Viel zu hohe Rechnung als vereinbart (Schweiz)?

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4 Antworten

Wenn sie vorher gesagt hat, dass es nciht teurer werden darf, dann ist sie im Recht. Man hätte sie vorher informieren müssen und fragen müssen, ob man die Reparatur ausführen darf. Die Rechnung nicht bezahlen. Sie sollte schriftlich die Abmachung formulieren in einem Schreiben an die Werkstatt und darauf hinweisen, dass sie nicht über die höheren Kosten informiert worden ist und sie die Rechnung in der Höhe nicht überweisen wird, sondern lediglich die 700 Euro. Um Ausstellung einer neuen Rechnung bitten und darauf hinweisen, dass sie sich anwaltlichen Beistand einholt, sollte es Schwierigkeiten geben.

Und wie soll der Anwalt die massgebliche, aber nicht schriftlich auf dem Auftrag vereinbarte Begrenzung des Reparaturaufwandes beweisen?

Hier gilt nicht Aussage oder Glaubhaftmachung, sondern Beweis seines Forderungsanspruchs, keine über 700 CHF hinausgehende Rechnungssumme bezahlen zu müssen. Und der scheitert, nur um Anwalts- und Gerichtskosten erhöht.

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@imager761

Auch eine mündliche Aussage ist ein Beweis. 

Wenn dann Aussage gegen Aussage steht, wird ein Richter schon merken, wer die Wahrheit verdreht - ggfs. wird der Privatkunde eher Recht bekommen, wenn dieser GLAUBHAFT macht, dass er die Wahrheit sagt.

Die WERKSTATT muß den Forderungsanspruch beweisen! Wichtig wäre auch Einblick in die Arbeitskarte, um den genauen Arbeitsaufwand sowie die eingebauten Ersatzteile zu ermitteln - hier könnte ein weitere Ansatzpunkt sein, entweder die aussagen der Werkstatt ODER die der MUTTER zu widerlegen. Denn eine Reparatur an einem POLO für 3200 CHF, dass dürfte eine umfangreichere Reparatur gewesen sein.

cheerio

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Nein. Auch in der Schweiz hätte man diesen Reparaturaufwand auf 700 CHF begrenzt eindeutig auf dem Auftrag schriftlich vermerken müssen.

Denn vermutlich muss man auch bei euch seinen Forderungsanspruch beweisen, wenn man sich darauf beruft.

Das Autohaus kann den Auftrag in nicht begrenzter Höhe nachweisen, wird die Behauptung der Auftraggeberin bestreiten und insofern auf die erbrachten, berechnete Arbeit und Teile bestehen können.

G imager761

Anwalt: Rechnung als falsch erklären lassen und neue Rechnung fordern, hierfür eine Frist setzen. Gleichzeitig Zahlungsfrist fordern und mitteilen, dass die falsche Rechnung nicht bezahlt wird.

Begründung: Angaben Deiner Mutter.

Dies sollte schnell geschehen.

cheerio

Und wie soll der Anwalt die massgebliche, aber nicht schriftlich auf dem Auftrag vereinbarte Begrenzung des Reparaturaufwandes beweisen?

Hier gilt nicht Aussage oder Glaubhaftmachung, sondern Beweis seines Forderungsanspruchs, keine über 700 CHF hinausgehende Rechnungssumme bezahlen zu müssen. Und der scheitert, nur um Anwalts- und Gerichtskosten erhöht.

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Auch nach dem Schweizer Bürgerlichem Gesetzbuch ist sie im Recht. Sie hat "vertraglich"(mündlich gilt auch) vereinbart , daß es nicht teurer werden darf. Vertrag ist Vertrag. Anwalt!

Und wie soll der Anwalt die massgebliche, aber nicht schriftlich auf dem Auftrag vereinbarte Begrenzung des Reparaturaufwandes beweisen?

Hier gilt nicht Aussage oder Glaubhaftmachung, sondern Beweis seines Forderungsanspruchs, keine über 700 CHF hinausgehende Rechnungssumme bezahlen zu müssen. Und der scheitert, nur um Anwalts- und Gerichtskosten erhöht.


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@imager761

Das wird der Richter entscheiden, Richter müssen auch nach Treu und Glauben entscheiden und es spricht jede Vernunft dafür , daß sie Recht hat. Bekloppte , die sowas erfinden , sind statistisch sehr unwahrscheinlich.

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@derschonwieder1

Dummerweise geht es hier nicht um Intelligenz oder Glaubhaftmachung von Zeugen. Sondern um Beweise eines Forderungsanspruches.

Scheitert der, droht Klagabweisung. Selbst wenn man der Oma mehr Glauben schenkt: Kein Richter lässt sich seinen Beschluss in einer Berufung um die Ohren schlagen, dass diesen Rechtsgrundsatz ignorierte :-O

Oma kann eben keine Begrenzung auf 700 CHF als Teil ihres  erteilten Reparaturauftrages nachweisen, das Autohaus aber den von ihr unterschriebenen Auftrag vorlegen und die dafür notwendigen Arbeiten und Teile belegen.

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@imager761

Nun ja , es kommt dann auf den unterschriebenen Vertrag an . Aber "Treu und Glauben" ist ein HAUPTGRUNDSATZ in allen bürgerlichen Gesetzbüchern der zivilisierten Welt. Die Oma ist deshalb erst mal glaubwürdiger. Wenn da natürlich drinne steht , checken und alle Fehler beheben...hat sie schlechte Karten)

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