Vertragskündigung bei einer Lotterie: Wann gilt der Vertrag tatsächlich nicht mehr?

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2 Antworten

Was steht denn im Vertrag? Sonst Kündigung zum nächst möglichen Termin; höchstens aber sechs Monate. Anders wäre es mit einer Bestätigung über Geschäftsunfähigkeit. Für einen inzwischen verstorbenen Bekannten von mir, habe ich einige Male Geschäfte rückgängig gemacht. Der litt aber offiziell bestätigt an Alzheimer, hatte einen Vormund. Ich hatte das Gefühl, dass er seinen Zustand genoss, er konnte ja alles unterschreiben und es hatte keine Gültigkeit.

cuneiform 29.03.2012, 07:17

Im Moment kann ich den Vertrag nicht zitieren. Aber die Formulierungen waren so, dass man die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns mit MEHR ALS 50% bemessen konnte, während diese in Wirklichkeit nicht 50% übersteigen darf, sonst verliert die Lotterie jeden Sinn. Dies gehört also zur Kunst des Betrugs oder der Manipulation mit dem Bewußtsein.

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Was ich dabei irritierend finde, ist die maßlos irreführende Werbung, gegen welche die Rentner hilflos sind. Der Werbungstext von Renten-Lotto Free enthält in jedem zugestellten Brief etwa die folgende Behauptung: ** Sie profitieren von unserer Gewinn-Dienstleistung mit 40 monatlichen Renten-Chancen von 3.333 Euro monatlich - für 25 Jahre - also über 40.000.000 Euro!


Die nicht der Wirklichkeit entsprechende Behauptung besteht darin, dass der Sinn einer Loterie besteht darin, dass die Einnahmen die Ausgaben decken sollen. Man darf also nicht einem jedem Teilnehmer das Profitieren gar versprechen. Denn dies widerspricht der Idee der Lotterie. Drin besteht der eigentliche Massenbetrug. Und wer in der Falle ist, muss büßen, obwohl der Betrug nun ja auf der Hand liegt. Es fragt sich nun, woher die armen Rentner die Prinzipien der Lotterie zu wissen bekommen sollen, welche den Behauptungen der Organisatoren der Lotterie ja widersprechen müssen.

Wichtig ist m.E. dabei nicht nur die Tatsache, dass manche Rentner nicht imstande sind, zwischen realen und virtualen Chancen zu unterscheiden, aber hauptsächlich der vorgeplante Betrug deren mit dem verbalen Versprechen der Schein-Profite für jeden einzelnen Teilnehmer, um den ökonomischen Gewinn den Organisatoren auf dem Wege des Betruges zu sichern.

Mich würde nach wie vor interessieren, was dazu das Gesetz trotzdem sagt.

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