Verzweifelt, verliere den Halt, kann mir jemand nen GUTEN bzw. EHRLICHEN Tipp geben?

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Support

Liebe/r hopefuldreamer,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus deiner Umgebung sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Alles Gute,

Eva vom gutefrage.net-Support

10 Antworten

Ich war als junge Frau auch heroinabhängig, ich habe niemals irgendwelche "Ersatzdrogen" genommen, habe immer den kalten Entzug gemacht und habe es auch geschafft!!

Ich weiß ja nicht, was sie Dir da geben (Methadon?), aber willst Du nicht mal versuchen, ganz ohne Drogen zu leben? Die erste Zeit ist schlimm, das muss ich zugeben, aber man kann es schaffen, siehst Du ja an mir. Auf Methadon sollen angeblich die Entzugserscheinungen schlimmer sein, als auf "H" und irgendwann musst Du es ja absetzen. Du kannst das ja schlecht Dein ganzes Leben lang nehmen.

Ich war mit 23 Jahren schwer heroinabhängig und heute bin ich 57 Jahre alt und habe keinerlei negativen Folgen, Leber gesund, Nieren in Ordnung - alles o.k.

Hast Du schon mal drüber nachgedacht, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen? Ich schwöre auf Selbsthilfegruppen. Als ich damals clean wurde, habe ich als Ersatzdroge leider mir den Alkohol ausgesucht und ich bin dank der Anonymen Alkoholiker seit über 30 Jahren trocken. Diese Gruppen gibt es auch für Drogenabhängige, zumindest in meiner Stadt.

Alles Gute für Dich. lg Lilo

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 13:58

Hallo Lilo, vielen lieben Dank für Deine Antwort. Also, ganz ähnlich ist es mir auch ergangen. Ich hab so viel geschrieben, leider ist nicht ersichtlich aus meinem Text, dass auch ich viele Jahre clean war und beruflich wirklich SEHR erfolgreich. Deshalb ja u. a. der Frust :( Allerdings ist beruflich alles auf nem guten Weg, hab im Februar meine VIERTE Ausbildung - erfolgreich - abgeschlossen :)

Du hast vollkommen recht, ich MUSS aus der Substitution wieder raus, aber mit der nötigen Geduld, und grad DAS ist mir halt seit dieser Woche bewusst, es wird WIEDER einmal ein Kampf anstehen (kalte Entzüge hab ich auch hinter mir, Hut ab vor Deiner Stärke!!! Du kannst stolz sein!!!!!!).

Danke, Deine Worte helfen mir.

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Hi HD! Ich habe deinen Text gelesen, und deine augenblickliche Lage tut mir sehr Leid. Es kommt momentan viel zu viel Negatives auf einmal zusammen, und natürlich bist auch du "nur" ein Mensch, und kein Roboter.

Du musst es mir übrigens nachsehen, doch in der Dr@genküche kenne ich mich überhaupt nicht gut aus. H ist wohl das Mittel, welches man als Laie mit Methadon als Ersatzmittel verbinden kann? Ich bin weder Psychologe, noch Arzt; ich empfinde es einfach so, dass dir ein riesiger Druck auferlegt ist, vielleicht speziell auch durch dich selbst, was die Sucht und das Loskommen davon angeht.

Für mich ist eine Sucht indes keine Schwäche, sondern im guten Fall eine schlechte Angewohnheit, und in schlechtem Fall eben eine absolut ernstzunehmende Krankheit. Diese Scham und dein Gefühl, asozial und alienhaft zu sein, sind für mich ganz, ganz falsch und total traurig. Allein schon die Situation, dass du dich seit Jahren der Sucht stellst und auch bereit bist, Hilfe anzunehmen, ist unheimlich mutig, bewundernswert und klug!!! Dazu kommt noch, dass es in der Vergangenheit gewiss sehr "gute" Gründe gab, welche dich überhaupt in die Sucht brachten...

Deine schlimme Frustrations-Phase wird bestimmt schnell vorbeigehen, wenn du mit dem ausgeheilten Fuß endlich wieder normal herumlaufen kannst. Der innere Kampf allerdings wird möglicherweise noch um einiges länger dein Begleiter bleiben- so kenne ich es zumindest von einer lieben Bekannten, welche bereits seit Jahrzehnten eine trockene Alkoholikerin ist.

Ich möchte dir gern zum Abschluss noch Folgendes mitgeben: Du bist ein sympathischer, wertvoller und intelligenter Mensch, und du verdienst absolute gesellschaftliche Toleranz bezüglich deiner persönlichen Probleme. Du verdienst des Weiteren sehr großen Respekt für deinen Kampf gegen die Sucht, und du verdienst es, diesen Kampf irgendwann zu gewinnen. Bitte sei stolz auf jeden überstandenen Tag und auf jede überwundene Krise, und lasse dich auch von kleinen Rückfällen nicht aus der Bahn werfen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du irgendwann die Freude am Leben für dich wiederfindest.

Alles Liebe und ganz viel Kraft, deine Ninni

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 14:41

Wie lieb, ich muss weinen, aber vor Rührung! So viele liebe Worte und ein FA von der einer Schreiberin, damit hab ich nicht gerechnet. Vielen Dank <3

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Du schaffst das! Du musst an dich glauben. Du hast es schon mal geschafft. Denk dran was das Leben schönes haben kann. Setzt dir ein Ziel.  Ob es ein Job ist, ein Urlaub oder Sonstwas. Irgendwas was du erreichen willst. Arbeite darauf hin.
Schreibe deine positiven Seiten auf. Jeder hat welche. Auch du. Lies es dir durch. Jeden Tag. Häng es in das Bad. Jedes mal beim Zähneputzen siehst du es.
Du bist ein wertvoller Mensch!
Zum Schluss einige ( von meiner Schwester geklaute) Fotos aus Amerika. Die ersten zwei. Damit du siehst wie schön die Welt sein kann. Und welche von mir.
Glaub an dich!!

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 14:15

Wunderschön, vielen, vielen Dank ☺️

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Ich finde es erstmal bemerkenswert, dass du mit deinen Problemen die "Öffentlichkeit" suchst und offen bist für Ratschläge. Und die Kommentare einiger Mitglieder hier solltest du gedanklich in die "Ablage P" packen.

Du bist süchtig und somit krank.Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es in diesem Stadium nichts mehr mit dem eigenen Willen zu tun hat....sondern nur damit wie gefestigt du bist und was sich in deinem Umfeld tut. Um das durchzustehen brauchst du mentale Stärke und ein geregeltes Leben.

Ich denke viele von uns können nachvollziehen was du mit dem Satz meinst, dass du diese Welt unsediert nicht mehr ertragen kannst. Bei dem was momentan passiert und schon seit Jahren passiert ist es teilweise schwer die Bilder dessen zu ertragen und die Gedanken und Ängste die daraus resultieren zu verarbeiten.

Die Angst davor in eine solche Situation zu kommen wie du sie beschrieben hast bleibt, ich denke durch Verhaltenstherapie lässt diese sich aber auf ein Minimum beschränken. Du tust gut daran viel und oft mit deiner Sozialarbeiterin zu reden, eventuell auch mit anderen Betroffenen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen weiteren Weg und hoffe, dass du irgendwann Suchtfrei ( bzw. ohne Konsum der Substanz denn suchtfrei wird man eigentlich nie ) leben kannst. Alles Gute für dich !!!!!

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 14:10

Vielen Dank, liebe Minima, Deine Worte sind wirklich hilfreich, ich werde das beherzigen. Tut gut :)

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Was ist Dein Problem genau? Alles mögliche...? Dann ist es kein Wunder, daß Du Dich so fühlst, wie Du es hinschreibst. Vielleicht hilft es erst mal, wenn Du ein bißchen aufdröselst, wo genau denn nun die Probleme sind. 

Da ist einmal die Tatsache, daß Du süchtig bist. Na gut, Du bist in Betreuung, Du bekommst, den Stoff, der Dir hilft, von kleineren Pannen mal abgesehen. Die Sucht wird Dir Dein Leben lang bleiben. Also ist die Lösung des Problems, die Sucht so zu "isolieren", daß Du leben kannst ohne ihr nachzugeben. Dazu sollte Dir Deine Betreuung helfen; wenn nicht, muß nachgebessert werden und das kannst Du sagen. Soll heißen, DU kannst da was machen.

Ein anderes Problem ist, daß Du Dich mit "was passiert, wenn"-Fragen ängstigst. Mußt Du? Überleg mal, wieviel Zeit und Energie Du darauf verwenden mußt, Dir Sorgen zu machen. Katastrophen und Unfälle passieren, ob Du Angst vor ihnen hast oder nicht. Es genügt also, ein bißchen auf sich aufzupassen und sich erst DANN zu sorgen, wenn der schlimme Fall eingetreten ist. Alles andere lohnt sich nicht. Es hilft nicht und bringt keine Vorteile. Dann kannst Du es auch lassen. Wenn die Ängste kommen, sag "danke, daß ihr vorbeigeschaut habt" und leg sie bewußt weg. Wende Deinen Kopf dann einer anderes Sache zu.

Und was haben wir noch? Du fühlst Dich schwach, asozial und hältst es nicht mehr aus... hm. Asozial ist jemand, der den Rest der Gesellschaft belästigt und veräppelt. Das tust Du wohl nicht, wie ich lese. Schwach bist Du im Moment, ja. Schwachsein ist aber keine Schande. Du bist immerhin stark genug, nach Hilfe zu suchen und sie zu finden. Darauf zu beharren - wie es viele tun - immer stark und vollkommen sein zu müssen, ist ziemlich dämlich. Das wird in keinem Leben funktionieren. In Deinem und meinem auch nicht. 

Hilft Dir das was? Hoffentlich. EINEN Rat will ich Dir noch oben draufpacken: Es gibt sicher Dinge, die Du kannst und die Du gut machst; vielleicht machst Du sie besser als jemand anders. Das kann irgendwas sein, es muß nicht mal etwas sein, das man sehen oder hören kann. Irgendwas eben. Das ist eine Stärke. Konzentrier Dich darauf und bau sie aus. Du bist jemand, der etwas bedeutet und der etwas kann. Suche nach solchen Stärken in Dir und übe sie. Wenn Du Dich selber ernst nimmst und Dir mit Fürsorge und Zuneigung begegnest (ja, Dir selber!), dann wirst Du bemerken, daß es auch die anderen tun. Viel Glück! q.

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 14:06

Woow!!! Das bedarf keiner Worte mehr... Sehr, sehr gute Worte!!! Vielen Dank, von ganzem Herzen, wirklich, es helfen nur solche ehrlichen Worte und das Gefühl, dass es menschlich ist. Gut dass ich heute endlich mal - wenn auch "nur" virtuell - den Mund aufgemacht hab.

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Ich möchte mich nochmals bei allen, die mir geschrieben haben, ganz ganz herzlich bedanken. Hab mich tatsächlich aus meinem "Depri-Loch" herausgewuselt. Es hat mir nen extrem positiven Antrieb gegeben, und es geht von Tag zu Tag wieder aufwärts *freu*

Gut dass ich mich hier angemeldet hab, eine der besten Ideen der letzten Zeit :D

Ein ganz wunderschönes Wochenende für euch alle!!!!!!

Nice Greeeeets, HD <3

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Ich sollte die hilfreichste Antwort hier bewerten, aber DAS kann ich nicht ☺️ ALLE Antworten und Tipps, liebe Wünsche und euer aller Anteilnahme haben mich aus meinem Tief geholt!!! Also, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich immer wiederhole, aber ein DANKE ist es tausendfach wert!!! Es geht aufwärts, LÄUFT 😉😀☺️❤️🐾🐾

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Vielen Dank, das habe ich auch schon in Anspruch genommen... Aber, manchmal will ich einfach nicht mehr reden, erzählen, wollte es mal über diesen Weg hier versuchen. Trotzdem, vielen Dank, ich empfehle dies auch öfter anderen Menschen ;)

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Mein zweiter Rat passte nicht mehr rein.  : - ) Darum schreibe ich Dir das nun hier weiter...

Im laufe der Zeit fiel mir auf, dass der Körper, oder genauer gesagt, der Stoffwechsel immer in der Herbstzeit auf den Winter umstellt und ebenso dann im Frühjahr, auf den Sommer. Auffallend ist, dass es bei jedem Menschen, hauptsächlich während dieser Umstellung, zu allen möglichen Erkrankungen kommt, was während des Winters und des Sommers nicht der Fall ist.

Wenn Du Dich nun fragst, was habe ich davon, dass kommt jetzt. Weiter fiel mir auf, dass jedes mal, wenn so nach Pfingsten die Temperatur dann die 30 Grad erreicht hatte, da muss wohl die Umstellung abgeschlossen sein. Denn an da, dachte ich plötzlich kaum noch daran, dass ich die nächste Ration einnehmen müsste, (nehme es über die 24 Stunden verteilt ein) und das Reduzieren ging während des ganzen Sommers Kinderleicht. Achte mal darauf.

Hingegen Herbst, Winter, Frühjahr, mit seinen Erkältungen, Grippen, mindert schon von vorneherein die Wirkung des Methadons/Polamidons, was ein Reduzieren viel schwerer macht.

Auch wenn ich mich während der kalten Tage angeschlagen fühlte, so ging es mir während der Sommerzeit wieder richtig gut. Ich vermute mal, dass sich das auch auf Deinen Zustand positiv auswirken wird.

Nur bleibe, wenn es geht, nicht über Jahre im Programm, weil das Zeug Gewebe und Knochen angreift, so wie auch den Stoffwechsel, (Wasser in den Beinen) und das Herz. Wenn ich zum Beispiel leichten Druck auf eine Rippe ausübe, ist sie mit einem schmerzhaften Knacken durch. Darum kann ich nur jedem raten, dass er sich nicht darauf ausruht.

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Du meine Güte - Du hast doch einige Menschen an Deiner Seite, die Dir helfen und auch helfen wollen, und die Dich verstehen.

Aber Du musst es auch wollen.

Was sollen wir hier dazu schreiben.

Es gibt im Leben immer mal wieder ein paar Phasen, wo man nicht zufrieden mit sich ist. Es ist alles Sch.....

Glaube mir, es wird wieder besser! Denn nichts bleibt wie es ist.

Wünsche Dir viel Erfolg und dass Du wieder glücklich wirst.

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Kommentar von hopefuldreamer
28.04.2016, 14:01

Liebe Kassandra, Dir auch lieben Dank! Aber, nein, ich hab im Moment - wie schon so häufig in meinem Leben - niemanden. Doch, meine beiden entzückenden Kätzchen :/ <3

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