Verzichtserklärung auch ohne Notar gültig?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Habicht... die beiden Antworten von I und B sind nicht 100 % korrekt. Es kommt darauf an, was das Dokument des Notars für eine Rechtsqualität hat. I hat insoweit Recht, dass eine Verzichtserklärung beurkundet sein muss. Die Anwesenheit des Verzichtenden schreibt das Gesetz nicht vor. Der Erblasser könnte den Verzicht vorbehaltlich nachträglicher Genehmigung durch den Verzichtenden beurkunden haben lassen. Die Unterschrift auf dem notariellen Dokument wäre dann als rechtswirksame Genehmigung zu werten. Entscheidend ist also: was steht in dem notariellen Dokument ? Ist dort eine explizite Verzichtserklärung enthalten ?

Falls es sich um einen Erbverzicht handelt, in dem das Kind auf Erb- und Pflichtteilsansprüche deines Nachlasses unwiderruflich verzichtet, wäre der nur in notariell beurkundeter Form wirksam.

Dein Kind muß zu einem Notar, der das Schriftstück vorliest, es belehrt und mit seiner Unterschrift bestätigt, daß es testierfähig war und das Dolument persönlich und eigenhändig unterschrieben hat.

Andernfalls wäre diese Erklärung formal unwirksam und dein Kind (oder dessen Lebenspartner) könnte (auf die Idee kommen) wirksam Erbansprüche zu stellen :-O

G imager761

Nach BGB kann der ERBLASSER einen Erb(Verzichts)Vertrag nur persönlich schließen. Der Verzichtende kann (aufgrund Vollmacht oder vorbehaltlich nachträglicher Genehmigung) vertreten werden. Die Vollmacht bzw Genehmigung bedarf nicht der Form des Rechtsgeschäfts, für die sie erteil wird.

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