Vertrauen zum Pferd :)?

6 Antworten

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In dem du es behandelst wie ein Pferd! Oberste Prämisse ist Konsequenz, dein Pferd muss wissen, woran es ist. Was erlaubt ist, ist immer erlaubt, was verboten ist, ist immer verboten. Erweise dich als guter Chef, dann klappt das.

Bodenarbeit ist eine gute Sache, um das Vertrauen zu stärken. Du kannst einen Tellingtonparcours legen, ebenso kannst TTouches machen, u. du kannst auch am Boden wirkliche Lektionen erarbeiten wie Schulterherein, Kruppeherein, Langzügelarbeit, etc.

Bodenarbeit mache ich ausschließlich im Garten - ohne Pferd.

Gegenseitiges Vertrauen gewinnt man einfach, indem durch detailgenaue zuverlässige Interaktion bei den alltäglichsten Verrichtungen. Einfach beim Putzen, Führen, Longieren... Und wenn es um Vertrauensbildung geht, braucht man auch nicht aus allem eine Wissenschaft zu machen. Langsam bewegen, zuverlässig, vorhersehbar und gerecht sein, gut beobachten. Die Reaktionen des Pferdes auf das eigene Verhalten registrieren, und entsprechend weiter agieren.

Das Pferd mit allen Sinnen in jeder Situation erfassen.

Vertiefend einen kleine Kurs in „Wellnessmassage“ fürs Pferd machen. Wenn man lernt, wie man Verspannungen und ähnliches erfühlt, wirkt das sehr gemeinschaftsfördernd.

Vielen Dank!

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Der Spruch mit dem Garten ist gut. Ich bin auch kein Fan von Bodenarbeit, da ich mich gewöhnlich dabei langweile.

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Verwechsel niemals GEhorsam mit Vertrauen. Gehorsam erzieht man dem Pferd an, Vertrauen wächst mit der Zeit und kann nicht erzwungen werden. DAs ist ein Prozess, der niemals endet. Man kann nie sagen: ah, jetzt habe ich das Vertrauen meines Pferdes erreicht.

Vertrauen hat mit Beziehung zu tun. Im Laufe des Lebens erweist sich ein Mensch für das Pferd als vertrauenswürdig. Oder auch nicht. Man kann es fördern, indem man sich viel mit dem Pferd beschäftigt. Bodenarbeit... kann auch vertrauensfördernd sein, muss aber nicht. Ich kannte ein unglaublich gut erzogenes Pferd, das sehr gehorsam war, aber zu einer seiner Besitzerin wenig Vertrauen hatte. Es tat, was sie wollte, weil es das so gelernt hatte. Vertrauen aber sieht anders auch. Und wehe, es kommt eine Krisensituation und die Gehorsamstünche reißt und dann fehlt das Vertrauen. Dann wird es gefährlich. Das gut erzogene Pferd in meinem Beispiel konnte z.B. nicht von seiner Besitzerin ausgeritten werden. Denn wenn eine unbehagliche Situation auftrat, konnte die Besitzerin nie an sein Vertrauen appellieren. DAs war einfach nicht da. Die Besitzerin hätte dem Pferd 1000 mal sagen können: "ist nicht gefährlich!" das Pferd glaubte ihr aber nicht.

Was hilfreich ist, sein kann, ist Spazierengehen. Und wenn das Pferd dann Angst zeigt vor einem Monster, kann man es dann vom Boden aus überzeugen - nicht zwingen - dass es Frauchen glauben kann, wenn die sagt: "ist nicht gefährlich." Dasselbe kann man dann natürlich auch vom Sattel aus machen.

Ich glaube, dass mein Pferd viel Vertrauen in mich hat, obwohl es durchaus ein ungehorsames Untier sein kann.

Vertrauen ist nicht mit Gehorsam gleichzusetzen.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Finde ich sehr sehr schön geschrieben! Und entspricht meiner Meinung auch der Wahrheit.
Ich finde dazu gibt es einen Spruch der meiner Meinung nach noch dazu passt: -- Um eine Beziehung zu deinem Pferd aufzubauen, musst du dafür sorgen, das es sich freiwillig in deine Obhut begibt. Diese soziale Verbindung darfst du aber nicht durch Dominanz missbrauchen, um dein Pferd gefügig zu machen. Denn dann kann kein Vertrauen entstehen.

oder

-- Wenn du bereit bist, frei von Ehrgeiz und Zeitdruck jeden noch so kleinen Fortschritt bei deinem Pferd anzuerkennen und diesen zu schätzen weisst, dann wird der Weg zum Ziel und du wirst Schritt für Schritt mit deinem Pferd zu einer echten Partnerschaft gelangen!

Ich habe mein Pflegepferd nun seit fast 3 Jahren. Und seit ca. 3 Monaten kommt er sobald ich ihn rufe von seiner Weider zu mir. (Er steht in einem offen Stall mit anderen Wallachen auf einer 600m langen Weide) Ich war überglücklich denn dies zeigte mir das er mir mehr Vertraut als zuvor. Auch wenn er natürlich auch mal seine Tage hat wo er denkt «nein heute kannst du mich holen kommen, wenn es dir so wichtig ist» die letzten paar meter läuft er mir immer entgegen. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Und man merkt wie sehr das Pferd deine Zeit schätzt.

Ja ich habe 3 Jahre gebraucht das er dies macht, aber wie der Spruch oben sagt mit kleinen Schritten zum Erfolg und der Weg ist das Ziel!

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@Crazywoman2

so ist es. Und wenn man dann meint, ES geschafft zu haben, können doch immer wieder Situationen aufkommen, wo das Pferd die Vertrauensfrage stellt. Nein, wo alle beide die Vertrauensfrage stellen: Kann ich dir vertrauen? Und wenn man dann sagen kann: Ich vertraue dir, hat man gewonnen.
Mein Pferd fragt nicht selten: "ist das gefährlich?" "Nein, ist nicht gefährlich." Und mein Pferd antwortet dann: "mmmhhh. okee. ich vertraue dir mal, aber es ist schon furchtbar. Aber dein Wort in Gottes Ohr. Aber wehe dir, ich täusche mich. Dann trifft dich Allahs Wut." Das geschieht immer beim Verladen in den Hänger, obwohl mein Pferd eine Verladezeit von einer bis 30 Sekunden hat.

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@Dahika

Ja meiner ist auch so einer vorallem beim ausreiten wenn es dunkel ist. Da stellt fragt er auch gerne mal ob das schlimm ist oder ob er mir Vertrauen kann.

Wenn ich mit ihm spazieren gehe sieht er mich jeweils mit einem fragenden Blick an ob es gefährlich ist und wenn ich dann sage nein ist alles gut und es seiner Meinung nach doch schlimm war dann Gnade mit Gott.

Ja das Hängerfahren macht er mittlerweile auch ganz toll! Früher war es immer so das er einmal schön in den Hänger gestiegen ist und wenn ich Ihn dann nach ca. 3h wieder in den Hänger verladen wollte brauchte ich sicher 15-30 min Überzeugungszeit. Gibt es jetzt manchmal auch noch aber das ist meiner Meinung nach "Pferdisch" schliesslich vertrauen wir oder glauben wir auch nicht immer gleich

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Zum ersten mal Bodenarbeit?

Ich habe seit kurzem eine Reitbeteiligung und wollte mal mit ihm Bodenarbeit machen um Vertrauen und Respekt aufzubauen.

Da ich vorher in einem Schulbetrieb geritten bin habe ich leider noch nicht so viel Erfahrung mit richtiger Bodenarbeit.

Hat jemand Tipps was ich beim ersten mal Bodenarbeit machen kann und mit welcher Zäumung. Also mit Halfter oder Trense. Wir haben leider kein Kappzaum oder Knotenhalfter.

Ich wollte mit ihm z.B üben dass er besser stehen bleibt beim aufsteigen oder die Seitengänge und Biegung, die uns beim reiten noch etwas schwer fallen. Aber vor allem Respekt und Vertrauen. Respekt da er mich beim reiten auch manchmal ein bisschen verarscht. Und Vertrauen da ich eine ängere Bindung zu ihm aufbauen will.

Hat jemand Tips (Übungen) für das erste mal Bodenarbeit und für meine Ziele?

!!! Bitte nicht vergessen, dass das mein erstes mal ist.

Außerdem wie soll ich ihn Belohnen wenn er was richtig macht? Soll ich ihn nur loben oder ein Leckerchen geben oder vielleicht ein Klicher kaufen?

Es wäre natürlich auch nicht schlecht Unterricht in Bodenarbeit zu bekommen, aber für die ersten male denke ich, ist das noch nicht so nötig. Ich will ja keine Freiheitsdressur oder andere schwere Sachen machen. Ich will nur die Grundlagen der Bodenarbeit erlernen.

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