Viele Homo Sapiens gab es im Anfangsstadium?

8 Antworten

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Gar keine. Es gab kein "Anfangsstadium", und deshalb auch keine ersten Menschen, die man hätte zählen können.

Der Übergang vom Homo erectus zum Homo sapiens vollzog sich im Laufe tausender Generationen in der Zeit von vor etwa 300.000 bis 200.000 Jahren. In Ostafrika entwickelte sich dabei ganz allmählich eine starke Population dieser neuen Stammgruppe, die (wahrscheinlich begünstigt durch eine höhere Reproduktionsrate) dann sehr schnell die übrigen Erectus-Populationen verdrängte und ersetzte. Bis jedoch in ganz Afrika nur noch Homo-sapiens-Stammgruppen lebten, vergingen noch einmal 100.000 Jahre.

In der Zeit, als sich Homo sapiens entwickelte und auszubreiten begann, gab es in vielen Teilen der Welt bereits andere Menschenarten. In Europa, Klein- und Vorderasien lebten zum Beispiel die Neandertaler, weiter östlich in Nordasien die Denisova-Menschen und auf der Insel Flores in Südostasien die winzigen Flores-Menschen, die kaum größer als ein Grundschulkind wurden. Auch wenn unsere Artenvielfalt also noch entsprechend hoch war und damals mindestens ein halbes Dutzend Menschenarten noch auf der Welt lebten, gab es insgesamt wahrscheinlich weniger als fünf Millionen Menschen weltweit, wahrscheinlich waren es sogar weniger als eine Million.

Vor etwa 74.000 Jahren wurde diese Zahl sogar noch einmal drastisch dezimiert: Vielleich infolge eines Klimakollapses, der sich auf das sogenannte Toba-Ereignis zuückführen lässt (einen Supervulkanausbruch auf Sumatra), starb ein Großteil der Menschenpopulation und unsere Individuenzahl reduzierte sich auf nur wenige tausend. Der Mensch wäre in der Zeit, als er sich eigentlich auf einem Erfolgszug befand, beinahe ausgestorben. Noch heute ist die Diversität unseres Erbgutes deshalb sehr stark eingeschränkt: Eine Gruppe von nur 50 Schimpansen hat bereits eine höhere genetische Variabilität (sind also entfernter miteinander verwandt) als ALLE 7,8 Milliarden Menschen zusammen!

Alle heutigen Menschen stammen also von einer Gruppe von Vorfahren ab, die bis vor etwa 70.000 Jahren nicht größer war als einige tausend.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner.

Eine sehr logische Frage, die sich nicht mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit erklären läßt. Der Grund, es sind nicht viele Homo Sapiens in der Frühgeschichte bekannt. Die wenigen Skelette und Fossilien können nicht umfassend Auskunft geben, was Wissenschaftler gerne wissen wollen und als Wissen verbreiten wollen.

Wenn bspw kein Zungenbein gefunden wurde, sind denn diese Menschen stumm gewesen? Sicher könnte es sein, dass einige dieser Menschen stumm gewesen sind. Sicher könnte es auch sein, dass Zungenbeine sich nicht erhalten haben. Und es könnte es sein, dass Wissenschaftler ihre Untersuchungsergebnisse falsch interpretiert haben.

Wenn jemand den Anfang des Lebens sucht, hat das Leben auch ein Ende?

Lasst Knochen sprechen.

Doch das Leben hat bald ein Ende ca 100-200 ist die Menschheit eigenhändig ausgelöscht

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Bitte löse dich von Namen. Im Maßstab von Evolution haben diese eh nur eine zeitlich lokale Bedeutung, nämlich nur heute.

Es ist nämlich so, dass nicht gestern nur Neandertaler gelebt haben und danach plötzlich nur Homo sapiens oder irgendwelche Zwischenformen.

JEDE Generation von Mutter/Vater/Kind variierte genetisch ein bisschen und unterlag dem Selektionsdruck und führte durch langsame Änderung zum heutigen Menschen. Das Ganze nennt sich übrigens Gendrift.

Die Taxonomie, die wir heute haben ist auch nur heute gültig. Denn irgendwann wird es Menschen geben, die mit den heutigen Menschen genetisch nicht mehr kompatibel wären und damit eine eigenen Namen rechtfertigen würden.

Das dauert aber noch ein paar tausend Jahre. Und blöderweise wird es dann auch keine Menschen mehr geben, die genetisch den heutigen Menschen entsprechen, denn die Menschen vermischen sich ja in jeder Generation und "halten" so ihr Erbgut kompatibel über einen gewissen Zeitraum nach hinten aber auch in die Zukunft.

Eigentlich ist die Benamung (Taxonomie) völliger Humbug, aber historisch bedingt und aus praktischen erwägungen der lokalen Zeit wird sie noch fortgeführt.

Namen sind da - um sie sich gewiss zu unterscheiden.

Es wird keine andere Menschenart mehr geben.
Der Höhepunkt der Anatomie und des Genoms ist somit erreicht.

Die Homo Sapiens haben sich erfolgreich gegen alle Menschenmassen durchgesetzt und stehen an der Spitze.
Bis es dazu kommen sollte, ist der Mensch schon ausgestorben und dann fängt es entweder von vorne an oder die Evolution versucht es mit neuen besseren intelligenten Wesen als der Versager Mensch. Falls sie sich auslöschen und es sieht sehr wahrscheinlich danach aus, keine 100-200 Jahre mehr.

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@JayUnikat

"Namen sind da - um sie sich gewiss zu unterscheiden."

Du hast Evolution nicht verstanden. Und schon gar nicht hast du verstanden, was ich geschrieben habe: Ja. Wir benutzen Namen um zu unterscheiden. Blöd nur, dass in 300000 Jahren wir gegenüber unserem heutigen Genen aufgrund des Gendrifts keinerlei genetische Kompatibilität mehr haben zu Menschen, die heute existieren, weshalb wir in 300000 Jahren als neue Spezie gelten müssten.

Der Gendrift beschert uns einen Kompatibilitätszeitraum. Dieser verschiebt sich aber mit jedem Tag mit, weshalb eine Benamung zu für einen bestimmten Zeitpunkt nur begrenzt Sinn macht.

"Der Höhepunkt der Anatomie und des Genoms ist somit erreicht."

Das ist eine nicht haltbare Behauptung. Der Gendrift wird weitergehen, egal ob wir uns phänotypisch nicht mehr ändern sollten, was ich stark bezweifle.

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@oopexpert

300.000 Jahre haha :) schaff erst mal die 100 Jahre. Viele Experten und Naturwissenschaftler glauben in 100-200 ist der Mensch auf der Bühne raus, weil sie zu dumm bzw. gierig sind was zu verstehen. Die Gier hat komplett ihr Verstand in außer Betrieb eingestellt, weil sie noch in Reparaturarbeiten sind und glauben sie können sich alles erlauben. Die Laune der Natur kennt keine Zeit.

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@JayUnikat

"I can't win this Argument... let's change the subject!"

Ganz anderes Thema. Was hat das genetische Erklärungsmodell mit der potentiellen Unfähigkeit der Menschheit zu tun, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, die die Existenz der Menschheit für die nächsten 300000 Jahre infrage stellt???

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@oopexpert

Man sollte immer vorbereitet sein und bevorstehende Signale erst nehmen. Sonst müsste ich nicht mehr zum Arzt oder auf meine Gesundheit künftig achten, weil es die Existenz in frage stellt und man es nie genau abschätzen kann.

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@oopexpert

Sorry, habe es falsch aufgefasst. Habe ich gerade durchs Lesen bemerkt.

Antworte meine andere Frage mit der Intelligenz - hättest nämlich keine Antwort mehr drauf.

Lerne künftig daraus andere Spezies nicht unterlegen zu sehen, es sind sie definitiv nicht - auch wenn sie manchmal so aussehen :d

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Selbst Forscher die sich intensiv damit beschäftigen können diese Zahl noch nicht einmal schätzen, weil man nicht genau sagen kann wer bereits ein Mensch ist und wer noch nicht. Diese Grenze ist fließend und damit nicht bestimmbar.

Das weiß niemand. Es reicht ja schon der Fund eines einzigen neuen Unterkieferfragments, und alle Fachbücher der Anthropologie müssen neu geschrieben werden. Die Fundlage ist viel zu dünn, als das man hier qualitative Aussagen treffen könnte. Die Anthropologie besteht aus großen Teilen aus wilden Spekulationen die auf so wenig Informationen basieren, dass sie fast mit Sicherheit falsch sein müssen.

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