Verwendung von Töpfen und Pfannen aus Abstellkammer mit Schimmel an der Wand?

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5 Antworten

Ich würde Töpfe und Pfannen grundsätzlich vor der Verwendung einmal richtig mit Spülmittel abwaschen. Letztendlich zerstört zwar auch Hitze die Schimmelsporen, aber ich würde da wirklich auf Nr. Sicher gehen, bevor man sich da irgendwas einfängt. Man hat nur diese eine Gesundheit.

Langfristig gesehen sollte man überlegen, was man gegen die Schimmelbildung machen könnte und ob es der richtige Ort ist, um Töpfe und Pfannen aufzubewahren. Ich wäre da gerade bei Teilen, welche mit Nahrung in Kontakt kommen, immer sehr vorsichtig.

Bei mir würde garantiert ein anderer Ort für die Töpfe und Pfannen gesucht werden und vor allem die Ursache des Schimmels behandelt werden.

Schimmel ist wirklich nicht lustig und wenn man nichts dagegen tut, weitet sich dieser immer weiter aus.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen schönen 1. Advent

Ich habe draussen einen Schuppen, der liegt ebenerdig, ist unbeheizt und hat keine Dämmung an den Wänden. Der Schuppen ist schimmelfrei. Demnach wird der Schimmel in der Abstellkammer eine andere Ursache haben.

Das Geschirr heiß abwaschen, dann sind die Schimmelsporen ungefährlich auf dem Geschirr. Die Sporen fliegen aber noch durch die Raumluft, was bei den Bewohnern diverse Krankeiten auskösen kann.

In der Regel sind Vorratsräume unbeheizt, bzw. schlecht beheizt. Die Wände sind deshalb (und nicht wegen fehlender Dämmung!) kalt. Wo keine Wärme ist, erwärmt auch die dickste Dämmung nichts.

Die durchschnittliche Luftfeuchte der Wohnräume ist wegen Abschaffung der Ofenheizung und immer dichter werdener Fenster in den letzten Jahrzehnten angestiegen.

Dringt warmfeuchte Luft aus den Wohnräumen in die Vorratskammer ein, so kondensiert an den kühlen Wänden die Feuchte aus der Luft aus. Schimmel entsteht. Das Problem ist geringer oder nicht vorhanden, wenn die allgemeine Raumluftfeuchte sehr gering ist (regelmäßiges Stoßlüften der Wohnung).

Eine weitere, sicherere Lösung ist die Hebung der Wandoberflächentemperatur in der Vorratskammer durch eine entsprechende Erwärmung der Wandoberfläche. Dadurch kann die Luftabkühlung an der Wandoberfläche - die immer mit der Erhöhung der rel. Luftfeuchte einher geht - vermieden werden. Wenn die Wand nun nicht mehr durch die Raumluft befeuchtet wird, trocknet sie ab und der Schimmel vertrocknet.

Eine Beheizung der Kammer ist daher sinnvoll. Unter Umständen reicht es bereits aus, wenn eine Heizrohrschleife unten am Wandsockel vor den Aussenwänden der Kammer verlegt wird. Das warme Heizrohr sorgt für aufsteigende Wärme, die der an der Aussenwand abkühlenden und nach unten fallenden Luft entgegen wirkt.

Sollte die durch das Heizrohr entstehende Wärme nicht ausreichen, so kann man mit entsprechenden aufsteckbaren Lamellen (nur für 22mm Kupfer- oder Edelstahlrohr), die Wärmeübertragungsfläche am Rohr vergrößeren. Siehe RadiaTherm Heizregister über Googel/Bildersuche. Eine solche Umsetzung verhindert dauerhaft die Schimmelbildung an der Wand und lässt diese für gute Dämmwerte stark austrocknen.

Der Schimmel ist für die Teller und Töpfe ungefährlich. Auf diesen wächst er nicht und verbreitet dort entsprechend keine Gifte.

Gesundheitliche Auswirkungen könnten die Sporen in der Atemluft haben. Regelmäßiges Lüften sorgt für weitgehend unbelastete Luft.

Diese Kammer muss isoliert werden und gründlich von Schimmel gereinigt werden!

In diesen Zustand ist sie zu nichts zu gebrauchen... und es ist gefählich, von diesem Geschirr zu essen!

Alles Geschirr, Töpfe und Pfannen rausnehmen, gründlichst mit Spülmittel und heißen Wasser waschen, und noch mal mit kochendem Wasser übergiesen, abtrocknen und trocken aufbewahren...


Die Pöpfe und Pfannen können ganz normal gereinigt und wieder verwendet werden. In dem Raum sollte man für eine bessere Durchlüftung sorgen.

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