre, reine Leben zu erkennen ist, Jesus in sein Leben aufzunehmen und den Worten Gottes zu folgen.

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Ich würde mal sagen, du frönst hier deinen Vorurteilen.

"Kirchentüren sind auch heute noch geschlossen, statt obdachlose vor dem Erfrieren zu retten..." - "Armenspeisung - früher ein wichtiger Teil der Kirche - wird heute durch ehrenamtliche Helfer der Tafeln ermöglicht - und die Kirche selbst hortet Billionen..." 

Kirchentüren sind offen, für obdachlose Deutsche genauso wie für Flüchtlinge. Armenspeisung findet in allen größeren Städten statt, und wer im kleinsten Dorf hungrig an die Tür klopft, wird nicht weggeschickt, um nur zwei Beispiele zu nennen.

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Der Bibelschreiber Paulus erklärte: „Wir machen kein Geschäft mit dem Wort Gottes“ (2. Korinther 2:17). Paulus war unter den ersten Christen zwar ein prominenter Prediger, doch oft arbeitete er körperlich, um anderen finanziell nicht zur Last zu fallen (Apostelgeschichte 20:34). Das zeigte, dass er sich an das Gebot Jesu hielt: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Matthäus 10:7, 8).

Das erkennen die Menschen und halten sich von dieser heuchlerischen Organisation fern.

Außerdem wurde in der Bibel eine "Religionsflucht" vorausgesagt in Offenbarung Kapiteln 16 bis 18.

Es können viele verschiedene Gründe genannt werden, aber die Erfüllung einer Prophezeiung ist wohl die wichtigste.

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