Verwarnungsgeld und Anhörung wegen zu schnellem Fahren

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Wenn die € 35 bezahlt sind, dürfte sich die Sache erledigt haben. Der Anhörungsbogen gilt in erster Linie für den Fall, dass der Beschuldigte sich zum Vorwurf der Ordnungswidrigkeit äußern möchte und den Vorwurf insoweit bestreitet. Das wäre in jedem Falle gegeben, wenn Dein Vater sich keiner Schuld bewußt wäre und er von daher die Zahlung verweigern würde. Erfolgt die Zahlung, ist "die Kuh vom Eis"!

Üblicherweise wird ein Anhörungsbogen routinemäßig versandt, aber muss nicht verpflichtend zurückgesandt werden - wenn der Adressat die Verwarnung bezahlt. Eigentlich dient der Bogen dazu, nähere Angaben zum Fahrer zu machen, wenn der Adressat nicht gefahren ist und nicht gewillt ist, zu zahlen. Das steht aber m.W. auch genauso auf dem Anschreiben vermerkt.

Moin, eigentlich ist die Sache ja durch. Dennoch noch eines: Wir leben in einem Rechtsstaat. Dort muss der "Beschuldigte" (und auch im Bußgeldverfahren ist der sogenannte Betroffene rechtlich gesehen ein Beschuldigter) keinerlei Angaben zur Sache machen. Von daher erklärt sich, dass der Betroffene lediglich richtig stellen muss, wenn persönliche Daten (denn die muss er angeben) fehlerhaft sind. Damit ist nicht gesagt, ob bei fehlenden Angaben nicht ggf. gewisse Folgen eintreten können (Fahrtenbuch etwa unter engen Voraussetzungen). Gleichwohl gilt zwingend das strafrechtiche Selbstbelastungsverbot, sodass nie Angaben zur Sachen zu machen sind. Soweit eine Verwarnung bezahlt ist, sind derartige Überlegungen sicherlich nur theoretisch.

Es kann nur immer wieder gesagt werden, dass vor Akteneinsicht niemals Angaben gemacht werden sollen!!! Derartige Äußerungen haben schon so manchen Führerschein gekostet!

mfg Hellmann

Hallo,bitte den anhörungsbogen genau ansehen.Im kopf steht:"BITTE NUR ZURÜCK SCHICKEN WENN DAS ORDNUNGSGELD NICHT BEZAHLT WIRD".wenn du das geld bereits bezahlt hast wird der vorgang abgeschlossen und alles ist erledigt.also kann es deinem vater gegenüber dein geheimnis bleiben.es sollte sich nur nicht laufend wiederholen.

ist der anhörungsbogen nicht eigentlich nur auszufüllen, wenn man irgend eine form des widerspruchs machen möchte. zahl die 35,- , dann müsste es eigentlich gut sein

Du brauchst den Bogen nur im Widerspruchsfalle ausfüllen, ansonsten liegt der ÜT bei, den füllst du aus und bezahlst, damit ist die Sache vom Tisch. Da der Betrag noch niedrig geung ist, gibts ja auch keine Punkte oder Fahrverbot....

Wenn du einfach die 35 Euro überweist, ist der Fall erledigt. Nur wenns mal Punkte oder Fahrverbor gibt, muss natürlich angegeben werden, wer das auf sich nimmt.

ginatilan 14.11.2011, 17:44

,** muss** natürlich angegeben werden, wer das auf sich nimmt.

lieber Jorgfried

das ist leider falsch

niemand muss den Bogen ausfüllen!

0
Jorgfried 14.11.2011, 19:32
@ginatilan

Stimmt - ohne Rückmeldung bekommt der Halter die Punkte und das Fahrverbot, oder es wird ein Verfahren eröffnet.

0
ginatilan 14.11.2011, 20:23
@Jorgfried

bei einem FV und Punkten machen sich die Ermittlungsbeamte schon mehr Mühe. wenn ihnen auffällt, dass der Halter und der Fahrer nicht identisch sind wird schon einmal ein Passbildabgleich bei den Behörden gemacht. Oder die Nachbarn des Halters werden befragt wer denn die Person sein könnte auf dem Bild (z.B Frau, Sohn usw..)

0
Jorgfried 15.11.2011, 02:32
@ginatilan

Nachbarn befragen dürfte vom Datenschutz her sehr bedenklich sein.

Wenn der Halter die Tat nicht bestreitet und das Bussgeld bezahlt wird, wird normalerweise der Bescheid zugestellt und nichts weiter unternommen. Nur bei einem Widerspruch ohne Benennung des Fahrers oder offensichtlicher Falschauskunft wird genauer geprüft.

0
ginatilan 15.11.2011, 11:11
@Jorgfried

Nachbarn befragen dürfte vom Datenschutz her sehr bedenklich sein.

wird bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit tagtäglich gemacht.

Wenn der Halter die Tat nicht bestreitet und das Bussgeld bezahlt wird, wird normalerweise der Bescheid zugestellt und nichts weiter unternommen

bei Verwarnungen Ja, ab Bußgeld und Punkten Nein.

0

Einfach überweisen und das Thema ist erledigt!

Na wie ich sehe ist ja der Titel "Die hilfreichste Antwort" schon vergeben worden. Somit gehe ich davon aus das du auf meinen Rat verzichten möchtest und deine Frage schon ausreichend beantwortet wurde. Na dann...

Was möchtest Du wissen?