Veterinäramt terrorisiert bekannte?

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5 Antworten

Wenn man anfängt zu rühren fängt´s eben an zu stinken...

Das Veterinäramt kommt nicht spaßeshalber und schon gar nicht mehrfach und nimmt "einfach" Tiere mit, da muss dann schon was dran sein. Jeder, der Tiere hält, sind´s Pferde oder Kühe, hat einfach gewisse Auflagen zu erfüllen und da ist es auch kein Argument, dass deine Bekannte das schon seit 20 Jahren macht. Man kann auch 20 Jahre was falsch machen.

An der Stelle würde ich (unabhängig, was die Tierärzte protokolliert haben) einen Fachanwalt aufsuchen und mich beraten lassen. Sofern deine Bekannte Landwirtin ist, kann man sich hier auch fachversierte Unterstützung und Hilfe vom Bauernverband holen. Das ist meist effektiver und vor allem kostengünstiger, da man hier den passenden und regional zuständigen Anwalt gestellt bekommt, was sich durch den monatl. Beitrag im BV refinanziert.

Das Vet. Amt hatten wir auch schon einmalig auf dem Hof, allerdings sind "dreckige" Pferde kein Grund, nochmal zu kommen und das hat sich im Sand verlaufen

Abschließend rate ich deiner Bekannten, sich nicht mit Landwirten mit Tierhaltung anzulegen. Jeder Milchbetrieb, egal ob 10 100 oder 500 Kühen, hat Auflagen, an die sich zu halten sind. Die "Bauern" haben meist mehr und vor allem brauchbare Verbindungen zu sämtlichen Tierärzten und Ämtern, als eine "Hobbylandwirtin" mit Pferden, was solche Pferdebetriebe unheimlich angreifbar macht.

Eine Milchkuh ist für einen Tierarzt wesentlich lukrativer, als ein Pferd. Das wissen auch die Tierärzte und die werden sich hüten, hier einen Keil reinzutreiben.

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Kommentar von ichnixwissenwas
08.02.2017, 09:32

Danke. Nur was soll denn bitte dran sein? Man sieht doch ob ein Pferd abgemagert ist .. Als sie das Veterinäramt gerufen hat wegen den Kühen, haben sie einfach gar nichts getan. Die Kühe waren eingesperrt von morgens bis abends, Kälber mit Mütter und Bullen zusammen. Kälber teilweise schwer verletzt von den Bullen, oder nur noch mit einen Auge. Tote Tiere lagen dazwischen Fleisch wird als Bio verkauft. Aber war ja alles in Ordnung? Und sie?? wird von den Leuten dort seit Jahren terrorisiert. Sie hat doch mehrere schriftliche Bestätigung das es den Tieren GUT geht, wir haben Bilder Videos, alles wird abgelehnt. OB sie seit 20 Jahren was falsch macht, ist ja nebensächlich. Es geht denen doch nur  darum, dass sie zu dünn sind...und kein Mensch der die Pferde sieht, versteht das... Aber danke 

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Deine Bekannte braucht einen guten Anwalt, der gegen die vermutliche Amts-Willkür vorgehen muss. Einen anderen Weg gibt es zur Zeit definitiv nicht. 

Eine mediale Schlammschlacht könnte komplett nach hinten losgehen - außer die Zeitung steht ihr mit Anwälten zur Seite und komplett hinter hier. Doch das dürfte kaum der Fall sein.

Wenn der Sachverhalt tatsächlich so ist, wie von Dir geschildert, es ärztliche Atteste gibt, die den positiven Gesundheitszustand dokumentieren und die Haltungsbedingungen auch ideal sind, muss geklärt werden, mit welchen Begründungen von Missständen das Amt durchgegriffen hat. Zu dünn reicht in der Regel nicht aus. 

Wenn seitens des Amtsveterinärs tatsächlich eine persönlich motivierte Vendetta geführt wurde, kann das die Dame oder den betreffenden Herrn den Job kosten und das weiß der oder diejenige auch. Wenn demnach ein guter Anwalt energisch auf den Busch klopft, kann es durchaus sein, dass das schon ausreichend ist, die Umstände rasch zu ändern.

Aber wenn ich lese, dass das Ganze sich schon über mehrere Jahre hinzieht, werde ich etwas skeptisch, warum Deine Bekannte so lange still gehalten hat und nicht dagegen vorgegangen ist. Der Verdacht liegt nahe, dass nicht alle Vorwürfe gegen sie aus der Luft gegriffen sind. Warum sonst hat sie sich nicht längst gegen das Amt gewehrt?

Ich kenne einen Fall, da hat das Amt die Zwangs-Not-Tötung eines Pferdes angeordnet, weil dieses hochgradig an extremer Warzenmauke erkrankt ist und echt kein Leben hat und auch dagegen konnte der Besitzer vorgehen. Das Tier lebt immer noch, vegetiert vor sich hin und hat immer noch kein schönes Leben. Aber der Besitzer hat gewonnen. Und er ist auch kein Krösus. 

Die Amtsveterinäre sind nicht allmächtig. Es gibt auch Grenzen und Kompetenzen, die sie nicht überschreiben dürfen und sollte das im Falle Deiner bekannten der Fall sein, hat sie durchaus gute Chancen, dagegen vorzugehen. Sie muss nur endlich tun.


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Kommentar von ichnixwissenwas
08.02.2017, 11:35

Danke. Ich weiß nicht alle Details, aber Anwalt ist ja schon lange eingeschaltet. Sie kommt einfach  nicht gegen an. Muss die ganzen besuche von den veterinäramt jetzt zahlen. Dadurch kann sie sich jetzt kein pferdeanwalt leisten. Dazu kommt das die schwanger ist. Das Ding ist auch, dass die Pferde alle auf einen anderen Namen momentan sind. Also durften sie die nicht einfach mitnehmen und auch nicht einfach ins Haus stürmen! Ihre Pferde sind wirklich gesund! Ich muss zugeben, dass ich selber keine Ahnung von Pferde habe. Aber ich war selber auch oft dort zum reiten, die Pferde hängen sehr an sie und vertrauen ihr. So weit ich weiß will sie sich jetzt nochmal bei ihren anwalt erkundigen. Aber ja, langsam hat sie keine kraft mehr... 

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wenn sie schon länger ein HAltungsverbot hat, muß es dazu eine schriftliche Begründung geben - gegen die hätte sie schon gleich mit Anwalt Einspruch einlegen sollen !

sie scheint wohl den Kopf in den SAnd gesteckt zu haben, oder wie erklärt sich das?

ohne professionelle Hilfe geht gar nix mehr: sofort Widerspruch einlegen, ggf um "Einsetzungen in den vorigen Stand bitten", um überhaupt noch was machen zu können,wenn sei alle Termine verbaselt hat....   die Widerspruchsbegründung kann dann nachgereicht werden


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Wenn das Veterinäramt so eingreift, muß da schon was mit der Pferdehaltung im Argen liegen.
Die kommen zwar zum überprüfen, wenn sie eine Meldung aus der Bevölkerung bekommen, aber die Tiere nehmen sie dem Besitzer erst weg wenn diese nicht ihrer Art gerecht versorgt werden.

Sollte tatsächlich hier ein Fehlverhalten seitens des Veterinäramtes vorliegen, würde ich mir einen Anwalt für Pferderecht nehmen und dagegen klagen.

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Kommentar von ichnixwissenwas
07.02.2017, 22:31

Danke für die Antwort. Kann dir nicht übel nehmen, dass du so denkst. Allerdings ist da wirklich nix im Argen! Sie hat die Pferde wie gesagt seit über 20 Jahren! Glaube eines sogar schon 27 Jahre. Sie hat ihren eigenen Bauernhof mit Stall und weide. Pferde können Stall oder weide frei wählen. Stroh ist immer vorhanden, wird täglich gemistet. Geritten werden sie auch noch. Das einzige Probem seitens veterinäramt ist, dass sie angeblich extrem dünn sind. Was sicher nicht der Fall ist, auch laut mehreren Tierärzte (haben wir schriftlich) . Sie würde eher hungern als ihre Pferde nichts geben. Wie oft habe ich das veterinäramt angerufen und sie haben nichts gemacht obwohl es angebracht war. Aber hier reagieren die so? Obwohl nichts ist !

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Kommentar von bergwolf2017
10.02.2017, 15:47

Hallo Anaschia,

gibt es Anwälte für Pferderecht? Ist ja interessant!

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Liegt Deiner Bekannten ein Beschluss durch dass Vet.Amt vor woraus sich begründet warum ihr die Haltung der Pferde untersagt wird?

Enthält dieser Beschluss eine Widerspruchsbelehrung?

Liegen Gutachten durch die Tierärzte Deiner Bekannten vor?

Das Vet.Amt ist eine Behörde und darf nicht so einfach Pferde, ohne zuvor entsprechende Verwaltungsakte erlassen zu haben, abholen.

Nach meiner Erfahrung müssen schwerwiegende Gründe gegen Deine Bekannte vorliegen, bevor die Vet. Ämter so durchgreifen.

 Ich möchte jetzt Deine Bekannte nicht angreifen, aber irgendwie verstehe ich die Geschichte nicht so ganz.

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Kommentar von ichnixwissenwas
11.02.2017, 06:49

Da die Pferde angeblich angemagert sind und vernachlässigt. Es  gab noch kein Gerichtsbeschluss, das ist es ja. Die Anwältin hat die jetzt nochmal angeschrieben, dass sie den Gerichtsbeschluss haben will. Gutachten der Tierärzte liegen vor, aber wurden abgelehnt. Angeblich sind es Bekannte von ihr! Obwohl der eine Tierarzt sogar von Außerhalb kam.. Ich selber sehe kein Grund warum die Pferde weg müssten..

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