Verteidigen Verteidiger auch wenn ihre Mandanten wirklich schuldig sind?

8 Antworten

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na klar, so verdienen Anwälte ihr Geld. Der Anwalt versucht Gegenbeweise zu finden, sodaß sein Klient freigesprochen wird. Es gilt immer noch "im Zweifel für den Angeklagten".Der Anwalt muß alles genau wissen, damit er nötige Schritte einleiten kann, wenn man seinen eigenen Anwalt belügen würde, geht das Verfahren sicher in die Hose. Dem Anwalt ist das egal, ob der Klient jetzt schuldig oder nicht schuldig ist. Wichtig ist, daß sein Klient unschuldig gesprochen wird.

(im Recht sein heißt noch lange nicht auch Recht bekommen) g.

Aber das kann man doch nicht verantworten, ein Mörder wird freigesprochen obwohl er schuldig ist, das ist nicht fair!

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@tekfreak86

das kommt aber selten vor, daß ein Mörder freigesprochen wird. Die Staatsanwaltschaft und die Kripo tun alles, damit der Mörder im Gefägnis landet. Die sammeln viele Beweise gegen den Schuldigen. Wenn es der Richtige (Schuldige) ist.

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Ja. Zum einen steht das Verhältnis Anwalt - Mandant unter besonderem Schutz (d.h. auch wenn der Angeklagte dem Verteidiger die Tat gesteht, darf dieser nicht vor Gericht dazu aussagen). Zum anderen gehört es zu den Beufspflichten eines Anwalts, seinen Mandanten bestmöglich zu verteidigen, d.h. er muß eine mangelnde Beweislage der Gegenseite ausnutzen, um ein günstigeres Urteil zu erreichen.

Merke: Nicht der Angeklagte muß seine Unschuld beweisen, der Kläger hat die Schuld des Angeklagten zu beweisen.

Klar, genau DAS unterscheidet ja normale, von Spitzenanwälten - die dann auch massig Kohle bekommen. Das ist traurig, aber so ist es num einmal.

Der Verteidiger wird IMMER versuchen das bestmöglichste Ergebnis für seinen Klienten zu bekommen - und ob das realistisch ist, checkt er anhand der Beweise ab. Ob der Klient schuldig oder unschldig ist, interessiert ihn selten...

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