Viele Fragen zur steuerlichen Absetzung des Studiums bei Zusammenveranlagung

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3 Antworten

Da dein Studium kein Erststudium zu sein scheint, sind die Kosten als Werbungskosten absetzbar. Jedoch immer nur in dem Kalenderjahr, in dem auch gezahlt wurde. Du kannst also nicht sämtliche Kosten von 2008-2012 im Veranlagungsjahr 2012 ansetzen. Vielmehr müsstest du für jedes Veranlagungsjahr eine Steuererklärung abgeben. Hattest du keine Einnahmen, wird ein Verlust festgestellt, der in die Folgejahre vorgetragen wird.

Ob ihr getrennt oder zusammen veranlagen solltet, solltet ihr einfach mal von eurer Software durchrechnen lassen. Immer vorausgesetzt, ihr kennt euch gut genug aus, um die richtigen Zahlen an den richtigen Stellen einzutragen. ;-)

Das ist so nicht richtig. Korrekt ist, dass Du Studienkosten als Sonderausgaben geltend machen kannst, wenn Du im Veranlagungsjahr Steuern gezahlt hast. Das nutzt Dir aber eben nur in den Jahren etwas, in denen neben dem Studium auch Lohnsteuern abgeführt wurden. Die Sonderausgaben aus den Vorjahren sind nicht vortragsfähig. Für 2010 und später wird je eine gemeinsame Erklärung erstellt. Mehr nicht.

Vogelpieps 24.08.2012, 19:37

Danke für die Antwort! :)

Habe noch zwei Fragen zum Nachhaken: Das bedeutet also, dass mein Mann (der mir mein Studium finanziert hat) davon 2011 aufgrund des nur geringen gezahlten Steuerbetrags nichts steuerlich absetzen kann, da vollständige Lohnsteuerrückzahlung bereits durch andere Angaben erreicht?

Und: Für 2010 kann ich also (obwohl ich keine Steuern abgeführt habe, mein mit mir gemeinsam veranlagter Mann aber schon) meine Studienkosten als Sonderausgaben ansetzen?

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FordPrefect 27.08.2012, 08:18
@Vogelpieps

Nach den weiteren Informationen wären Deine Studienkosten in der Tat Werbungskosten und somit vortragsfähig, allerdings nur bei entsprechender Ausweisung als vortragsfähiger Verlust in den jeweiligen Veranlagungsjahren (ab 2008). In Anbetracht der doch etwas komplexeren Materie würde ich hier dringend zu einem Beratungsgespräch mit einem StB raten.

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Vogelpieps 25.08.2012, 10:31

Spitze! Danke! :) Aber wieder eine Nachfrage:

Habe vorher bereits eine offizielle Berufsausbildung gemacht (IHK-geprüft), dann eine in Deutschland nicht anerkannte Kurzausbildung in der Schweiz (16 Monate, ohne Prüfung) und war dann ein Jahr im zweiten Ausbildungsbereich in Deutschland in Vollzeit sozialversicherungspflichtig tätig. Währenddessen habe ich mit meinem Arbeitgeber gemeinsam entschieden, dass ein Studium in diese Richtung die richtige Wahl für mich wäre.

Aufgrund von Krankheit war ich dann ein paar Jahre ausgeknockt bis ich 2008 anfing zu studieren.

Sehe ich es richtig, wenn ich also deshalb mein Studium nachträglich als Werbungskosten ansetzen kann? Das wäre ge-ni-al :)

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