Verurteilung zu 10 Monate auf Bewährung , was tun?

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8 Antworten

Das Führungszeugnis enthält die Angaben, die im Bundeszentralregister über Dich enthalten sind. Das Bundeszentralregister wiederum führt gem. § 4 Nr. 1 BZRG nur rechtskräftige Entscheidungen.

Wenn die Entscheidung heute gegen Dich ergangen ist, dann ist sie in der Regel noch nicht rechtskräftig. Rechtskräftig wäre das Urteil erst dann, wenn die Berufungsfrist abgelaufen ist.

Daher dürfte die Entscheidung noch für mind. vier weitere Wochen nicht in Deinem Führungszeugnis auftauchen.

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Kommentar von Valraven1987
13.07.2016, 14:50

Vielen Dank, genau darauf wollte ich hinaus. Da ich ja auch noch die Berufungsfrist habe.

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Die Strafe steht noch nicht im Führungszeugnis, nur rechtskräftige Verurteilungen werden dort auftauchen.

Das Urteil ist doch sicher von einem Amtsgericht gefällt worden? Wenn ja kannst Du den Anwalt wechseln und zunächst mal Berufung (keine Revision) einlegen.

Du soltest Dir aber trotzdem darüber im Klaren sein, daß selbst wenn das Stafmaß gesenkt werden würde, es trotzdem noch hoch genug ist (über drei Monate) daß es im Führungszeugnis auftaucht.

Immerhin könntest Du ein Jahr Zeit gewinnen um Dir einen Job zu suchen für den Du kein Führungszeugnis benötigst.

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Eine Revision halte ich für ziemlich kritisch. Damit kann es dir passieren, dass du finanziell nur noch stärker unter Druck gerätst. Bei solchen kleineren Vergehen sind deine Erfolgschancen eh gering.

Wie lange es dauert, bis deine Strafe im Führungszeugnis auftaucht, das weiß ich leider nicht. Aber lies davon unabhängig mal in deinem Vertrag nach - womöglich bist du verpflichtet, deinen Arbeitgeber umgehend von deiner Strafe zu berichten.

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Angewiesen hin oder her ist egal und hättest es dir früher überlegen sollen. Im Zeugnis steht es ab Verurteilungstag. Die Bewährungszeit dauert jetzt drei Jahre und  solltest du in dieser Zeit erneut Mist bauen kannst du deine Strafe  von 10 Monaten absitzen + die Strafe für das neue Vergehen. Auf Bewährung ist es aufgrund  das du nicht vorbestraft bist gekommen, sonst wäre es ohne Bewährung ausgegangen. Die Strafe ist angemessen und in Revision zu gehn bringt überhaupt nichts.

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dennoch ist meine Familie und ich auf meinen Job angewiesen.

Das hättest du dir mal lieber vorher überlegt.  Und nein, es bringt dir nichts, wenn du heute noch dein Führungszeugnis beantragst. Deine heutige Verurteilung wird drinstehen.

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Kommentar von Artus01
13.07.2016, 17:04

Oh, das glaube ich auch nicht.

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Beantragte Revision, dein Führungszeugnis und such dir einen neuen Anwalt

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Neuen Anwalt suchen, der von der Materie Ahnung hat und in Revision gehen. Eine Geldstrafe hätte es in deinem Fall mit Sicherheit auch getan.

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Wenn dein Anwalt wirklich so schlecht war würde ich mir mal einen neuen Anwalt holen und über eine Revision nachdenken.

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Kommentar von EastTraff
13.07.2016, 14:37

Das würde allerdings dann wieder was kosten ...

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