Vertrag für 190 Std. Monat , Nettolohn 1200 Euro! Ausbeuterei?

14 Antworten

Mit Netto 1200 Euro bist du ja noch gut bedient in Deutschland. Dies entspricht ja auch dem Durchschnittslohn. Seit 2 Jahrzehnten gibt es keine reale Lohnentwicklung in Deutschland. Eher fallen die Löhne anstatt zu steigen. Das ist dann auch der Grund warum du wahrscheinlich so verwundert bist und nicht fassen kannst welch ein Land Deutschland geworden ist, in dem Unternehmen Narrenfreiheit haben.

Nach 10 Jahren Berufserfahrung müsste man aber eigentlich wissen, dass in Deutschland die Bewertung einer "gerechten" Entlohnung nicht nach dem Nettolohn geht. Schließlich kann kein Arbeitgeber etwas für die Einteilung in die Lohnsteuerklassen. Als Beispiel um Netto ca. 1.200 Euro zu erhalten muss man bei Steuerklasse 1 ca. 1.800 Brutto bekommen, bei Steuerklasse 3 braucht man nur ca. 1.500 brutto und bei Steuerklasse 5 wird ein Bruttogehalt von 2.250,- benötigt, damit 1.200 netto herauskommen. 10 Jahre Beruferfahrung ist pauschal auch nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr ob die 10 Jahre für die jetzt angestrebte Stellung von Nutzen sind. Beispiel: Wenn Sie als gelernte HoFa 10 Jahre am Empfang gearbeitet haben und jetzt in den Service gehen, nutzen Ihnen die 10 Jahre recht wenig. Österreich ist mit Deutschland nicht vergleichbar, weil die Regeln in der Gastronomie (Nebeleistungen: Kost und Logis für Personal, Personalversicherung, etc.) und die steuerlichen Regelungen völlig different sind.

Es ist laut Gesetz nur eine 40 Std. Woche erlaubt. Was sind das denn für komische Arbeitszeiten 190 Std. im Monat? Du würdest so ja nur 6,31 umgerechnet die Stunde bekommen. Das ist Ausbeuterei. Du bist doch gelernte Hotelfachfrau.....Du musst doch selber wissen das, dass viel zu wenig ist.

Ja das dachte ich mir ja auch, aber wollte mal hier nachfragen.... Wo kann ich das denn im Netz finen wieviel Std. im Monat erlaubt sind ??

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@questioner1981

Das Gesetz definiert Arbeitszeit als die Zeit vom Beginn bis Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen.[1] Die Länge der Arbeitszeit regelt normalerweise ein Arbeitsvertrag. Sie hat häufig direkten Einfluss auf die Berechnung des Entgeltes für die geleistete Arbeit. Eine vertragliche Regelung der Arbeitszeit findet ihre Grenzen jedoch stets im ArbZG. Innerhalb der Grenzen des ArbZG können in Tarifverträgen oder vergleichbaren Regelungen noch engere Grenzen ausgehandelt werden.

Die Rahmenbedingungen der maximal erlaubten Arbeitszeit legen in Deutschland das Arbeitszeitgesetz und darauf basierend Tarifverträge oder Einzelvereinbarungen fest. Bei Beamten gelten Arbeitszeitverordnungen (siehe auch Umkleide- und Rüstzeit).

Beispiel: § 3 ArbZG ordnet an, dass die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten darf (maximale Höchstdauer). Nach § 3 Satz 2 ArbZG ist in Ausnahmefällen eine Ausdehnung auf werktäglich 10 Stunden jederzeit zulässig. Voraussetzung ist aber, dass innerhalb eines sog. Ausgleichszeitraumes von sechs Monaten oder 24 Wochen ein Durchschnitt von acht Stunden werktäglich erreicht wird. Die Einhaltung der Regelungen wird von der Gewerbeaufsicht, auch auf Anfrage, kontrolliert und ist mit Ordnungs- und Strafvorschriften bewehrt.

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