Verträgt ein Kind die Wahrheit über ein verstorbenes Haustier?

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33 Antworten

Aus Erinnerung an eigene Kindheitserlebnisse kann ich sagen, dass ich mit der Wahrheit die Gelegenheit zur Trauer hatte und so bald mit dem Verlust fertig werden konnte.
In Ungewissheit gelassen zu werden, "weggelaufen", das lässt die Sache nie zum Abschluss kommen. Die Phantasie und die Sorgen kommen nicht zur Ruhe: Geht's dem Tier gut? Leidet es? Ist es eingesperrt? Ist es verletzt? Noch nach Wochen bin ich rufend herumgelaufen und habe gesucht. Außerdem war ich verunsichert, weil machmal der flüchtige Verdacht aufkam, dass mir nicht die Wahrheit gesagt worden war. Die Sache war weit belastender und kam nicht zum Abschluss.

Meinen eigenen Kindern habe ich daraufhin natürlich keine Lügen zugemutet. Wir hatten bereichernde Gespräche über Leben und Sterben. Auch Trauer ist eine wichtige Erfahrung, die Kinder machen müssen. Sie wurden durchweg ohne weiteres damit fertig. Die Zeit der Trauer muss man ihnen zugestehen und auch selbst aushalten.

Unbedingt die Wahrheit sagen und die Kinder mit einbeziehen in Krankheit und Sterben ihrer Lieblinge!

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Man sollte unbedingt die Wahrheit sagen, halt kindgerecht aufbereitet und dann sich den Fragen des Kindes stellen und auch da ehrlich sein. Kinder, die nicht unterschätzt werden, entwickeln sich wesentlich besser, meine Erfahrung.

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Naja, kommt natürlich auch auf das Alter des Kindes an, wie man nem Kind sowas sagt... Grundsätzlich bin ich aber immer für die Wahrheit.

Wenn das Kind noch sehr jung ist, kann man ihm sagen, das Tier ist jetzt im Himmel. Dann beerdigt man den Körper des Tieres noch im Garten oder so (So lernt es meiner Meinung nach den Wert des Tieres auch besser zu schätzen... Besser als wenn es in den Müll geschmissen wird o.Ä...)

Bei einem älteren Kind kann man schon das Wort "gestorben" verwenden, das wird es verstehen.

Man kann dem Kind ja sagen, dass man mit ihm zusammen ein neues Haustier adoptiert, wenn es soweit ist.

Ich hatte mal nen Bekannten, der hat seinen Kindern immer zu Weihnachten (da wurde der Hase geschlachtet und gegessen) gesagt, dass der Hase in den Urlaub gefahren ist... Als dann wieder ein neuer (jüngerer) da war, sagte er, der Hase hat Sport gemacht und abgenommen im Urlaub... Sowas find ich ganz schlimm :P

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Kommentar von Typausulm
30.10.2015, 13:39

Das ist krank!

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Kommentar von Typausulm
30.10.2015, 13:39

Das mit dem Urlaub und dem Hasen

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Kommentar von Deamonia
30.10.2015, 14:35

Boar ist das pervers! 

Kinder werden doch auch mal älter, und kapieren dann was Sache ist... Ich glaub ich würde in dem Fall schön den Festtagstisch vollk*tzen, und danach monatelang nicht mehr mit meinen Eltern reden o.O 

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Die Wahrheit wird irgendwann sowieso rauskommen. Und dann ist es für das Kind noch schlimmer. Kommt doch noch die Enttäuschung dazu von den Eltern belogen worden zu sein.

Und bis zu einem gewissen Alter ist für KInder eh beides gleich schlimm: Der Liebling ist weg.

Gut beim weglaufen besteht die HOffunung das das Tier wiederkommt. Die aber wird auch enttäuscht werden.

Also die Wahrheit sagen. Das Kind wird je nach Temprament still weinen oder toben. Aber es hat die Wahrheit verdient.

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Wir mussten gestern unsere alte 18jährige Katze Mausi einschläfern lassen. Unsere Tochter ist sehr gut damit zurecht gekommen. Ich habe ihr den Grund erklärt. Ich durfte Mausi wieder mit nach Hause nehmen und so konnte sich unsere Tochter von ihr verabschieden und hat ihr noch ein Kuscheltier mit in die Kiste gegeben. Sie ist jetzt in unseren Garten begraben und hat einen kleinen Grabstelle. Der Tod gehört mit zum Leben und das müssen Kinder auch lernen. Natürlich nicht zwingend auf die harte Tour...

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Lieber sagen, dass es im Himmel ist, sonst ist das Kind zu sehr vom Haustier enttäuscht das es einfach so weggelaufen ist weil es keine Lust mehr hatte oder ähnliches

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Die Wahrheit,ich bin selbst ein Kind und haben Haustiere,zwar wäre ich trauriger bei der Wahrheit,aber wenn ich dann irgendwann doch rausfinden würde dass es gestorben dann wäre ich nicht nur endgültig wegen dem Tier traurig,sondern ich wäre auch von meinen Eltern enttäuscht das sie mir nicht die Wahrheit gesagt haben! :( Und außerdem würde ich mir dann auch Wochen-Monte lang "sorgen" um das Tier machen...man kann ja erklären dass das Tier jetzt im Himmel ist ein Wunderschönes Leben führt und dem Kind immer zuschaut und da ist...LG ;-)

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Hallo,
Ist ein schweres Thema gehört aber wie die Geburt zum Leben dazu. Bei uns ist auch der Hamster meiner Tochter gestorben man sollte es behutsam angehen. Dem Kind erklären das das Tier jetzt im Himmel ist und keine Schmerzen mehr hat. Es von ober herabschaut und es ihm dort gut geht. Ich empfinde das gerade dieses Thema nicht tabuisiert werden darf. Es ist nur wichtig dem Kind es dem alter entsprechend zu erklären.

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Die Elternlüge "Das Tier ist weggelaufen" ist das schlimmste was man machen kann! Das Kind glaubt dann, das das geliebte Tier nicht mehr bei einem sein wollte, und weggelaufen ist, weil es einen nicht "mochte" 

Ich habe beides erlebt, einmal wurde mir erzählt, mein Hamster sei weggelaufen, und weist du was ich gemacht habe? Ich habe Wochenlang alles abgesucht! Ich habe alle Schränke, in der ganzen Wohnung komplett ausgeräumt, ich habe das komplette Treppenhaus und alle Keller in die ich rein kam durchsucht, bei den anderen Kellern habe ich von draußen durchwühlt was ging. 

Ich bin jeden Tag in den umliegenden Straßen rumgelaufen, und habe nach ihm gerufen.

Ich bin sogar aufs Dach geklettert, um die Regenrinnen abzusuchen.

Jedes kleine kratzen oder knarzen in der Nacht hat mich aufgeschreckt, und ich bin mit Taschenlampe durch die Wohnung gerannt, weil ich dachte mein kleiner ist wieder da. 

Außerdem habe ich jeden Tag rotz und Wasser geheult, weil mein geliebter Hamster mich gehasst hat und offenbar todunglücklich war - denn warum hätte er sonst weglaufen sollen? 

Nach Wochen hat mein Bruder mich dann aufgeklärt was wirklich passiert ist, und ich war unglaublich erleichtert, aber stocksauer auf meine Mutter! Ich habe die nächsten Wochen echt nur das nötigste mit ihr geredet, und werde heute noch wütend wenn ich daran denke!!! 

Das schlimmste war, das sie mir danach nicht sagen wollten, wo sie ihn begraben hatten (Schätze mittlerweile, er  kam in den Müll) so das ich nirgendwo einen Ort zum trauern hatte...

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Kommentar von Deamonia
30.10.2015, 14:32

Nachtrag: Das Erlebnis mit dem Hamster war übrigens so prägend für mich, das ich heute noch nicht mit dem Tod umgehen kann, und allein bei dem Gedanken an den Tod weinen muss. 

Auch beim schreiben der Antwort kamen mir wieder die tränen, was zeigt, wie sehr einen so eine bescheuerte Lüge fertig machen kann - auch noch 22 Jahre später...

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Kommentar von ShinyShadow
30.10.2015, 14:43

Das ist ja wirklich schrecklich...

Ich muss sagen... So als Jugendliche haben wir auch mal unseren Familienhamster im Müll entsorgt... (ja, er hatte es gut bei uns, und wir mochten ihn sehr... nur hatten wir eben keinen Garten und ja... in dem Alter ist das nicht mehr ganz soo wichtig...) aber für ein Kind ist ja sowas exrtem schrecklich!! Das tut mir leid für dich... Auch noch Jahre später...

Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie meinen Wellensittich damals (als ich 8 war) in eine Kiste gemacht haben und diese mir gegeben... Ich musste ihn nicht tot sehen, durfte ihn aber beerdigen... Das war für mich ein sehr wichtiger Schritt in dem Trauerprozess...

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Die Wahrheit, vielleicht kindgerecht verpackt, aber die Wahrheit. Kinder haben Haustiere auch um Verantwortung zu übernehmen. Auch der Tod gehört zu einem Tier und zum Leben dazu und das muss ein Kind lernen. Natürlich wird es weh tun, aber Kinder sollten das lieber früh als zu spät oder gar nicht lernen. Wenn irgendwann ein Freund oder ein Familienmitglied stirbt (Gott bewahre!), dann kann man dem Kind auch keine Geschichten auftischen, aber man kann es an das Thema "Tod" durch den Tod eines Haustieres heranführen. :)

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Ich bin für die Wahrheit. Ein Kind muss doch sowieso lernen dass es so etwas wie Tod gibt. Und ausserdem kommt es doch schlecht wenn das Kind merkt dass es belogen wurde..

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ich pländiere immer, die Wahrheit zu sagen. denn. wen man ein Tier kauft, ist das Thema Tod ja da. kinder können die Wahrheit verkraften.

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Ich wurde als Kind oft angelogen, dass Tier sei weggelaufen. Hat mich viel mehr fertig gemacht, als wenn es gestorben wäre. Ich habe mir dann ewig Sorgen gemacht, wie es ihm geht und tagelang gesucht um es wieder zu finden. Wenn jedoch ein Tier gestorben ist, habe ich genau so geweint, wie wenn es weggelaufen wäre. Aber so konnte ich mit der Sache abschließen und habe mir dann vorgestellt, wie es in einem Himmel für Tiere lebt und mit ihm geredet. Also bitte, erzählt den Kindern keine Lügen, sie kommen mit der Wahrheit oft besser zurecht. Und irgendwann müssen sie es lernen. Wenn außerdem irgendwann die Wahrheit herauskommt... Ich bin deswegen heute noch sauer auf meine Familie.

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Kommentar von Deamonia
30.10.2015, 14:28

VOLLKOMMEN RICHTIG!!! 

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Kommt darauf an wie alt das Kind ist? Grundsätzlich müssen auch Kinder lernen mit Tod umzugehen, "schwindeln" finde ich in dem Fall keine gute Idee.

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Mit 10 hatte ich mal ein zwergkanninchen das ist im gestorben als ich und meine Eltern gerade in Australien im Uralub waren, der Nachbar hat sofort angerufen und im Garten beerdingt. Ich war traurig, habe es aber verkraftet und dennoch einen schönen Urlaub gehabt.

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Als ich 8 war, ist mein Kaninchen gestorben, es musste eingeschläfert werden.

Nachdem mir meine Eltern davon erzählt haben, haben sie mir die kleine Pappbox gezeigt, in der sie lag. Ich hab sie nochmal gestreichelt und am nächsten Tag haben wir sie im Garten beerdigt, ich habe ein kleines Kreuz gemacht und mich um das Grab gekümmert.

Ich denke, es ist wesentlich besser, einem Kind die Wahrheit so beizubringen, und ihm das Tier vllt nochmal "zu zeigen" (ja nach Situation..) und es dann gemeinsam zu beerdigen.

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Lass das Kind mal Avatar (auf Pandora, von James) schauen. Dort ist ein netter Spruch drinn:
"Jede Energie ist nur geliehen, irgendwann müssen wir sie zurück geben"
(zudem ist der Film toll :D )
Aber ich würde jetzt keine Lügen auftischen (weglaufen etc.), wenn dann reinen Tisch machen und evtl netter ausdrücken ^^

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Kommentar von sleepy55
30.10.2015, 18:24

Der Spuch ist gut, aber ich denke für Kinder schwer verständlich. Warum hat der Hund sich Energie geliehen und soll sie zurückgeben?

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Es kommt immer drauf an, wie alt das Kind ist und wie man es dem Kind am besten erklärt.

Auch ein Kind sollte lernen das zum Leben auch der Tod gehört, alles hat einen Anfang und ein Ende.

Es kann ja auch mal sein, das ein Mensch stirbt, dann muss man es ihm auch erklären.

Man sollte aber auf eine Altersgerechte Erklärung achten.

LG Pummelweib :-)

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Mal eine Gegenfrage: Was machst du denn, wenn das Kind das tote Tier selber findet?! Das mit dem Weglaufen ist doch Blödsinn. Jedes Kind muß schließlich auch lernen mit Tod und auch der Trauer umzugehen, wenn Oma stirbt, kann man ja auch nicht sagen, die wäre "weggelaufen". Lügen führt nur dazu, daß das Kind später auch nicht mit Tod und Verlassen umgehen kann, weil es das nie gelernt hat. Haustiere können da sehr gut zeigen, daß zum Leben auch der Tod gehört. Natürlich muß man dem Kind das Thema altersentsprechend vermitteln.

Ich hatte übrigens als Kind immer Haustiere, und ja, irgendwann sind die auch verstorben und ich habe es auch verkraftet. 

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Kommentar von Deamonia
30.10.2015, 14:37

Lügen führt nur dazu, daß das Kind später auch nicht mit Tod und Verlassen umgehen kann, weil es das nie gelernt hat.

Wie wahr, genau DAS ist mein Problem :(

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es ist nur die Frage wie, stehst du zu dem Kind, ansonsten nur die Wahrheit, es spielt auch dein alter, ob du es kannst ?

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