Verwechselt Jesus Gerechtigkeit und Güte?

11 Antworten

Das könnte man - mit Demut und Respekt - vielleicht so ähnlich formulieren, denn Jesus war unschuldig und trug freiwillig die Strafe, die wir für unsere Sünden (wir sind nicht unschuldig) eigentlich verdient hätte.

Im Garten Eden führte eine einzige Sünde zum Ausschluss aus dem Paradies. Wir sündigen alle in Worten, Taten und Gedanken und hätten deshalb Strafe verdient:

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Römer 6,23).

Da Gott heilig, rein und gerecht ist, kann Er Sünde nicht einfach tolerieren. Als Ausweg ist Er in Jesus Christus Mensch geworden, um stellvertretend am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden zu sterben. Wenn wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, bekommen wir die Vergebung unserer Sünden und können reingewaschen und geheiligt vor Gott stehen. Nach der Bibel gibt es nur diesen einen Weg.

Deshalb können wir sehr froh und dankbar sein, dass Jesus unsere Sünde trug: "Jesus ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,2).

Weil Er uns liebt: "Darin besteht die Liebe - nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden" (1. Johannes 4,10).

"Jesus kam in die Welt, um Sünder zu erretten" (1. Timotheus 1,1,5).

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Wenn du verstehst wer Jesus Christus ist, wirst du diese Frage nicht stellen wollen. Gerechtigkeit vor Gott ist etwas anderes als eine irdische Gerechtigkeit. Die ist auch nötig, damit es eine gewisse Ordnung gibt und wir nicht in Anarchie leben. Jesus selbst ist zur Gerechtigkeit geworden - für diejenigen die an IHN als ihren Erlöser glauben, also an die Vergebung der Sünden (Johannes 3,16). Und Gott tat dies ganz bestimmt aus Güte und Gnade und Liebe heraus. Wenn du also deine Sünden einsiehst und an die Vergebung glaubst, die Jesus am Kreuz durch seinen Tod und seine Auferstehung erwirkte, dann bist du vor Gott gerecht. Dann hat der Gerechte (Jesus) für den Ungerechten (du) vor Gott einen Tausch vollzogen, so daß Gott dann nicht mehr deine Schuld sieht, sondern die Gerechtigkeit Jesu zu deiner Gerechtigkeit macht - durch den Glauben und die biblische Neugeburt. Und das alles aus reiner Güte und Gnade heraus. Jesus wusste das und hat diesen Preis für dich bezahlt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Nein, tut er nicht.

Mt 20,16 ist entscheidend. Indem Jesus von einer Umkehrung der Verhältnisse spricht, wird hier der Nachteil der Letzten gegen den Vorteil der Ersten aufgewogen und es kommt zu einer Gleichstellung der beiden. Dabei geht es weder um Bevorzugung noch Benachteiligung, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Sieht man jedoch auf die Arbeiter als eine Gruppe, werden sie durch die Lohnzahlung gleich gemacht. Das bedeutet, dass den Menschen vor Gott der gleiche Lohn, das ewige Leben, zuteil wird, unabhängig davon, wann sie zu ihm kommen und was sie vorher getan haben. Sie erfahren dieselbe Gnade und werden aufgenommen.

Warum macht der Hausherr die Lohnauszahlung transparent? Hätte er die Arbeiter in umgekehrter Reihenfolge ausgezahlt, hätte es kein Murren und keinen Aufstand geben können. Doch mit seiner Handlungsweise bezweckt er gerade eben dies, dass die Arbeiter sehen, wie er handelt und, dass sie zum Nachdenken angeregt werden, warum er dies tut."

https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkommentar/beitraege-im-obk/detailansicht/ch/6f01bb47865627062cd0a70f197f19dd/?tx_gbbibelkommentar_main%5Bcomment%5D=58&tx_gbbibelkommentar_main%5Baction%5D=show&tx_gbbibelkommentar_main%5Bcontroller%5D=Comment

ob Jesus Gerechtigkeit und Güte verwechselt.

das macht er bestimmt nicht

Mt.5,20 Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Die Güte gehört zu "größeren Gerechtigkeit" und ist impliziert in die (Nächsten-) Liebe, welche nicht abzählt, abwägt, ob da etwas zu viel gegeben wird.

Ich glaube nicht, dass Jesus irgendwas verwechselt. Gerechtigkeit kann Güte einschließen. Lies mal "Der Kreidekreis", da ist Gerechtigkeit gleich Güte

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