Verwirrung um Formulierungen im Arbeitszeugnis?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Grundsätzlich gilt, dass man Zeugnisse nur dann halbwegs seriöse bewerten kann, wenn man sie vollständig liest, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum und der Unterschrift. Überall dort können Hinweise versteckt sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Je nach Kontext können einzelne Sätze oder Formulierungen eine unterschiedliche Bedeutung haben. Das gilt auch für den von dir nachgefragten Satz.

Beide Begriffe deuten zwar auf eine befriedigende Wertung deines Sozialverhaltens hin. Aber nochmal: man kann so etwas nur im Zusammenhang beurteilen.

Prinzipiell ist es auch so, dass Gerichte einem AN ein durchschnittliches Zeugnis (durchschnittlich auf der Notenskala, also "befriedigend") zubilligen. Willst du eine bessere Beurteilung haben, musst du nachweisen (z. B. mit Beurteilungsbögen), dass du die verdient hast. Umgekehrt wäre der AG beweispflichtig, wenn er dir eine schlechtere Beurteilung geben will.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo vollkornhund13,

ich kann deine Verwirrung gut verstehen, denn es kommt tatsächlich auf die genaue Wortwahl im Arbeitszeugnis an, um die tatsächliche Aussage beurteilen zu können, da zählt jedes Wort, aber auch jedes weggelassene ;-)
Nach dem "Gefühl", wie hier manche Antwortende gehen, sollte man das auf keinen Fall beurteilen.

Leider sind auch viele AGs mit den Formulierungen in Arbeitszeugnissen überfordert......wenn du deinen ersten Entwurf bereits wegen Formfehlern reklamiert hast, weißt du ja wovon ich rede.

Konkret zu deiner Frage bzgl. der Formulierungen:

1) ich gehe davon aus, dass du keine Mitarbeiterverantwortung getragen hast, daher ist die Formulierung: Vorgesetzte, Mitarbeiter, ... schon falsch.
Richtig ist: Vorgesetzte, Kollegen,...

2) bei den Begriffen "beliebt" und "anerkannt" gibt es keinerlei wertsteigernden oder abwertenden Unterschied. Beide Begriffe bedeuten ein befriedigend. Üblich ist aber die Formulierung: War bei ......  "beliebt und anerkannt".
(fügt man dem ein stets und/oder sehr hinzu, so wird daraus dann ein sehr gut bzw. gut.)

Hier noch ein link, der ziemlich gut und richtig Zeugnisaussagen beurteilt:

http://www.jobworld.de/bewerbungstipps/arbeitszeugnis/sozialverhalten-gegenueber-internen-1.html

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Guten Rutsch ins Jahr 2016!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nightstick
31.12.2015, 14:34

@rotreginak02, leider hast Du vergessen zu erwähnen, dass man ein Zeugnis (hier: Praktikumszeugnis) nur dann beurteilen kann, wenn man es vollständig -von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum/Unterschrift- liest.

Alles Andere ist ziemlich wertlos!

1

Anerkennung vermittelt einen positiven Eindruck. D.h. soviel wie Respekt und Anerkennung für deine geleistete Arbeit. Ich würde mir nicht den Kopf zerbrechen, weder noch eine drei oder etwas schlechtes steckt dahinter :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von vollkornhund13
31.12.2015, 12:21

Also könnte ich es schon in meine Bewerbungsmappe packen?

0
Kommentar von R3sozial
31.12.2015, 12:29

Ja! vor allem wird ein Prstikum immer hoch angerechnet :)

0

Also finde beliebt schlechter, klingt finde ich bisschen so als ob du immer nur mit den kollegen und kunden geredet und nicht gearbeitet hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von rotreginak02
31.12.2015, 12:58

das gilt nicht für ein Arbeitszeugnis...da bedeutet (ohne stets/sehr davor) beliebt und anerkannt genau dasselbe, nämlich ein befriedigend.

0

anerkannt ist Käse. Zurückschicken mit einem Brief in dem du verlangst, den Text unmissverständlich zu formulieren. Stets höflich und zuvorkommend, so heißt das richtiig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von vollkornhund13
31.12.2015, 12:22

Ist das gar keine offizielle Formulierung?

1

Was möchtest Du wissen?