Verzögerte Knochenheilung - bitte nur ernste Antworten - danke?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Martin,

das ist ja eine gruselige Geschichte... Tatsächlich bin ich spezieller Unfallchirurg und kann Dir zumindest sagen, was ich machen würde, wenn es mein Bein wäre. Ich betreue die Unfall- und Handchirurgie einer großen Orthopädischen Klinik (und sitze zuhause auf dem Sofa und habe keinen Dienst-an alle Zweifler: meine Identität läßt sich leicht überprüfen...)

Wir versuchen auch in Situationen wie Deiner auf Knochenentnahmen aus dem Becken aufgrund des Flurschadens weitgehend zu verzichten (und das klappt sehr gut) Wir verwenden gerne Knochen aus unserer Knochenbank und versetzen ihn mit Deinem eigenen Blut aus dem Beckenkamm, was mit einem kleinen Einstich und ohne Schnitt abgesaugt wird-hier sind die für die Knochenheilung so wertvollen Vorläuferzellen drin, die die Knochenheilung unterstützen. Das nur nebenbei. 

Schick mir doch bitte mal ein aktuelles Röntgenbild oder lad die Bilder irgendwohin hoch, wo ich sie mir mal ansehen kann- dann ist es leichter, etwas dazu zu sagen.

Gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

Chirurgen haben Dienst oder liegen auf dem Sofa - und als Fachmann kann sich hier jeder ausgeben, also bitte Vorsicht! Und höre nur auf deine Ärzte! Hol dir noch eine Zweit- und sogar eine Drittmeinung ein, wenn du dem Urteil deiner behandelnden Ärzte nicht traust. Mindestens ein zweites Fachurteil kann nicht schaden!

Grundsätzlich: Es gibt unzählige Rollifahrer, die Jahrzehnte ohne Probleme glücklich leben. Sieh nicht so schwarz, ein bisschen an Krücken üben, ein bisschen Rollifahren, damit kann man ein langes gutes Leben haben.

Gute Besserung!

hab vielen dank.

aus gründen, die ich hier nicht schildern kann, sind inzwqischen 11 unfallchirurgen, darunter 4 universitätsprofessoren, 11 mal unterschiedlicher meinung.

man könnte verzweifeln aber ausm fenster springen hilft auch nix, ich wohn im erdgeschoss.

danke aber, vielmals.

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@martinunfall

Du hast offenbar schon ein ziemliches Martyrium durch.

Die besten Fachleute können uns mit ihrem Wissen nur Rat geben - entscheiden müssen wir zum Schluss doch selbst, das können sie uns nicht wirklich abnehmen. Sie können uns nur ihr Fachwissen zur Verfügung stellen.

Manchmal könnte das heilsamste sein, wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln, außerdem die Probe, Geduld zu üben und langsam zu werden, anzunehmen, und vor allem:

Mit all dem Fachwissen, das dir mitgeteilt wurde, so widersprüchlich es auch ist, in dich hineinfühlen, und erspüren, was sich für dich am besten anfühlt. Kann sein, dass dann eine fundierte Entscheidung für dich heranreift, mit der du sehr gut und zufrieden leben kannst.

Das Schwierige ist, dass nicht nur der Knochen heilen und sich umstrukturieren muss, sondern in gewisser Weise auch die Seele/Psyche oder was immer es ist. Das ist auch eine Aufgabe... könnte evtl. helfen, auch das im Fokus zu haben ...

Nochmals alles Gute

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Nach Unfall Schulteroperation - Krankenhaus drängt zur weiteren OP. Ist das wirklich nötig?

Guten Tag,

ich habe die Google-Wundermaschine schon angeschmissen, allerdings keinen passenden Sachverhalt gefunden. Heute war ich mit meiner Großmutter im Krankenhaus. Vor einigen Wochen, hatte Sie aufgrund eines Unfalles eine Schulteroperation. Da diese allerdings nicht so gut verlief, musste Sie binnen weniger Tage erneut operiert werden, was dazu führte das die Chirurgen Ihr ein Stück aus der Schulter nehmen mussten. Was genau gemacht wurde, kann ich leider nicht wirklich wiedergeben.

Die Schulter wurde danach natürlich mehrere Wochen still gelegt. Währenddessen und nach dem Krankenhausaufenthalt bekam Sie Physiotheraphie. Nun hat sich im weiteren Verlauf allerdings folgendes ergeben: Der Arzt im Krankenhaus, sagte Ihr beim letzten Termin, dass Sie doch ein künstliches Gelenk einsetzen soll. Damit könne Sie zwar ebenfalls Ihre volle Beweglichkeit nicht zurückerhalten, aber es wäre doch ganz gut.

Nach Absprache mit dem eigenen Unfallchirurgen, sowie dem Physiotherapheut, ist dies aber nicht nur nicht notwendig, sondern in Ihrem Alter unter Umständen wohl auch ziemlich Risikobehaftet. Zudem möchte meine Großmutter sich sowie so nicht gerne erneut operieren lassen und den Ganzen Spaß nochmal durchmachen.

Heute wurde sie erneut eingeladen, dieses Mal war ich ebenfalls vor Ort.
Nun konnte ich live miterleben, wie sehr der Arzt versuchte sie zu überreden. Es wurde immer wieder wiederholt, dass Sie ohne OP ja nie wieder Ihren Arm richtig nutzen könnte und das Sie sich das doch mal vorstellen solle. Sie hätte keinerlei Chance auf Besserung ohne Operation, und das obwohl der Physiotherapheut was komplett anderes sagt und zudem schon deutliche Fortschritte gemacht wurden. Es wurde wirklich richtig Druck aufgebaut.

Sie hat außerdem nun intensive Physiotheraphie verordnet bekommen und auch diese soll sie nun zwangsweise im Krankenhaus selbst machen. Auch da sagten sie immer wieder "Nutzen sie die Zeit zum nachdenken, aber wie gesagt, ohne OP wird das alles nicht besser".

Morgen möchten wir erneut Absprache mit dem Physiotherapheuten halten und uns auch nochmal mit dem Unfallchirurgen auseinandersetzen, allerdings möchte ich auch versuchen auf diesem Wege eventuell jemanden zu finden der uns helfen kann, bzw. mehr Ahnung hat. Für uns wirkt es eindeutig so, als würde es schlicht um Profitgier gehen und das Wohl meiner Oma ganz hinten anstehen.
Eventuell kann uns jemand hier mehr Auskunft geben oder auch aus eigener Erfahrung berichten.

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