Verwalter hat Klage eingereicht - muss ich zahlen?

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4 Antworten

Dem Wohnungseigentümer steht kein Zurückbehaltungsrecht im Bezug auf das Hausgeld zu. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Beschlüsse angefochten sind.

Wer rechtswidrig das Hausgeld verspätet zahlt oder zurückhält, hat die Folgeschäden (Mahngebühren, Kündigung der Versicherung wegen Zahlungsrückstand, Zahlungsverpflichtungsklage des Handwerkers, usw.) zu tragen. Denn das Hausgeld dient den laufenden Zahlungen der WEG.

Eine Hinterlegung bei Gericht hilft hier auch nicht, da das hinterlegte Geld nicht zur Zahlung der laufenden Verpflichtungen der WEG zur Verfügung stellt.

TIPP: Sofort den Rückstand ausgleichen und dem Richter mitteilen, dass Sie sich im Rechtsirrtum befunden haben.

Ich nehme mal an, es geht um eine Wohnungseigentümergemeinschaft mit 3 Wohnungseigentümern, der "Verwalter" ist der WEG-Verwalter und das Amtsgericht das WEG-Gericht? Darauf komme ich nur, weil etwas von "Hausgeld" gesagt wurde.

Das Hausgeld ist auf das Verwaltungskonto auch dann pünktlich einzuzahlen, wenn sich die Eigentümer untereinander streiten. Wer Hausgeld zurückhält, verstößt gegen seine gesetzlichen Pflichten als Wohnungseigentümer. Das Hausgeld hat doch nichts mit dem Betrug der anderen Eigentümer zu tun.

Auf die Klage sollten Sie zahlen und den Einzahlungsbeleg dann dem Gericht verbunden mit einem Klageabweisungsantrag schicken. Wenn Sie nicht zahlen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, wodurch höhere (Gerichts-, Anwalts-)Kosten entstehen.

Für solche Fälle gibt es bei den Gerichten die Hinterlegungsstelle. Dort wird das Geld für die Dauer des Verfahrens hinterlegt und verwahrt, gleiches passiert mit den laufenden Einnahmen. Dann brauchst Du auch keine Unannehmlichkeiten zu befürchten.

Wovon redest du überhaupt? Eigentümer von was? Firma, Grundstück, Dackel...?

Yellow 18.10.2007, 15:09

Eigentümer einer Eigentumswohnung.

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