Vertraglich 40 Stunden Woche was darf der Arbeitgeber?

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10 Antworten

Naja, wenn du zB Verkäufer bist und es geht um das Weihnachtsgeschäft oder die betriebliche Auftragslage macht das vorübergehend nötig, dann darf er schon Mehrarbeit verlagen

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Hallo,

ja, dein Chef kann Überstunden anordnen. Und ja, du hast im gewissen Rahmen die Verpflichtung dem nachzukommen.

Die reguläre maximale zulässige Wochenarbeitszeit beträgt 48Std., die kurzzeitig maximal zulässige Arbeitszeit beträgt 60Std./Woche. Daraus ergibt sich, 51STd. über einen kurzen Zeitraum = zulässig.

Die anfallenden Überstunden müssen natürlich ausgeglichen werden. dAs kann durch Freizeitausgleich oder durch Bezahlung erfolgen, wobei für alles was über 48 Wochenstunden hinausgeht unbedingt Freizeitausgleich zu gewähren ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wochenarbeitszeit

Überstunden verweigern kannst du dich nur mit sehr wichtigem Grund. Eigene Hochzeit, Beerdigung im engen Familienkreis, ...

http://www.kanzlei-ek.de/aktuelles/arbeitsrecht/item/10-fragen-zum-thema-%C3%BCberstunden.html

LG, Chris

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Kommentar von Familiengerd
09.09.2016, 13:20

Überstunden verweigern kannst du dich nur mit sehr wichtigem Grund. Eigene Hochzeit, Beerdigung im engen Familienkreis, ...

Das ist völliger Unsinn!

Kein Arbeitnehmer ist - von konkreten Notfällen, Katastrohen, Unglücken abgesehen - verpflichtet, wenn es nicht vertraglich vereinbart wurde.

Und selbst bei vertraglicher Vereinbarung müssen Überstunden nur geleistet werden, wenn sie betrieblich notwendig sind - also nicht schon alleine deshalb, weil der Arbeitgeber sie "einfach so" anordnet.

Außerdem müssen Überstunden - wieder mit Ausnahme von Notfällen - mit einem Vorlauf von 4 Tagen angekündigt werden!

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Laut Arbeitsschutzgesetz darfst du maximal 10h / Tag arbeiten.

Im 6-Monatsdurchschnitt musst du aber wieder auf 8h/Tag kommen. Das heißt dein Arbeitgeber MUSS dir die Möglichkeit geben, innerhalb dieser 6 Monate, irgendwann Überstunden abbummeln zu können. Wenn du Überstunden machst.

Grundsätzlich kansnt du aber nicht zu Überstunden gezwungen werden.

(Ich nehme jetzt einfach mal an, das für deinen Berufszweig das Arbeitsschutzgesetz gilt, eingie Berufe sind davon ausgenommen)

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Du musst nicht. Alles, was über die normale Arbeitszeit hinausgeht, sind Überstunden und man kann/darf dich nicht dazu zwingen Überstunden zu machen, da er nur über die geregelte Arbeitszeit über dich verfügen darf. Alles nach den 40h ist deine Freizeit.

LG

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Wenn sowohl im Arbeitsvertrag, einem bindenden Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung Überstunden nicht geregelt worden sind, besteht aus Deiner Sicht keine Pflicht.

Außer in betriebsbedingten Notfällen.

Die gesetzlich festgelegte maximale Wochenarbeitszeit liegt bei 48 Stunden - sie kann jedoch auf zehn Stunden pro Werktag, also 60 Stunden pro Woche, verlängert werden.

Jedoch nur, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Dein Chef bewegt sich also im gesetzlichen Rahmen.

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Kommentar von hunos
09.09.2016, 12:37

Vertraglich vereinbart ist eine 40 stundenwoche von mo bis fr - da kann der Chef keine 6-Tagewoche draus machen, die höchstarbeitszeit pro Woche wäre demnach 50 Stunden von mo bis fr, sofern wie geschildert der Abbau erfolgt.

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Grundsätzlich gelten die im Arbeitsvertrag gezogenen Arbeitszeitgrenzen. Ob allerdings eine vorübergehende, möglicherweise durch Freizeitausgleich zu einem anderen Zeitpunkt ausgeglichene Mehrarbeit in Deinem Fall zulässig ist, wird niemand ohne Kenntnis der näheren Umstände beantworten können:

Gibt es wie so häufig eine Überstundenklausel im Arbeitsvertrag, gibt es einen Betriebsrat, mit dem eine Überstundenrelung abgekaspert wurde?

Lies vielleicht erst einmal die Basics, dann bist Du vielleicht in der Lage, eine präzisere Frage zu stellen.

http://www.hensche.de/Ueberstunden\_Arbeitsrecht\_Ueberstunden.html#tocitem3

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Womit begründet er diese Mehrarbeit? Wie soll sie abgerechnet werden?

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Ich verstehe Deine Rechnung nicht.

Täglich eine zusätzliche Arbeitsstunde wären bei einer 5-Tage-Woche 45 Stunden und bei einer 7-Tage-Woche 47 Stunden wöchentlich, niemals aber 51 Stunden.

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Kommentar von Antitroll1234
09.09.2016, 09:26

Du übersiehst den zusätzlichen Samstag in den 3 Wochen.

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Innerhalb des Tarif und Vertragsystemes kann der Arbeitgeber Mehrstunden und Überstunden anordnen.

Diese müssen dann jedoch Zeitnah mit Freizeitausgleich oder mit Bezahlung, evtl. sogar mit Zulagen  abgegolten werden.

Hier einmal ein Link zu diesem Thema:

http://www.hensche.de/Ueberstunden_Arbeitsrecht_Ueberstunden.html#tocitem3

Hier wird auch der Unterschied zwischen Mehrstunden und Überstunden deutlich erklärt und was der AG anordnen darf und was nicht.

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Wenn du nein sagst ist dein Chef sauer, zwingen kann er dich nicht.

Aber freiwillig kannst du mehr arbeiten , wenn die Pausen und Freitzeitregelungen eingehalten weren.

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