Video Konvertierung .VOB niedrige Auflösung trotzdem viel Speicher?

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3 Antworten

Da es sich um selbstgebrannte DVDs handelt, gibt es keinen Kopierschutz. Du kannst also einfach die VOB-Dateien auf die Harddisk kopieren und dann die Erweiterung von *.VOB auf *.mpg umbenennen. Es kommt ein Warnhinweis welchen du einfach ignorieren kannst mit OK.

VOB-Dateien sind im Grunde eigentlich mpeg2-Dateien.

Hi,

ich kann dir auch nur raten, alles so zu belassen wie es ist. Durch eine  Konvertierung verbesserst du nichts, im Gegenteil, vermutlich wird danach die Bildqualität noch schlechter sein. Daher lohnt es sich nicht.

Packe alles in Original auf eine Festplatte oder ein USB-Stick und gut ist.

Vereinfacht gesagt ist MPEG ein Videoformat, das die Datenmenge komprimiert, indem es unwichtige, (zu) feine Details wegschmeißt.

Das bedeutet: Je besser das Ausgangsmaterial, umso stärker kann man die Größe reduzieren, ohne dass es störend auffällt. Ist die Vorlage schlecht, hat MPEG ein Problem!

Zwar können neuere MPEG-Formate als das betagte MPEG-2 der DVD effizienter arbeiten, aber auch das hilft umso weniger, je schlechter die Vorlage ist.

Angesichts der gesunkenen (und weiter sinkenden) Festplattenpreise, rate ich dir DRINGEND, die VOB-Dateien zu lassen wie sie sind. Denn besser werden die Filme mit einer erneuten Kompression auch nicht gerade. ;-)

blablubb1234 10.11.2016, 22:46

Es sind aber Dateien die maximal 200mb groß sein dürften, 2gb gross. Deswegen die Idee das irgendwie runter zu "komprimieren".

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Libertinaer 11.11.2016, 08:33
@blablubb1234

Was glaubst Du denn, wie groß die Videos unkomprimiert wären?! =;-o

Ich kenne deine Dateien natürlich nicht. Aber ich weiß, wie MPEG funktioniert! 8-) Da werden die Bildpunkte/Farben/Helligkeiten in Wellenlängen und Frequenzen umgerechnet - und DIE werden dann vereinfacht und somit komprimiert.

Einfaches Beispiel: Ein Bildausschnitt von 16 x 16 Pixeln enthält EINE Farbe (=niedrigste Frequenz einer bestimmten Wellenlänge). Das wird dann zu EINER Zahl eingedampft. Gleiches gilt für sehr ähnliche Farbtöne/Helligkeiten (bzw. Wellenlängen/Frequenzen). Ist der gleiche Ausschnitt im nächsten Bild an einer anderen Stelle, wird nur die Positionsänderung gespeichert. Insgesamt wird nur gespeichert, was sich von Bild zu Bild ändert.

Ist die Bildqualität schlecht/verrauscht, dann sind das schwer zu vereinheitlichende (weil beständig hochfrequente) Daten UND der Bildinhalt wechselt (für Menschen mehr oder weniger unmerklich) von Bild zu Bild. DAS ist für MPEG "Gift".

Komprimiert man hochfrequente Elemente (=scharfe Kanten - auch Bildrauschen/-körnung) zu stark, ist das Ergebnis ein optisches Desaster.

Dein Kompressionstool dürfte (sinnvollerweise) einfach so voreingestellt sein, dass das nicht passiert. ;-)

Um von VHS digitalisierte Daten bei guter Qualität stark einzudampfen, hätte man sie bereits bei der ersten Digitalisierung entsprechend aufbereiten müssen. Aber digitale Rauschentfernung und Bildstabilisierung(!) haben damals nur die teuersten Spitzenrecorder spendiert bekommen (sprich: insbesondere S-VHS-Topmodelle von VHS-Erfinder JVC).

Nachträglich lässt sich das kaum mehr ausgleichen. Nur die hochfrequenten Anteile (Bildrauschen/Bildschärfe) können noch durch Rauschunterdrückung bzw. Tiefpassfilter (Weichzeichner) reduziert werden.

DANN kann MPEG besser komprimieren - aber das Bild wird sichtbar schlechter (verwaschener) als bei der Vorlage.

So etwas kann man oft im Tool einstellen - dazu raten kann ich nicht. ;-) Jedenfalls nicht bei den heutigen Speicherkosten pro GByte. :)

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Libertinaer 11.11.2016, 08:49
@Libertinaer

Nachtrag: Deine Vorlagen sind nach MPEG-2 kodiert, dein Zielformat war wohl MPEG-4 (XviD). Besser (und noch rechenintensiver) wäre MPEG-4/AVC. Dennoch: unter OPTIMALSTEN Bedingungen würden die Daten bei gleicher Qualität dann nur halb so groß wie vorher. Und Du hast nicht die optimalsten sondern die schlechtesten Bedingungen!

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