Vertraust du den Medien in der Bundesrepublik oder eher nicht?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Nein 70%
Ja 30%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja

Aber nicht allen, und meist nutze ich sie nur zur Unterhaltung, da schaue ich die Reportagen, Gesprächsrunden oder Verbrauchermagazine der Öffentlichrechtlichen, schließlich bezahle ich dafür.

Aber Private von der Wirtschaft kontrollierte Sender (RTL, Pro7) schaue ich praktisch nie weil deren Programm ist mir zu dumm, ich habe mal in hochkonzentrierter Form RTL2 geschaut, das hat mir körperliche Qualen bereitet weil das gesehene so schlecht gemacht, dumm und niveaulos war, das ist bestimmt nicht gut für einen wenn man solche Sender mehrmals in der Woche ansiehst, da verblödet man ja. 

Nachrichten finde ich eher weniger interessant weil sie einen unnötig emotional belasten und kaum einen persönlichen nutzwert haben. 

Nein

Ich betrachte die Sache mehr funktionell.

Einen Medienbericht setzte ich mit einem Signal/Data gleich, das im Kopf ankommt, dort einen Prozeß der Weiterverarbeitung auslöst, und ein Ergebnis zurückläßt, welches der aus dem Bericht gewonnene Eindruckt ist, gut abgeglichen mit vielem, was sich bereits vordem im Kopf an Eindrücken befunden hat.

Kurzum: Nach einer solchen aufgenommenen Meldung befindet sich im Kopf nicht mehr unbedingt das, was ursprünglich als Meldung ankam, sondern nur noch das weiterbearbeitet Produkt.

Mit dem Groben dieses Produkts läßt es sich recht brauchbar umgehen. Jedoch kommt es bei so etwas auf die kleinen Prisen diverser mit enthaltener "Gewürze" an, die maßgeblich dafür sind, ob man alles gleich wieder ausspuckt oder ob man es genießt oder ob man darüber hinweggetäuscht wird, daß gar nicht drin ist, was draufsteht.

Journalisten sind Meister solchen Würzens, was für mich ein konkreter Grund ist, einem Medienbericht (egal, welcher Quelle) nur sehr sehr begrenzt zu vertrauen. Mit etwas Selbstehrlichkeit muß ich (und nicht nur ich) zugeben, daß man noch nicht einmal sich selbst wirklich trauen kann, wenn man etwas unmittelbar beobachtet hat. Richter können dies aufgrund ihrer Erfahrung mit Zeugen bestätigen.

Um dennoch klar zu kommen, habe ich es mir angewöhnt, Dinge aus möglichst vielen Blickwinkeln zu sehen, und darunter auch aus solchen, die nicht unbedingt zu meinen üblichen Denkgewohnheiten gehören. Das macht die Dinge zwar nicht wahrer, aber es verhilft zu mehr Objektivität.

Nein

Mein Vertrauen in die Mainstreammedien ist nahezu bei Null. Diese Medien bauen laufend Stellen ab, sparen an der Qualitätsrecherche und gehen immer mehr Richtung Boulevardisierung, seichter Unterhaltung und Kampagnenjournalismus. 
Sie geben die Trennung von Nachricht und Kommentar immer mehr auf. Auch die kritische Distanz zu den politisch Mächtigen geht verloren. Damit ist die Rolle der Medien als vierte Gewalt in der Demokratie fast aufgegeben.
Das lässt sich zeigen an den Themen Asyl, Einwanderung, Islam, AfD, Putin, Trump, EU, Euro, Macron, Klimapolitik, Syrien. In all diesen Themen bilden die Medien mit der Regierung fast schon eine Einheitsfront. Einige wenige selbstkritische Journalisten beklagten das, z. b. der ZEIT-Chef, aber die breite Mehrheit macht mit z. B. beim Ausgrenzen der AfD. Nie wird über einen AfD-Programmpunkt sachlich berichtet. AfD kommt nur vor, wenn Skandalisierungspotential gewittert wird. Dafür wird völlig unkritisch über den Islam berichtet.

Eine breite Mehrheit hat das Vertrauen in die Medien verloren. Das Ansehen des Journalisten ist auf einem Tiefpunkt, leider zu Recht.

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