"versuchen" im religiösen Sinne

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Mit 'Gott versuchen' ist traditionell gemeint, dass man möglichst keine allzu riskanten Unternehmungen eingehen sollte. Man geht dabei von der Vorstellung aus, dass bei einem möglichen Scheitern, Gott in seiner Liebe und Freundlichkeit seine schützende Hand über den 'Leichtsinnigen' hält, so dass ihm kein Unglück zustößt. Wenn ein Mensch sich nun aber allzu oft auf die 'Wohltaten' Gottes verlässt, indem er sich völlig unnötig viel zu hohen Risiken aussetzt, dann könnte sich 'Gott versucht' fühlen, hier wie eine Art Missbrauch mit der Güte Gottes gesehen. Und das wiederum könnte zu einem Umkippen der Reaktion führen, wobei Gott den so agierenden Menschen dann auch scheitern lässt mit allen - vielleicht auch desaströsen - Folgen. -- Wenn man nun Gott nicht versuchen soll, so ist bei der Aufstellung eines auf Gott bezogenen Sinnspruchs immer auch gleich gefragt, ob das geforderte Verhalten auch bezogen auf den Mitmenschen gilt. Und dazu kann gesagt werden, dass auch Menschen, wenn sie sich unnötig zu Hilfeleistungen aufgefordert fühlen, dies ebenfalls als eine unredliche Ausbeutung betrachten und gleichfalls in eine Verweigerungshaltung wechseln, was für denjenigen, der sich auf die gewohnte Hilfestellung in unredlicher Weise verlassen hat, dann zum Scheitern führt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gott versuchen - Gott auf die Probe stellen, ob es ihn gibt. Ihm vorschreiben, wie er sich zu verhalten hat, damit ihn akzeptiert. Oder einen sehr gefährlichen Weg gehen, und dabei denken, dass Gott einen im Notfall schon rettet. Man kann dabei schwer auf die Nase fallen, weil Gott nicht unsere Notbremse ist, nicht unser Lückenbüßer und Erfüllungsgehilfe.

Menschen nicht in Versuchung führen - weil sie schwach und ohnmächtig sind. Es gibt ein (älteres) Buch von Werner Bergenguen, das die Problematik sehr gut beschreibt, Der Großtyrann und das Gericht. Der Großtyrann führt alle Menschen in Versuchung, und alle scheitern. http://de.wikipedia.org/wiki/DerGro%C3%9FtyrannunddasGericht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie ich es verstehe, heißt das hinsichtlich "Gott", "ihn" zu provozieren, herauszufordern, zu testen, zu examinieren.

Nun entsteht aber für mich die Frage:
Wieso wird in der Bibel, in Predigten, von Theologen usw.betont, dass man "ihn" nicht in Versuchung führen dürfe bzw. solle, wenn er sich doch angeblich gar nicht in Versuchung führen lässt??

Hinsichtlich des Menschen ist das ein normales Gebot des freundlichen und humanistischen Miteinanders - was aber eine genau so freundliche und harmlose Frotzelei untereinander nicht beständig und immer sofort als "Beleidigung" oder "Gotteslästerung" betrachtet werden sollte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sich von einer Klippe stürzen und meinen Gott würde einem dabei helfen wieder heil unten anzukommen ist Gott zu versuchen.

Einem anderen Menschen mit Absicht in eine Versuchung zu führen bei dem er schwach werden könnte und der Versuchung nachgeben könnte ist diesem auch gleichzusetzen und somit auch eine Sünde. (Wenn das z.B. eine Frau mit ihrem Mann macht um seine Loyalität unter die Probe zu stellen, dann ist sie selber schuld und sündigt tatsächlich)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man muss Gott nicht versuchen, richtig (5.Mose 6,16; Mt.4,7), aber man sollte auch Menschen nicht dazu bringen, etwas zu tun, was "Sünde" wäre (Lk.8,13; 1.Kor.10,13).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Versuchen = verleiten oder "in Versuchung führen"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das steht für "In Versuchung führen"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

nur wenn du etwas versuchst, kannst du reinfallen.

und da du die folgen selber zu tragen hast, weißt du anschließend:


was du hättest NICHT tun sollen.


in diesem sinne sind versuchungen richtig, da du durch sie lernst, das gute wertzuschätzen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

versuchen heißt hier in etwa herrausfordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?