Verzweifelt wie soll man das leben aushalten?

16 Antworten

Hallo GoNewLife,

so wie es aussieht, benötigst Du auch weiterhin eine Therapie, die Du auch ambulant durchführen kannst (Du benötigst dazu eine Überweisung Deines Hausarztes für eine Psychotherapie). Es gibt aber auch einiges, das Du selbst tun kannst, um wirksam gegen Deine bestehenden Depressionen  vorzugehen.

Ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung ist, dass Du Dir zugestehst, noch immer krank zu sein und daher nicht wie ein Gesunder denken und fühlen kannst. Geh daher schonend und rücksichtsvoll mit Dir um und akzeptiere Deinen seelischen und evtl. auch körperlichen Zustand. Deine Erkrankung zu akzeptieren, heißt, Dir selbst nicht immer wieder Druck zu machen. Andernfalls verstärkst Du Dein Gefühl des Scheiterns und des Versagens. Sieh Dich selbst nicht als Versager, wenn Du nicht mehr so belastbar und leistungsfähig wie früher bist. Deine Erkrankung lässt es nicht zu, positive Gefühle in Dir zu erzwingen.

Leider bringen es die Depressionen mit sich, das Gefühl in Dir entstehen zu lassen, ein Versager zu sein, der von niemandem geliebt wird und völlig wertlos ist. Man gerät in eine Art gedanklicher und gefühlsmäßiger Abwärtsspirale. Das führt oft zu ständigen Selbstzweifeln und Versagensängsten. Du kannst hier jedoch mit den richtigen Gedanken entgegensteuern. Es ist auch wichtig, dass Du verstehst, dass die Depression Dich daran hindert, Dich selbst objektiv zu sehen.

Ein Wendepunkt im Verlauf Deiner Krankheit kann sein, wenn Du Deine Depression nicht weiter als Schande oder Makel siehst. Das kann es Dir nämlich erleichtern, einen Psychotherapeuten aufzusuchen und ihn um Hilfe zu bitten. Die Hilfe anderer anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ist ein notwendiger Schritt in Richtung Genesung. In aller Regel wird niemand aus eigener Kraft mit einer schweren Depression fertig werden.

So notwendig eine ärztliche und auch psychotherapeutische Unterstützung ist, es gibt auch Hilfe aus einer Quelle, an die Du bisher wahrscheinlich noch nicht gedacht hast. Ich spreche von Gott, dem psychisch kranke Menschen alles andere als gleichgültig sind. Ich habe etliche Stellen in der Bibel gefunden, die zeigen, was Gott für diejenigen tun kann, die niedergedrückt und hoffnungslos sind. Sie sagt zum Beispiel:  "Herr, wenn du mir nicht geholfen hättest, dann wäre ich jetzt tot - verstummt für immer!   Sooft ich dachte: "Jetzt ist alles aus!", halfst du mir in Liebe wieder auf. Als quälende Sorgen mir Angst machten, hast du mich beruhigt und getröstet" (Psalm 94:17-19 Hoffnung für alle).

An anderer Stelle heißt es: "Den Unterdrückten bietet er sicheren Schutz; in schlimmer Zeit sind sie bei ihm geborgen.   Alle, die dich kennen, Herr, setzen auf dich ihr Vertrauen. Du lässt niemand im Stich, der deine Nähe sucht. Den Hilfeschrei der Armen überhört er nicht, er vergisst nicht die Qual der Verfolgten" (Psalm 9:10,13, Gute Nachricht-Bibel). Dieser Text aus den Psalmen spricht einen wichtigen Punkt an: Es ist wichtig,die Nähe Gottes zu suchen. Auch wenn wir Gott nicht sehen können, braucht er uns dennoch nicht fern zu bleiben. Vor allem ist er nicht unnahbar, wie viele glauben, denn er selbst lädt uns Menschen ein, ihn kennenzulernen und seine Freundschaft zu suchen. Ich selbst habe in meinem Leben schon oft die Erfahrung gemacht, dass Gott mir zur rechten Zeit die Kraft gegeben hat, einen schlimmen Zustand besser zu ertragen und Lösungen zu finden. Eine Beziehung zu ihm aufzubauen ist das Beste und Sinnvollste, was man im Leben überhaupt tun kann!

Ich wünsche Dir viel Kraft und die Unterstützung anderer dabei, Deine Depressionen zu überwinden! Und denke daran: Der Kampf wird nicht endlos sein. Eines Tages wirst Du Dich wieder besser fühlen und die Freude kehrt dann wieder in Dein Leben zurück!

LG Philipp

Ich verstehe deinen Gedankengang. Die Welt ist teuer geworden, die Arbeit wird gleichzeitig aber nicht besser bezahlt. Wie soll man da glücklich werden? Natürlich gibt es Berufe, bei denen man nicht auf den Preis schauen muss, aber da ist wieder die Frage, macht es denn spaß? Allerdings muss ich deinem Freund widersprechen. Vielleicht hat er jetzt viel Zeit, weil er Arbeitslos ist, aber wird es ihm im Rentenalter genauso gut gehen? Seine Rentenzahlung wird ziemlich mager aussehen. Wenn du dein Abitur gemacht hast, kannst du dich doch nach einem Studium vielleicht sogar Fernstudium erkundigen. Zweiteres ist in deinem Fall vielleicht eine gute Lösung, wenn du an Depression leidest. Viel Erfolg, und gute Besserung.

8

Ein Fernstudium ist ja nix wert, leider

0
42
@GoNewLife

Wenn man es nie abschließt, bestimmt nicht. Und die Isolation zuhause würde Dich erst recht depressiv machen. Du musst raus unter Leute und Ziele verfolgen, anstatt im Selbstmitleid zu verharren.

1
54
@GoNewLife

Mir fällt auf, dass du 1000 Ausreden hast, einem Rat nicht zu folgen. Und so unterstelle ich dir mal ,dass du gar nicht arbeiten willst, aber Begründungen dafür suchst. Dann nützt allerdings keine Therapie der WElt was. Du suchst einen "Ponyhof",aber so ist das Leben nicht.

0

Untätigkeit macht Angst.

Zu Hause sitzen, Horrorgeschichten über die Arbeitswelt hören und sich das große Unbekannte da draußen vorzustellen ist wirklich beängstigend. Ich kenne viele Leute, die vor ihrem Schritt in die Berufswelt sich völlig überfordert fühlen und Angst haben.

Aber wenn sie sich dann aufraffen und was ausprobieren, stellen sie fest, dass es sicherlich kein rosaroter Zuckerwattetraum ist, aber völlig machbar und ganz ok. Besser auf jeden Fall als die ungewisse Zeit, die sie vorher zu Hause verbracht haben.

Mein Rat für dich: Triff eine erste kurfristige Entscheidung. Die nichts bedeuten muss. Mach ein dreimonatiges Praktikum oder einen ebenso langen Minijob. Einen Ausbildungs- oder Studienplatz findest du wahrscheinlich eh erst im nächsten Jahr. Also kannst du jetzt was anderes machen. Es muss dich nicht begeistern, nicht deinen Interessen oder deinem Streben nach Erfolg entsprechen. Es reicht, wenn es deinen Tagen eine Struktur gibt und dir deine Angst vor der Arbeitswelt nimmt. Wenn du dann erstmal diese lähmende Angst verloren hast, kannst du danach in Ruhe überlegen, welcher Beruf zu dir passen könnte.

Therapie gegen Depressionen ohne Medikamente?

Hey Leute,

ein guter Freund von mir kämpft nun schon seit längerem gegen Depressionen, allerdings ohne Erfolg. Nun hab ich ihm mal zu einer Therapie geraten... allerdings meint er, dass man generell Medikamente, wie z.B. Antidepressiva, bekommt, was er jedoch nicht möchte, was ich auch richtig finde, denn es sollte schließlich auch einen Weg ohne jegliche Medikamente geben. Am besten wäre es natürlich auch, in dieser Therapie mit anderen Menschen zu arbeiten/ zu reden, die ähnliche Probleme haben... kann mir da vielleiht jemand in NRW eine gute Psychatrie oder ähnliches empfehlen und hat vielleicht sogar Erfahrungen?

Schon mal vielen Dank für jede Antwort!!

Lg :)

...zur Frage

Trotz Abitur wenig belastbar welcher Beruf?

Hallo,

Ich bin 24 und habe 2014 Abitur mit 3,0 gemacht. Direkt danach begann ich in einem betonfertigteilwerk zu arbeiten. Zuletzt waren mal zwei Monate, in denen ich eine Ausbildung als Kaufmann im Großhandel angefangen habe. Ich hielt es nicht aus; komische atmosphäre, keine gut gelaunten Kollegen und einfach alles war düster und mir war es auch zu viel und stressig.

Im betonfertigteilwerk hatte ich als Hilfsarbeiter relativ wenig anspruchsvolle Tätigkeiten. Es war im Prinzip Routine. Jeden Tag das gleiche. Aber es gefiel mir, denn es war insofern sehr abwechslungsreich, da ich mal dies, mal das machen musste, mal kurz Stapler fahren usw. Und die Arbeitskollegen waren meist gut gestimmt und ich bin da einfach gerne hingegangen, da die Arbeit dort mir wie von der Hand flutschte. Es war einfach Routine und das mentale Arbeitsklima war sehr locker. Ich geriet nicht großartig unter Druck, man musste nicht so viel denken usw.

Vor einem halben Jahr dann begann ich eine Therapie wegen Depressionen. Ich weiß nicht, was mit mir los ist, ich weine einfach oft ohne zu wissen, wieso. Ich nehme auch Antidepressiva ein. Leider hilft es wenig. Mittlerweile denke ich, ob ich einfach nicht arg belastbar bin (?). Mit Menschen in der arbeitswelt konfrontiert, die gestresst sind und alles schnell schnell gehen muss, komme ich nicht zurecht. Mir ist es einfach zu viel. Ich kann nicht sagen, wieso das so ist. Ich mag Menschen im privaten sehr gerne, bin sehr gesellig, aber in der arbeitswelt ist mir vieles zu viel. Das habe ich in der Ausbildung gemerkt, die ich abbrach.

Manchmal denke ich: brauche ich einfach einen Beruf, der nicht so stressig ist? Vielleicht doch was technisches, wie Zerspanungsmechaniker?

Ich frage mich eben immer : das Abitur habe ich ja auch hinbekommen, allerdings eben bequem. Aber so bin ich eben. Wieso aber ist mir in der arbeitswelt vieles zu viel?

Wieso hat es mir im betonfertigteilwerk so gefallen? Ich glaube irgendwie, dass ich einfach eine einfache Arbeit brauche, damit es mir gut geht und ein gutes Arbeitsklima.

Hmmm was denkt ihr so?

...zur Frage

Bei Polizei arbeiten trotz narben?

Ich möchte unbedingt bei der Polizei studieren und arbeiten... Allerdings habe ich narben vom ritzen. Meine Frage ist, wenn ich in eine Therapie gehe und mich in 2 Jahren bei der Polizei bewerbe, nehmen die mich dann oder bin ich psychisch zu angeschlagen? Ist es da besser wenn ich in eine Therapie gehe und die Therapeutin sagt das ich geheilt bin oder soll ich es lassen und in 2 Jahren bei der Bewerbung schauen dass sie meine narben nicht sehen?

...zur Frage

Warum Antidepressiva anstatt Psychotherapie?

Hallo!

Erst heute habe ich eine Frage gelesen. Ein junges Mädchen hat sich umgebracht, und zwar mit Antidepressiva. Aber wie kam die da dran? Ihr wurde es bestimmt verschrieben. Da fragt man sich schon, wie es kommt, dass versucht wird, Menschen auf diese Art und Weise zum "Verstummen" zu bringen und die Probleme zu unterdrücken. Auch meine Mutter ist (angeblich...) depressiv und hat Tabletten geholfen. Zwei Wochen später wurde aus der Spießerin schlechthin eine aufgedrehte, überlustige Frau, mit der man es kaum ausgehalten hat. Ich fand das unmöglich. Kaum hat meine Mutter die "Drogen" abgesetzt, war sie wieder scheíße drauf. Würde es eine Therapie nicht eher tun? Und auch langfristig helfen? Ich meine, Tabletten bekommt man in die Hand gedrückt, ohne viel zu sagen und man ist nur ein weiterer Mensch, der einen Packen Tabletten kauft, nichts weiter. Wenn man aber eine Therapie macht, weiß man, dass da einer ist, der einem hilft, der einem zuhört und man reden kann und darf.

Sehe ich das nur falsch und verstehe das als naives kleines Mädchen nicht oder gibt es auch noch weitere Leute, die so denken?

Danke für Antworten!

LG

...zur Frage

Ambualante Psychotherapie

Ist man während einer ambulanten Psychotherapie krankgeschrieben oder muss ich während der Therapie arbeiten gehen. Eine stationäre Therapie möchte ich nicht machen, aber ich sehe mich im Moment auch nicht in der Lage zu arbeiten.

...zur Frage

Das Arbeitssystem in Deutschland umgehen wie?

Hey Leute mich beschäftigt schon lange dieses Thema , wie man es schafft wie jeder das Arbeitssystem in Deutschalnd zu umgehen . Ich habe vor 4 Monaten meine Ausbildung im Einzelhandel angefangen(hatte die Wahl zwischen Abi oder Ausbildung) und habe erst verstanden wie die Arbeitswelt in Deutschland aussieht 40 std die Woche arbeiten für gerade mal 1000 Euro ? Man wird jeden Tag von Kunden und Kollegen beleidigt und soll 20 palatten in 30 min fertig haben . Mein Körper trägt mittlerweile auch schon viele Schäden von der Arbeit mit .

Ich hab viel mit selbstständige Menschen geredet ( Onkel usw) und die meinen , dass man zwar auch als selbständiger hart abrieten aber dafür 10 mal besser verdient als wie ich .

Was sagt ihr dazu ? Ps bin 17 Jahre alt

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?