Versuchte gefährliche körperverletzung und wiederstand gegen polizeivollzugsbeamte?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Du stellst es gerade als eine Art Notwehr dar, allerdings vergißt Du zu erwähnen, was es für ein Messer war. Wenn das Führen eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat darstellt, ist Notwehr nicht mehr anwendbar. Die Verhältnismäßigkeit könnte ein guter Anwalt aber  ggf. glaubhaft vermitteln, falls es ein zum Führen zugelassenes Messer gewesen sein sollte, was eher zu bezweifeln steht. Bei Einstufung als Waffe ist erst ein Führen (Führen heißt, etwas abseits des Gesetzes erklärt, es im weiteren Sinne, also ohne zusätzliche Zugriffssicherung, griffbereit in der Öffentlichkeit dabei zu haben, öffentlich war es allemal) ab 18 zulässig, sofern nicht schon der Besitz verboten ist, was auch zu berücksichtigen wäre.

Schon das rechtswidrige Mitführen beinhaltet Vorsatz zur Verwendung der Waffe, was eine Umkehrung der bei § 32 StGB (Notwehr) geforderten Kausalität darstellt.

Damit ist aufgrund der Ausführungen, zumal bei Jugendstrafrecht eh problematisch, jegliche Prognose vollends unmöglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PolluxHH
04.02.2017, 10:47

Ich lese gerade "nicht verbotene Waffe". Okay, dennoch ist fraglich, ob eine Notwehrsituation bestand, denn da ist erforderlich, daß die die Notwehr begründende, gegenwärtige Gefahr nicht durch eine eigenes widerrechtliches Verhalten hervorgerufen wurde. Letztlich bleibt hier damit versuchte gefährliche Körperverletzung bestehen, Widerstand gegen die Staatsgewalt ist unstrittig gegeben. Der Umstand, daß Du niemanden mit dem Messer verletzt hast, findet schon im Wort "versucht" Berücksichtigung, denn mit der Benutzung des Messers in der Situation hast Du eine Verletzung anderer mit dem Messer billigend in Kauf genommen, das reicht.

Der Rest hängt dann zu einem großen Teil vom sozialen Umfeld, dem Elternhaus, Prognosen, eigenes Verhalten, Einsichtigkeit / Reue, ggf. schon bestehende Vorstrafen etc. ab, aber ohne Vorstrafen ist eher keine Strafe zu erwarten, die Eingang in das Führungszeugnis fände.

0

Die Frage zum Urteil lässt sich nicht beantworten - zu viele Faktoren müssen dafür berücksichtigt werden: Situation der Straftat/en, Vorstrafen, soziales Umfeld, Sozialprognose, Dein Verhalten vor Gericht, Gutachten der Jugendgerichtshilfe usw. usw.

Da ist von Sozialstunden bis Arrest alles drin. Solltest du zu ein Urteil mit bis zu 90 Sozialstunden bekommen, hast du Glück - dann erscheint es nicht im Führungszeugnis (sofern es noch leer ist. Gibt es bereits Eintragungen, wird auch dieses Urteil dort eingetragen werden).

Das Urteil kann auch mit mehreren Faktoren / Auflagen kombiniert werden (z. B. Arrest + Sozialstunden)


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was du bekommst, mußt du abwarten, kommt in erster Linie auf den Richter an.

Bilder sehe ich keine!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Xanash
04.02.2017, 09:50

Ja  die haben iwie nicht geladen aber hab dich Seite jetzt in die Kommentare geschickt 

1

krasse geschichte aber ich kann dazu nicht sagen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Wonnepoppen
04.02.2017, 09:46

nichts für ungut, aber warum antwortest du dann?

0

Was möchtest Du wissen?