Vertikale und horizontale Wettbewerbsbeschränkungen + GWB unterscheidung?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Vertikale Wettbewerbsbeschränkung:

Stell dir vor, ein Warenhersteller schreibt dem Einzelhändler einen Preis vor, die er vom Endverbraucher zu fordern habe. Das beschränkt natürlich den Wettbewerb im Sinne des § 1 GWB.

Wenn aber der Verkaufspreis bei allen Einzelhändlern der selbe ist, haben sie  keinen Preiswettbewerb mit den anderen Händlern (darum weniger schädlich).

Andererseits würden alle die gleichen Gewinne machen, wenn der Verkaufspreis festgeschrieben ist. Der Gewinn kann in einem solchen Fall nur dadurch gesteigert werden, dass man effektiver arbeitet. Es findet sozusagen ein Wettbewerb der Effektivität statt, der aber natürliche Grenzen hat (Bsp. geringere Löhne).

Unterschied der Rechtssprechung

Das ist so ungefähr wie der Unterschied zwischen Mord und Totschlag. Der Zustand des Opfers ist der selbe. Allerdings sieht die Rechtsprechung meines Erachtens zu Recht die horizontale Wettbewerbsbeschränkung als das schlimmere Übel an, weshalb es hier auch drastischere Strafen zur Folge hat.

Hintergrund hierfür ist, dass im Beispiel der vertikalen Wettbewerbsbeschränkung vor allem die Einzelhändler primär betroffen sind und die Konsumenten nur geringfügig sekundär. Beim der horizontalen Wettbewerbsbeschränkung indessen sind die Konsumenten zum einen primär betroffen (z. B. durch abgesprochene höhere Preise) und trifft es natürlich auch mehr Konsumenten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TonTon123987
06.02.2017, 13:50

Vielen Dank das hat mir sehr geholfen! Sternchen kommt :D

1

Für den Stern

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?