Vertrauen von Meerschweinchen gewinnen

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9 Antworten

Lass ihnen Zeit

mit Ungeduld erreichst du bei Meerschweinchen rein gar nichts.

Geb ihnen Futter zu bestimmten Uhrzeiten - dann gewöhnen sie sich an einen Rhythmus und verlieren die Angst vor dem Ungewohnten. Versuche ab und an Futter (Gurke ist gar nicht schlecht, nur bitte nicht viel davon geben) aus der Hand anzubieten. Halte dazu die Hand nicht allzu weit in den Käfig rein, nah am Boden und warte ab. Zwinge sie nicht das Futter anzunehmen, indem du die Hand ihnen entgegen drängst - wenn sie es nicht nehmen, leg das Futter einfach in den Käfig.

Das Haus ist super wichtig, also auf keinen Fall entfernen - Meerschweinchen sind Fluchttiere und brauchen diese Rückzugsmöglichkeit unbedingt. Besser sind sogar zwei Häuser, falls das eine klein sein sollte. Ebenso sollte das Haus mindestens 2 Ausgänge haben, damit sich die Schweine nicht gegenseite einklemmen oder den Weg versperren.

Rausnehmen solltest du wirklich unbedingt vermeiden! Meerschweinchen sind in erster Linie** keine Kuscheltiere** und wenn du sie ständig aus dem Käfig hebst, können sie diesen nicht als sicheren Ort akzeptieren und du verschreckst sie, da sie dich als Feind (Greifvogel) empfinden und dazu Angst vor Höhe haben.

Nehme ein Meerschwein nur aus dem Käfig, wenn es unbedingt nötig ist (krankheitsbedingt etc.) - biete ihnen doch vielleicht an selbst aus dem Käfig zu kommen. In Tierläden gibt es Holzbrücken in verschiedenen Größen, die du in die Käfigöffnung stellen kannst. Falls sie die Möglichkeit nicht sofort nutzen: nicht zwingen und immer mal wieder anbieten.

Zwinge die Schweinchen zu nichts und bedränge sie nicht - damit erreichst du nur das Gegenteil. Viele Besitzer glauben ihre Tiere gezähmt zu haben, weil sie nicht quieken und auf dsem Schoß sitzen bleiben; gehen sogar davon aus den Tieren würde es gefallen gestreichelt zu werden. Wie erwähnt sind es Fluchttiere, die bei Bedrohung still bleiben, sich nicht bewegen um sich tot zu stellen - nur weil es also auf dem Schoß sitzt, gefällt es ihm noch lange nicht. Reißt dein Schwein die Augen weit auf und sitzt regungslos da, nimmt kein angebotenes Futter in der Situation oder grunzt sogar, solltest du es in seine gewohnte Umgebung lassen.

Bleib geduldig und versuch es auf die sanfte Art - allerdings kann es auch Meerschweine geben, die niemals zahm werden, was du dann einfach akzeptieren solltest.

Lies doch mal das Buch "Meerschweinchen. Glücklich & gesund" von den GU Tierratgebern. Da gibt es ein ganzes Kapitel zum Thema.

Das ist das Wichtigste:

Vertrauen aufbauen

Meerschweinchen brauchen Zeit zum Eingewöhnen. Anfangs nur leise ansprechen, Käfig bleibt noch geschlossen. Wenn der Kopf auf Höhe des Tieres ist, fühlt es sich weniger bedroht.

Sanfte Berührung

Den ertsten Leckerbissen gibt es durchs Gitter. Ist die Scheu überwunden, Käfigtür öffnen und Futter vor die Nase halten. Während des Fütterns darf man es sachte berühren. Die Hand sollte nach der vertrauten Einstreu riechen.

Endlich handzahm

Mit einem Leckerbissen verführt man den kleinen Freund zum Verlassen des Käfigs. Kommt das Meerschweinchen ohne Zögern heraus, lässt es sich meist schon unter dem Kinn kraulen und mit der ganzen Hand streicheln.

Hallo, Partner!

Fast schon alte Freunde: Nach kurzer Zeit sucht das Meerschweinchen von sich aus Nähe. Für ein paar Schmuseeinheiten und ein Spielchen zu zweit ist es immer zu haben. Vor allem, wenn danach als Belohnung ein Futterhäppchen winkt.

Der Beginn einer neuen Freundschaft

  • Am besten starten Sie gleich mit zwei oder drei Tieren.
  • Für junge Meerschweinchen ist es die erste Trennung von en Artgenossen. Das löst Angst, Trauer und das Gefühl der Verlassenheit aus. Während der Heinfahrt bietet eine Hand voll alter Einstreu in der Reisebox den vertrauten Stallgeruch und vermittelt Geborgenheit.
  • Die Heimreise nach dem Kauf sollte nicht zu lange dauern. Der Aufenthalt in der Transportschachtel und die Fahrtbewegung des Autos ängstigen die Tiere. Ein Tuch über der Reisebox schützt vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung.
  • Nach der Ankunft zu Hause Box in den Käfig stellen und öffnen. Zuvor alle Einrichtungsgegenstände außer Häuschen, Futternapf und Nippeltränke herausnehmen.
  • Streuen Sie eine Hand voll Karottenschnitzel als Lockmittel auf den Käfigboden und überlassen Sie den Käfigbewohnern alles Weitere. Irgendwann siegt schließlich die Neugier und sie beginnen ihre neue Heimat zu erkunden.
  • Sobald sie Futter und Wasser annehmen, ist die erste Hürde der Eingewöhnung erfolgreich überwunden.

Das ist am Anfang tabu

  • Die Reinigung des Käfigs sollte unterbleiben, solange die neuen Bewohner noch nicht mit Ihnen und der Unterkunft vertraut sind.
  • Futternäpfe nicht an andere Stellen versetzen, Schutzhäuschen in den ersten Tagen nicht anheben.
  • Türenschlagen vermeiden ebenso wie schrille Töne und hektische Bewegungen.
  • Das häufige Ein- und Ausschalten einer grellen Beleuchtung kann Panikreaktionen auslösen.
  • Solange die Tiere noch erkennbar scheu sind und schreckhaft reagieren, sollten sie nicht angefasst oder auf den Arm genommen werden.

Vertrauenskurs

  • Wenn Meerschweinchen unter sich sind, gewöhnen sie sich am besten ein. Halten Sie andere Tiere am Anfang fern.
  • Die Harmonie in der Gruppe ist wichtig für das Wohlbefinden aller Mitglieder. Männlichen Nachwuchs sollten Sie daher abgeben oder so bald wie möglich kastrieren lassen.
  • Beschäftigen Sie sich von Anfang an regelmäßig intensiv mit den Tieren, um ihr Vertrauen zu gewinnen, und machen Sie ihnen Mut, ihre Umwelt zu erkunden.
  • Legen Sie vor den ersten Ausflügen an verschiedenen Stellen im Uimmer einige Leckerbissen aus. Das spornt die Meerschweinchen zur Futtersuche an.

Meeris, vor allem wenn sie noch sehr jung sind, brauchen viel Zeit um sich an alles zu gewöhnen bzw, Vertrauen zu fassen. Vor allem jetzt ist der Streß noch groß. Alles riecht neu, alles ist neu, alles ist fremd, alles ist groß, alles ist bedrohlich und dazu diese großen Hände die in den Käfig kommen. Lass ihnen einfach viel, viel Zeit und sei sehr geduldig mit ihnen, dann wirst du sehen, dass sie kleine aber doch stetige Schrittchen vorwärts machen. Wichtig ist erstmal, dass du nicht übertreibst bzw. sie unnötig streßt. Nimm sie nicht heraus, bewege dich langsam in ihrer Gegenwart und rede die ganze Zeit über sanft und leise mit ihnen. Erschrecke sie nicht unnötig und nimm sie wirklich nur raus wenn es sein muss (zb. fürs Putzen). Dann schnappe sie bitte nicht von oben herab (das ist ganz schlecht und erschreckt sie sehr) sondern folge ihnen langsam mit den Händen und versuche sie von der Seite her schaufelförmig aufzunehmen. So kannst du sie nicht quetschen oder drücken was sie sehr streßen und erschrecken würde. Gib ihnen oft Futter in den Käfig auch wenn sie es nicht nehmen. Dein Geruch ist dann drauf und sie beginnen deinen Geruch als dich mit etwas Gutem zu verbinden. Wenn sie dich schon etwas besser kennen kannst du auch versuchen einmal ganz langsam mit einer Fingerspitze über ihr Fell zu streicheln. Wenn sie weglaufen folge ihnen nicht, versuche es ein ander Mal wieder. Wenn sie es zulassen streichle sie ganz sanft und kurz und ziehe deine Hand dann langsam wieder weg. Auf diese Art lernen sie auch, dass die Hand nix böses tut. Im Prinzip sind es sehr viele kleine Schrittchen die zum Erfolg führen. Wichtig ist, dass du sie nicht unnötig streßt, quasi dich als Bedrohung darstellst. Dazu gehört das Zwangskuscheln oder gar das schnelle von Oben herab packen. Damit machst du ihnen große Angst und sie merken sich das alles auch sehr gut.

Man, ich hatte jetzt gerade ein bisschen das Vertrauen gewonnen, 2 Meeris haben mir schon aus der Hand gefressen (Das letzte war immer noch total ängstlich). Aber jetzt hat meine Mutter sie alle auf den Arm genommen! Sie hat es gut gemeint, sie hat gesagt, sie muss ja mal gucken, ob es allen gut geht. Aber jetzt sitzen alle Schweinchen wieder total verschreckt in ihren Häusern. Dauert das jetzt wieder genauso lange, bis sie mir ein bissl vertrauen, oder dauert es länger, oder geht es schneller?

also zu allererst würde ich den meeries zeit geben sich einzugewöhnen...die neue umgebung und die neuen gerüche müssen ja erstmal verarbeitet werden. Dann würde ich mit etwas futter immer die hand ganz still halten bis sich eines rantraut und deine meeries werden sehen "aha davor brauchen wir keine angst haben" ja und dann ist öfters auf den arm nehmen und streicheln agesagt ..irgendwann interessiert es die meeries nur noch wenig dass dudich näherst oder du deine hand in den käfig streckst...aber dazu brauchst du noch geduld.

Also ich habe schon sehr viel Erfahrung gegenüber Meerschweinchen, denn sie sind schon 7 Jahre alt. Was ich immer früher gemacht habe ist z.B. ich bin in einem Laden der heißt Biele da gibt es Knaberzeug und Futter für Meerschweinchen und Co. Da habe ich Leckerlies mitgebracht und den Meerschweinchen verfüttert am Anfang trauten sie sich garnicht, um es genau zu sagen sie blieben den ganzen Tag im Häusschen. Ich habe mir die Zeit genommen und saß bei ihnen jeden Tag und langsam kamen sie heraus und haben vertrauen zu mir gewonnen. Wenn ich ihnen was erzählen legen sie sich immer hin und hören mir zu =). Ich würde sagen der beste Weg ist einfach Geduld das wird schon.

MfG DimmPrallBumm

AForgottenRose 12.02.2012, 19:56

Das hört man als Tierliebhaber gern - gute Methode ;)

Allerdings mit "Leckerlies" bitte aufpassen - enthalten sie Honig, Melasse, Eierzeugnisse oder Getreideerzeugnisse solltest du sie meiden. Diese sind zwar günstig, schaden dem Verdauungssystem der Schweine aber (auch wenn es sie nicht umbringt) und sind an sich recht ungesund.

Lieber Leckerlies in Form von getrocknetem oder frischem Obst oder Gemüse geben, viel Heu und so viel und abwechslungsreiches Frischfutter wie möglich.

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Intensive Beschäftigung mit den Meeries sonst werden sie nicht handzahm. Erschwerend ist es, dass Du mehrere hast und somit Kontakt zu ihresgleichen haben. Es ist normal, dass sie zur Zeit noch weglaufen wenn ein Mensch in die Nähe des Käfigs kommt. Habe ein klein wenig Geduld.

nimm sie öfters raus und streichel sie ;)

bei meinen meerschweinchen war das auch erst so aber nach einer woche wurden sie schon viel zutraulicher hab einfach geduld...

aber das mit der gurke und aus der hand fütter ist gut damit kannst du ihr vertrauen gewinnnen bald schrecken sie vor nichts mehr zurück ;)

Einzelne schweinchen lassen sich natürlich viel einfacher zähmen als wenn man mehrere zusammenhält. Das geht ganz fix. Aber ich hab auch gerade das Problem mit zwei brüdern. Hab sie 1 woche vor weihnachten bekommen, mit 2 monaten und handzahm sind sie noch lange nicht. Hatte mal ein tragendes jungtier bekommen die dann 2 junge geworfen hat. Ich hab alle tiere behalten. Die mutter war nach ein paar tagen total zahm. Als dann die jungen geboren wurden wurde sie etwas scheuer. Aber die beiden kleinen waren von anfang an richtig zutraulich. Die kannten uns ja auch alle von geburt an. Wovor sollten sie sich fürchten? Aber die beiden jetzigen waren richtig wild. Saßen mit den eltern und noch einer schwester ungestört in einen großen gehege. Ich nehme sie jetzt oft abends raus (in einen offenen korb) stelle sie neben mich auf die couch und streichle sie ab und zu länger... und natürlich gibt es ab und zu gurke oder möhre. Und das hilft - denn zum glück- sind meeris ja auch total verfressen und zumindest fressen sie mir schon aus der hand ohne mir das futter wegzureißen. Was beide ganz schnell begriffenn haben ist daß man durch lautes quiken seinem menschen beine machen kann. Denn das quieken kann man ja nicht lange ertragen, da läuft man schon etwas schneller um die zwerge ruhigzustellen. Wenn ich die käfigtür aufmache flitzen sie auch nicht mehr in die ecken sondern kommen mir entgegen. Aber bitte nicht von oben in den käfig langen . Ich lange immer durch die tür und setze mich vorher auf einen stuhl damit ich kleiner werde. Schweinchen sind fluchttiere...und alles was von oben kommt ist gefährlich...könnte ja auch ein greifvogel sein. Man braucht bei mehreren tieren mehr zeit und gedult...aber es wird- langsam.

X1423 14.02.2012, 18:14

Und was hast du am Anfang gemacht, als sie in die Ecken gerannt sind, wenn du die Tür aufgemacht hast? Hast du sie ganz in Ruhe gelassen? Das eine frisst mir schon ein bissl aus der Hand, das andere frisst von einer Angel die ich gebaut hab (ein Stock, vorne ein leckerli dran) aber das letzte hat noch unglaublich viel Schiss. Das sitzt immer wie versteinert da, wenn ich komme.

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