Vertrag mit eingescannter Unterschrift gültig?

7 Antworten

gesetzlich vorgeschrieben ist die Schriftform (also keine Mail, kein scan, kein Fax) in einigen Fällen:

bei der arbeitsrechtlichen Kündigung 

beim Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages

bei der Mitteilung über die Übernahme einer Hypothekenschuld 

bei einem Widerspruch des Mieters gegen eine Kündigung

bei einer Bürgschaft 

bei einem Schuldanerkenntnis 

++++

Wenn man ohne besondere Verfahren (verifzierte Übertragung) nur scan oder Fax schickt, ist das im Zweifel  immer anfechtbar. Aber in vielen Fällen spielt das kaum eine Rolle, wenn du etwas bestellst, hast du sowieso ein Widerrufsrecht, zahlst die Rechnung, lässt die Widerspruchsfrist ablaufen, dann ist der Vertrag gültig, aber das wäre er auch wenn du telefonisch bestellt hättest.

@BeCeDe,

mit dieser Methode habe ich schon ganz schlimm "Schiffbruch" erlitten. Diese meine Unterschrift wurde nicht anerkannt. Deswegen rate ich Dir, der Vorsicht halber, darauf zu verzichten.

Du könntest aber Folgendes tun. Du unterschreibst den Originalvertrag, scannst dann den gesamten Vertrag, einschließlich Deiner eigenhändigen Unterschrift ein, und versendest den Vertrag in Form einer PDF Datei per E-Mail an den Empfänger.

Wenn das Gesetz nicht die Schriftform und die eigenhändige Unterschrift verlangt, ja.

Ganz grundsätzlich unterliegen Verträge keinem Formerfordernis.

Was möchtest Du wissen?