Vertrauen auch auf dem Pferd?

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3 Antworten

So leid es mir tut, aber dein Pferd hat längst gemerkt, daß du dir selbst etwas vormachst, wenn Du im Sattel sitzt.

Du GLAUBST zwar gelassen zu sein, aber dein Pferd hat längst deinen erhöhten puls gespürt, deine Atmung gerochen, dich viel realistischer durchschaut als du dich selbst !

Übe in ruhe viel einfachere Sachen.
Laß dein Pferd huf für huf vorwärts und rückwärts über eine stange treten, immer mit 3,/Sekunden Pause nach jedem Schritt.

Wenn ihr das zu Fuß an 5 Tagen perfekt gemacht habt, dann darfst du das auch EINMAL reiten.

Danach täglich einmal führen und einmal reiten.

Bis ihr das im schlaf könnt.

Nach dem Prinzip mache kleine einfache vertrauensübungen.

Und im märz probiere mit einem führpferd vorweg den flatternden Vorhang...

Ja, du brauchst Geduld und einen Kurs oder Trainer dazu

Viel Erfolg!

Ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber wie schon der alte Paul Stecken zu sagen pflegte: " richtig reiten reicht".

Das kann nur besser werden, wenn Du von oben genauso souverän regierst wie von unten. Mach vom Sattel aus das gleiche, was du von Boden aus machen würdest. Von weitem in Ruhe anschauen lassen, langsam annähern... Du kennst ja dein Programm! Nur mit dm Unterschied, dass du im Sattel viel mehr unbewußte Signale an das Pferd weitergibst. Es spürt jede kleinste Anspannung deiner Muskeln, wird irritiert durch eine ungeschickt angebravhte Reiterhilfe, verunsichert durch minimalste falsche Gleichgewichtsreaktionen, die vorkommen, wenn das scheuende Pferd bremst oder abdreht. 

Arbeite am tiefen, schmeichelnden Sitz, den voneinander unabhängigen wohldosierten Hilfen und Deiner Gleichgewichtsreaktion. Und, ganz wichtig: Atmung! Mit jedem Atemzug gibst du eine unbewuste Gewichtshilfe. Atme in den Bauch und drücke beim einatmen bewußt das Gesäß in den Sattel, öffne die Knie. Sei keine Wäscheklammer , aber auch kein Schlabbersack.

Sorge dafür, dass das Pferd sich von weichen feinen Hilfen umschlossen fühlt wie von einem gut sitzenden Daunenmantel. Und zugleich im richtigen Moment kurz (!) fest ( aber nicht so hart) wie eine Leitplanke.

Beutelkind 10.08.2017, 09:07

Die Fragestellerin "ist immer sehr entspannt", zumindest kommentierte sie dies so... :)

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Urlewas 10.08.2017, 09:56
@Beutelkind

Na ja, " immer" wird  da sicher relativ zu sehen sein. Geht ja auch nicht wirklich. Solange das Pferd gemütlich vor sich hinschreitet, kann man ja auch ntspannt drauf sitzen. Wenn man aber so entspannt wie ein Kartofflsack bleibt, wenn das Pferd einen Haken schlägt, wird man ruckzuck ebenso entspannt auf dem Boden liegen, weil der völlig entspannte Körper der Fliehkraft nichts entgegen setzt.

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Es besteht eben ein Unterschied, ob ein Pferd zwischen Deinen (unruhigen?!)  Beinen "hibbelig" wird, oder vor Deiner Nase...^^

Für Dich und für das Pferd...

Auf Augenhöhe kann noch alles im grünen Bereich sein, und vom Sattel aus hast Du eben Deine Position verändert und mutierst zum in den Nacken springendem Raubtier...!

Warum?

Weil man als Reiter naturgemäß anderen Risiken ausgesetzt ist als ein Bodenarbeiter.
Der Reiter kann fallen, wenn das Pferdchen zu sehr hopst...^^
Der Bodenarbeiter behält im besten Fall zumindest den Boden unter seinen Füßen!

:)

Diese Gedanken begleiten den Reitenden und sie schmälern oft das Vertrauen in das Reitpferd...^^

Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit!

Wenn Dir Dein Pferd in der Bodenarbeit vertraut, wird es Dir auch unter dem Sattel vertrauen - sofern DU ihm traust!

So einfach! So schwer! schiefgrins!

...Trau Dich!

TeddyTiana 10.08.2017, 06:13

Ich vertraue ihr voll und ganz und ich habe noch nie drüber nach gedacht zu fallen als ich auf dem Pferd saß. Ich setze mich drauf und möchte eine Gemütliche Runde im Schritt gehen und bin auch immer sehr entspannt. Und ich finde man kann nur entspannt sein wenn man dem Pferd vertraut.

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Beutelkind 10.08.2017, 09:11
@TeddyTiana

Wie bist Du denn entspannt, wenn Du gleichzeitig befürchtest
"beim Reiten wäre sie durchgegangen" ?!

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Urlewas 10.08.2017, 09:24
@Beutelkind

Den Reiter möchte ich sehen, der auf einem durchgehenden Pferd noch entspannt ist.

Sicher gibt es solche. Aber die stellen hier sicher keine Frage , sondern reiten 10 Stunden am Tag...

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