Versuchte Tötung , Messerstiche ,Wie lange haft etc?

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10 Antworten

Derartige Fragen sind immer nur sehr schwierig zu beantworten, da das konkrete Strafmaß von sehr vielen Umständen abhängt (z.B. Anzahl der Vorstrafen, Reue, Entschuldigung vor Gericht, Folgen der Tat, etc.).

Person A wird man in jedem Fall einen versuchten Totschlag (§ 212 StGB) sowie eine gefährliche Körperverletung (§ 224 StGB) vorwerfen. Die gefährliche Körperverletzung hat einen Strafrahmen von sechs Monaten bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe.

Beim versuchten Totschlag sieht das Gesetz eine Mindeststrafe von zwei Jahren vor (§ 49 Abs. 1 StGB). Allerdings gibt es hier auch die Möglichkeit, dass die Person A diesbezüglich sogar straflos bleibt, wenn sie freiwillig von dem Versuch der Tat zurückgetreten ist (§ 24 StGB).

Gegen Person A wird Haftbefehl gem. §§ 112, 114 StPO erlassen werden, soweit auch nur im entferntesten damit zu rechnen ist, dass er fliehen oder die Zeugen der Tat irgendwie beeinflussen wird. Grundsätzlich soll gem. § 121 StPO innerhalb von sechs Monaten ab Erlass des Haftbefehls ein Urteil ergehen.

Person B sollte sich dem Verfahren gem. § 395 StPO als Nebenkläger anschließen. Die hierfür nötige Erklärung ist schriftlich bei dem zuständigen Gericht einzureichen. Durch die Nebenklage hat Person B wesentlich weitreichendere Rechte, als wenn sie nur als Zeuge vor Gericht auftreten würde. Auf Antrag wird dem Nebenkläger ein Rechtsbeistand auch beigeordnet, sodass dieser für ihn kostenlos ist (§ 397a StPO).

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Person A hat gegen die Bewährungsauflagen verstoßen, daher ist die Aussetzung der Strafe auf Bewährung hinfällig. Ob die Messerattacke als schwere Körperverletzung oder als Mordversuch gewertet wird (wahrscheinlich letzteres), wird das Gerichtsverfahren ergeben. Auf jeden Fall wandert Person A für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Person B braucht keinen Anwalt, da es sich um ein Offizialdelikt handelt und der Staatsanwalt die Anklage vertritt. Er kann sich aber wohl dem Verfahren als Privatkläger anschließen und Schmerzensgeld, Verdienstausfall etc. einfordern. In diesem Fall wäre ein Anwalt zweckmäßig.

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Kommentar von oiuztrewq123
19.11.2016, 01:48

Vielen Dank für die Hilfreiche Antwort! Es wurde Bestätigt von der Kripo dass es sich um eine Versuchte Tötung handelt; also Versuchter Mord Zusätzlich gibt es noch Video als Beweismaterial. Macht es viel aus dass Person B , Person A auch einwenig Beleidigt hat oder dass sich der Täter provoziert Gefühlt hat? Oder macht es nichts aus ?

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Kommentar von Herb3472
19.11.2016, 01:50

Das kann ich nicht sagen, ich glaube aber nicht, dass es was ausmacht.

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Kommentar von wfwbinder
19.11.2016, 06:38

 oder als Mordversuch gewertet wird (wahrscheinlich letzteres), wird das Gerichtsverfahren ergeben.

Da die beiden vorher gestritten haben, war das Opfer nicht arglos. Daher versuchter Totschlag, § 212 StGB.

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Kommentar von Herb3472
19.11.2016, 06:49

@wfwbinder: ich denke, das sollten wir doch eher dem Gerichtsverfahren überlassen. Spekulationen bringen nichts.

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1. Es gibt keine Bewährungsfristen von 6-7 Jahren, die längste ist 5 Jahre.

2. Nach der geschilderten Situation wäre es versuchter Totschlag § 212 StGB, Freiheitsstrafe 5-15 Jahre, in besonders schweren Fällen lebenslänglich.

3. Der Verteidiger würde wegen des vorausgegangen Streits versuchen es auf § 213 StGB, minderschwerer Fall, Mindeststrafe 1 Jahr zu bekommen.

4. Wegen des zu erwartenden Strafmaßes ist Untersuchungshaft zu verhängen.

5. Bis zum Termin kann es bis zu 6 Monate dauern.

6. Person B kann auch ohne Anwalt sich zum Nebenkläger bestellen lassen.

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Kommentar von uni1234
19.11.2016, 09:06

Es kann bis zum Termin auch deutlich länger dauern. Dann müsste das allerdings dem OLG einmal vorgelegt werden.

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würde bis die verhandlungen fertig sind in haft bleiben, da gefahr für die allgemeinheit.

je nach schwere des vergehens, da vorbestraft  - etwa 10-12 jahre haft - vermutlich anschliessend sicherheitsverwahrung.

das opfer tritt als nebenkläger auf - selbstverständlich mit hilfe eines anwalts. hauptkläger ist der staat.

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Wenn Person A gezielt zusticht ist es nicht aus einem Effekt (Notwehr) sondern versuchter Totschlag. Als erstes wird der Geiste Zustand untersucht und dan entscheidet sich ob Untersuchungshaft oder Psychiatrische Klinik
.Doch auf keinen Fall auf freien Fuß nach meinem rechtsempfinden

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Kommentar von oiuztrewq123
19.11.2016, 01:26

Phsychich ist Person A Stabil. Ob er auf Phsychich labil SPIELEN wird weiß ich nicht aber ich denke nicht dass der Richter etc Dumm ist und das nicht merkt.

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Update: Vielleicht wäre es noch hilfreich zu erwähnen dass Täter den Opfer nach dem Einstechen noch hinterher gerannt ist...

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Person A bleibt bis zum Prozess in Haft ! Person B braucht einen Anwalt da bei uns jeder bei Gericht nen Anwalt braucht ! Wer sich keinen Anwalt leisten kann bekommt einen Pflichtverteidiger !  Es kommt schnell zu einem Prozesstermin da ja in deinem Fall der Täter schon feststeht !

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Kommentar von oiuztrewq123
19.11.2016, 01:21

Also bekommt man nicht Automatisch einen Anwalt ? Man müsste dann einen Termin vereinbaren und einen Gespräch führen und dieser könnte dann eventuell Hilfe leisten ? Danke für die Antwort

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Kommentar von uni1234
19.11.2016, 09:09

Spar dir doch mal die Ausrufezeichen und versuche es stattdessen mal mit inhaltlich korrekten Antworten!!!!!!!!!!!!!

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6 -7 Jahre auf Bewährung gibt es nicht.

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Kommentar von oiuztrewq123
19.11.2016, 01:10

**Ungefähr - Aufjedenfall über 5 Jahre

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Kommentar von oiuztrewq123
19.11.2016, 01:17

Person A hat aufjedenfall 5 oder mehr als 5 Bewährungsstrafe (ich weiss es leider nicht genau)

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Also für Person A wird sehr lange das Tages Licht nicht mehr sehen in erwarten ungefähr 13 Jahre Haft plus U Haft und anschließend Strafhaft. Anwälte bekommen A  und B automatisch falls die nicht aufkommen können.

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Kommentar von SeelenOnkel
19.11.2016, 02:15

Bei Verbrechen (Mindeststrafe 1 Jahr) u. Unterbringungsverfahren kriegt man einen Pflichtverteidiger.

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Kommentar von uni1234
19.11.2016, 09:10

Wie bitte kommst Du auf 13 Jahre?!? Und was soll "anschließend Strafhaft" sein?

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Kommentar von Alanbar33
19.11.2016, 09:17

Strafhaft kommt er nach dem Gericht wenn er verurteilt wird .u Haft , Gericht dann Strafhaft ( bedeutet Strafe absitzen

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