Versucht die Politik alles gleich zu machen?

8 Antworten

Nein, das gibt es nur in autoritären Ländern. Dort wird "homosexuelle Propaganda" verboten oder nur Migranten erwünscht, die sich zu 100 % anpassen.

In liberalen und rechtsstaatlichen Demokratien geht es um eine pluralistische Gesellschaft. Nur soll es gleiche Rechte für alle Menschen geben.

Warum sollten vor der Politik, vor dem Gesetz und zb. vorm Arbeitgeber auch dahingehend Unterschiede gemacht werden?

Eine faire Gleichbehandlung aller Mitglieder unserer Gesellschaft hat selbstverständlich oberstes Ziel von Regierungsparteien und Opposition zu sein.

Ja nur kapieren die nicht das Gleichbehandlung nicht fair ist. Da nicht alle Menschen gleich sind, ist eine gleichbehandlung aller höchst unfair.

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@Eromzak
Da nicht alle Menschen gleich sind

Welche Andersbehandlung haben denn welche Menschen deiner Meinung nach "verdient"?

Alle gesunden Menschen sind relativ gleich in Intelligenz und den für denn Alltag wichtigen Eigenschaften. Sie haben die gleichen Organe in sich und brauchen alle Geld um in unserer Gesellschaft zu überleben.

Worin also siehst du Unterschiede, die von der Politik übergangen werden?

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@FresherKnilch

Menschen sind garnicht gleich in Intelligenz. Der Schnitt beim IQ beispielsweise liegt ja bei 100 - um die 100 sind auch die meisten. Aber es gibt haufenweiße Leute die wertvoll für die Gesellschaft sind und bei nem 80er liegen, die gleichen halt die aus die bei ner 120 liegen - die sind dann nur anders Wertvoll. Das Problem ist schon die einteilung in arbeit A ist mehr wert als B.

Aber gut anderes Beispiel: Arbeitslosengeld oder sonstige Sozialleistungen. Männer brauchen meist mehr Kalorien pro Tag als Frauen. Bekommen aber die selbe Leistung - dabei müssten Männer (oder große Frauen) mehr zwecks versorgung erhalten als Frauen (oder kleine Männer) weil diese höhere Unkosten haben, das fängt bei Essen an, geht über Kleidung und so weiter. Das ist eins der Beispiele wo Gleichheit eben nicht fair sondenr unfair ist.

Mehrwertsteuer ist auch so ein Thema oder besteuerung von Aktiengeschäften, und und und - da kannste wirklich unglaublich viele Dinge aufführen.

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@Eromzak
Menschen sind garnicht gleich in Intelligenz.

Ich schrieb "relativ" gleich. Welchen Unterschied sollte das in der Behandlung durch den Staat machen, wenn einer 10 Punkte mehr zu bieten hat?

Das Problem ist schon die einteilung in arbeit A ist mehr wert als B.

Das tut aber nicht der Staat, sondern wir, die Gesellschaft.

Männer brauchen meist mehr Kalorien pro Tag als Frauen.

Ja, rund 600kcal. Dafür müssen Frauen aber für Ihre Hygieneprodukte und oft auch Verhütungsmittel aufkommen. Da fragt auch keiner nach "Fairness".

Das ist eins der Beispiele wo Gleichheit eben nicht fair sondenr unfair ist.

Das ist doch wohl ein Witz.

Die durchschnittlichen Kosten pro 100 kcal belaufen sich auf 0,02 Euro.

https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2013/03_13/EU03_2013_M132_M137___d30_d35.qxd.pdf

Der finanzielle Unterschied zwischen Mann und Frau beträgt im Monat also 3,60€.

Dafür werden kleinere Menschen öfter Opfer von Mobbing, und können zb. nicht in der Armee und bestimmten anderen Berufen arbeiten. Das bedeutet nach deiner Betrachtungsweise ein wirtschaftlich generell schlechteres Leben, mit prozentual höherer Wahrscheinlichkeit auf Arbeitslosigkeit.

Das dürfte die fetten 40 Euro Jahresvorteil für einen kleinen Harz4 Empfänger wohl um ein Vielfaches auffressen.

Mehrwertsteuer ist auch so ein Thema oder besteuerung von Aktiengeschäften,

Da gebe ich dir Recht, das ist unverschämt, denn der Arbeiter zahlt mehr Steuern als der Aktionär auf seine Einkünfte.

Aber, das ist keine Ungleichbehandlung von Menschen, sondern von Einkommensarten. Im Prinzip kann ja jeder Mensch auf jede dieser Arten Einkommen erwerben, und daher herrscht dort eine Gleichbehandlung.

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@FresherKnilch

Nein eben nicht, nicht jeder kann auf jede Art einkommen erwerben, das weißt du aber selbst den das hast du ja 2 absätze vorher auch schon gesagt. Es liegt aber nicht nur daran das man vll zu klein ist, zu schlecht sieht, sondern manche sind auch einfach zu dumm. Ist halt eben so. Ein Mensch mit nem IQ80 wird i.d.r. nicht Mathematikprofessor, und jemand mit Knochenprobleme wird eher nicht bauarbeiter - auch wenn er das noch so sehr möchte.

Was die Kalorien angeht: das war ja nur ein Teil des Beispiels, ich bin ja auch nicht dafür das man Männern nur deswegen generell mehr geben sollte (du tust so als wäre das mein Punkt), Hygiene produkte sind auch ein Beispiel ja. Klamotten sind viel relevanter, ich bin bald 2 Meter, ich zahle deutlich mehr als meine Frau für Klamotten und co - und das sicher nicht weil ich irgend nen designer schranz kaufe. Da gehts z.b. auch um mehr als 3,60. Für mich wäre Hartz IV nicht stämmbar, vll auch ein Spezieller Fall, ich bin auch nicht in der Situation, trotzdem finde ich das natürlich nicht fair, weil es ja auch nicht Fair ist. BTW - 40euro im Jahr ist ja "nichts" - für dich vll , für mich auch nicht. Aber für nen Hartzer ist das schon merkbar.

Ich sehe das übrigens überhaupt nicht so das das ein rein Gesellschaftliches Problem ist, gerade dadurch das man sowas wie Leiharbeit und co erlaubt (und via Arbeitsamt sogar fördert) drückt man ja Menschen in eine Unterbeschäfitung oder geringbezahlten Job, mit dem man aus dem Gesellschaftlichen Leben gerne mal ausfällt - eben weil man sich "mitgehen" nicht leisten kann oder von vornerein aufgrund der Arbeit keine achtung findet. Die Gesellschaft wurde ja aber nicht von alleine so. Vor 60 Jahren waren "einfache" Berufe viel höher im Gesellschaftlichen Kurs. Das hat sich nicht von ganz alleine gewandelt.

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@Eromzak
nicht jeder kann auf jede Art einkommen erwerben

In der Theorie natürlich. Niemandem ist verboten, einen solchen Weg einzuschlagen, keiner wird gezwungen, es zu tun.

Möchtest du, dass der Staat ausführlich bewertet, welche Chancen Dieser gehabt, und Jener ungenutzt lies? Dir muss doch klar sein, dass eine solche Bewertung nicht möglich ist.

Ein Mensch mit nem IQ80 wird i.d.r. nicht Mathematikprofessor

Dafür hat der Bürger mit 80 Punkten aber auch nicht einen Großteil seines Lebens nahezu ohne eigenes Einkommen an seiner Ausbildung gearbeitet.

Hinzu kommt, dass dies ein marginales Problem ist, denn gerade einmal 0,12% der Deutschen im arbeitsfähigen Alter sind Professoren. Damit wäre den 3,8 Millionen Harz4 Empfängern wohl kaum eine Perspektive eröffnet.

Der Staat sorgt im Rahmen seiner Verantwortung für Gleichheit. Das ist seine Aufgabe. Es ist nicht seine Aufgabe, und auch gar nicht sein Recht, seine Leistungen gegenüber dem Bürger an dessen genetischer Veranlagung festzumachen.

Was machst du mit einem hochintelligenten Altenpfleger? Kriegt der jetzt mehr oder weniger Unterstützung?

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Wenn dir Chancen verwehrt bleiben, weil du andere Interessen, ein anderes unnormales Aussehen oder was auch immer hast - wie würdest du dich fühlen?

Das jeder die gleichen Chancen haben sollte ist im Grundgesetz verankert und solange es dieses Recht gibt, versuchen sich einige Politiker auch daran zu halten.

mhhh das nennt manleben ?

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@gAska

Solange es dich nicht selbst betrifft ist dir das also egal?

Man nennt auch Leben, weil man nie weiß was passiert. Wenn dir das in Zukunft passiert, was würdest du dann machen? Auch sagen "Ja das nennt man Leben" ?

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Chancengleichheit ist ein Ziel vieler Parteien. Nicht jeder Partei macht da mit, deswegen ist "die Politik" etwas zu offen gehalten. Aber ich sehe auch nichts falsches in Chancengleichkeit.

du findest also dass ein mexikaner die gleichne chancen haben soll wie ein detusche ?

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@gAska

Natürlich. Eine Staatsangehörigkeit macht einen Menschen nicht mehr oder weniger wertvoll. Deswegen steht ja auch im Grundgesetz die Würde des Menschen ist unantastbar, nicht die des Deutschen oder des Mexikaners sondern aller.

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