Vertrag Fotos

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6 Antworten

Üblicherweise gelten bei einem Portraitauftrag die ABG des Fotografen bzw. die gesetzlichen Bestimmungen des BGB über Werklieferungsverträge.

Demnach bleibt dir das Recht an der Verwendung der Aufnahmen und dem Fotografen das Recht der Urheberschaft.

Sofern nicht anders vereinbart, darf er es ohne deine Zustimmung werder als Werbung (Schaufenster, Homepage) verwenden noch du es gewerblich nutzen.

Bei einem sog. TFP-Shooting gelten besondere Regeln: du bekommst kostenlose Aufnahmen, die der Fotograf im Gegenzug kostenlos verwenden darf.

Was ist das denn für ein Schwachsinn?

  1. TFP (Time for Prints) ist nichts anderes als eine Honorarform - daraus lassen sich grundsätzlich keinerlei Nutzungsrechte ableiten, weder für den Kunden, noch für den Fotografen. Hat der Fotograf keine Erlaubnis vom Kunde im Sinne von § 22 KunstUrhG dann darf er auch nicht veröffentlichen und das lässt sich aus der Form des Honorares keinesfalls ableiten.

  2. wiegt hier das Persönlichkeitsrecht des Fotografen aus dem Urheberrecht um einiges schwerer als die Vorschriften des BGB. Nutzungsrechte sind grundsätzlich frei verhandelbar solange sie nicht gegen die guten Sitten verstoßen

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Ja, natürlich, wenn ein Vertrag beschließt, dass weder Fotograf noch Model die Fotos kommerziell weiternutzen dürfen, dann müssen sich beide daran halten. Sonst darf man das einklagen. Meistens ist es aber so bei Privatfotoverträgen, dass der Fotograf die Fotos doch weitervermarkten darf (für Werbung) nur das Model nicht. Also Augen auf vor Fototermin, besser nochmal nachhaken! Da sind schon viele Models (auch professionelle) drauf reingefallen.

Wenn der Fotograf mit dir die Nutzungsrechte nach § 31 UrhG so vereinbart hat, dann müssen sich beide auch daran halten. Es ist dann weder dir noch dem Fotografen erlaubt, die Nutzung über das vereinbarte hinaus auszuführen.

Hierzu bedarf es auch keinem Notar - kaufe eine Hose bei Kik und du hast einen Vertrag abgeschlossen. Nutzungsrecht unterliegen gemeinhin der Vertrags- und Formfreiheit, sind also frei verhandelbar - sie dürfen jedoch nicht gegen die guten Sitten verstoßen und eine Vertragspartei besonderst beschweren oder erheblich benachteiligen.

Wenn Nutzungsrechte vereinbart wurden - bestenfalls schriftlich - dann sind diese auch bindend, es sei denn sie werden vom Urheber zurück gezogen - was dich aber wiederum in die Position nimmt die Vergütung neu zu verhandeln.

Jetzt geht es noch darum, wie " weiter zu vermarkten " näher zu verstehen ist. Dazu müsste man jetzt die ursprüngliche Vereinbarung kennen - da die Sache aber wohl scheinbar schon vor Gericht ist, wird dies nun der Richter erledigen und entscheiden, was die Vereinbarung letztendlich hergibt und was zulässig oder schon unzulässig ist

(Quelle: freiberuflicher Fotograf seit 22 Jahren...)

nein, das ist noch nicht vor gericht, die sind noch nicht einmal gemacht. ich wollte es nur vorher wissen, bevor ich irgendwo hineinrutsche. :D

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ist dein mietvertrag gültig oder muss da nen notar bei sein?

sind die kaufverträge, die du täglich schließt ohne notar gültig?

ja er ist gültig, außer du schreibst da rein, wenn er es tut, wird er dein sklave oder muss dir ne niere spenden, das wäre dann nicht gültig

Wenn dieser Vertrag schriftlich ist, ist er auch vor Gericht gültig!

Wenn Du einen Neuwagen vom Händler kaufst, machst Du ja auch keinen Vertrag beim Notar, dennoch ist der dann gültig (wenn keine Formfehler drin sind etc.)

ja aber mit Büchern und Texten ist das ja z.b. auch nicht so einfach. Und ich wusste jetzt nicht worunter bilder fallen

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