Verweigerung der Aussage vor Gericht negativ wertbar?

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2 Antworten

Als Beschuldigter musst du vor Gericht keine Aussage machen. Das darf auch nicht als negativ gewertet werden. Auch als Zeuge kannst du die Aussage verweigern, aber nur wenn du dadurch nahe Familienangehörige strafrechtlich belasten würdest.

Nicht als Angeklagter. Wenn du als Angeklagter vor Gericht zur Sache schweigst, darf dir dieses schweigen niemals negativ oder als Schuldeingeständnis ausgelegt werden. Kein Angeklagter muss sich selbst belasten.

Du musst auf Nachfrage vom Richter nur Angaben nach  http://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__111.html  machen. Alles andere ist freiwillig. Wenn du schweigst, muss der Richter mit Hilfe der Staatsanwaltschaft, eventuellen Zeugen und eventuellen Beweisen deine Schuld von sich aus beweisen oder zu dem Schluss kommen, dass du die Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit begangen hast.

Als Zeuge hingegen musst du aussagen. Und das wahrheitsgetreu.

0815type 10.11.2015, 19:35

Ich danke für die Antwort. Leider habe ich bei der Fragestellung einen Fehler gemacht und keine Zusatzinfos eingestellt. Dies ist nachgeholt und ich würde mich über eine Einschätzung sehr freuen.

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JuraProfi 10.11.2015, 22:58
@0815type

Vielen Dank. 

Habe deine ausführliche Frage gelesen. Auch wenn es mein Profilname nicht vermuten lässt - das ist mir dann doch etwas zu hoch. Ist dann was für Leute die sich richtig gut mit Jura auskennen und es studiert haben.

Das habe ich nicht. Tut mir leid.  :)

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