Vertragliche 8h Arbeitsstunden im Reinigungsdienst.

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3 Antworten

Kenn ich auch, ich war bei Zeitarbeitsfirma und "durfte" immer in der Mittagspause den Einsatzort wechseln. Es gab weder Fahrtkosten(anicht mal zuschuss) oder angerechnete Zeit und meine ganze Mittagspause ging dafür drauf.

Da die sich eh einige Klopfer leisteten, hab ich es vorgezogen ratzfatz wieder zu kündigen.

Leider weiss ich nicht, wie man da vorgehen kann, möchte auch meinen, so gehts nicht.. aber kenne keine §§ dazu. Obwohl ich selber mal AG war, aber wir haben den Leuten- nein ich war nicht bei Zeitarbeit- das immer als Stunden erfasst. Klar machen die das nicht, denn dann wäre ja ersichtlich, dass die AN regelmässig die zulässige Höchstarbeitszeit überschreiten.

Wahrscheinlich kein Rechtschutz mit Arbeitsrecht? Gewerkschaft? Betriebsrat (hat so ne Firma sicherlich nicht). Irgendwie Connections zu wem, der Arbeitsrecht-Ahnung hat?

Hallo, zuerst: Wenn Du in Deiner Pause zu einem anderen Einsatzort fährst bist Du selbst schuld - Pause ist Pause, da hat der Chef gar nichts zu sagen, bezahlt er nicht - in der Arbeitszeit kann er anweisen und wenn er dann nicht bezahlt eine Mahnung schreiben - per Einschreiben - und dann Klage am Arbeitsgericht. Gewerkschaften machen dies auch, aber nur für Mitglieder - sogar umsonst! Ansonsten Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt - machen diese sogar anonym - stellen diesem dann seine Lohnlisten auf den Kopf - Einsatzpläne sind auch ersichtlich, wer wo wie lange gearbeitet hat! Viel Glück.

Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag Reinigungshandwerk

2. Beginn und Ende der Arbeitszeit an der Arbeitsstelle

2.2 Die zwischen Beginn und Ende der Arbeitszeit aufgewendete Wegezeit gilt als Arbeitszeit. Übersteigt der Zeitaufwand für den Weg vom Wohnsitz zur nichtregelmäßigen Arbeitsstelle den üblichen Zeitaufwand für den Weg zum Betriebssitz, so gilt diese Zeit als Arbeitszeit. Jede angefangene halbe Stunde wird als halbe Stunde berechnet.

Für Dummies - Ist man in mehreren Objekten beschäftigt, so gilt der Weg dorthin als Arbeitszeit und ist zu vergüten je halbe Stunde.

Du solltest nicht gleich mit Anwalt oder Gericht zuschlagen - erst einmal ein schriftlicher Hinweis, dass diese Zeit als Arbeitszeit zu vergüten ist und dies zwingend anzuwenden ist. Man kann sich auch an die Gewerkschaft (IG-Bau) wenden oder an das Hauptzollamt als Überwachungsbehörde. Passiert nichts, dann erst zum Anwalt - die Ausschlussfrist beträgt 2 Monate.

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