Verstößt das gegen die guten Sitten?

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6 Antworten

Meine Frage jetzt: Verstößt das gegen die guten Sitten, oder gilt das als Einwilligung?

Wegen der erheblichen Gesundheitsgefährdung ohne sinnvollen und nachvollziehbaren Grund würde ich eine Sittenwidrigkeit der Tat bejahen. Auf die Wirksamkeit der Einwilligung kommt es dann nicht mehr an.

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Kommentar von jurafragen
05.02.2015, 18:25

Es kommt nicht darauf an, ob die Tat sittenwidrig ist, sondern darauf, ob die Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt.

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Solche Rechtsgeschäfte sind von beginn an nichtig.

Das wäre das gleiche, wenn einer dem anderen erlaub die Bank zu überfallen. Das schützt den vertragstreuen Bankräuber in keiner Weise vor den strafrechtlichen Konsequenzen und andererseits kann natürlich der vertraglich Berechtigte seine Forderung nicht einklagen.

Kurzum, wenn jemand trotz Einwilligung des anderen eine (hier auch noch vorsätzliche) Körperverletzung begeht, dann ist dies strafbar.

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Es fehlt meiner Einschätzung nach an einem Rechtsgeschäft. Die andere Person willigt lediglich in eine etwaige Körperverletzung ein, und das ist möglich, § 228 StGB.

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Kommentar von Lennister
05.02.2015, 18:38

Dass das nach §228 StGB möglich ist, ist mir klar. Der Paragraf definiert aber auch Grenzen der Einwilligung. Mich interessiert, ob diese hier überschritten werden.

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Da kann man ja noch von Glück sagen, dass der Schuldner nicht sein Einverständnis gegeben hat, sich umbringen zu lassen.

Hier wird schon deutlich, wie das zu werten ist. Es ist eine Körperverletzung!

Wenn das Opfer von anderen festgehalten wird, die Tat also gemeinschaftlich begangen wird, so ist es auch eine gefährliche Körperverletzung. Aus der Tatsache, dass das Opfer festgehalten werden muss, kann man auch sehen, dass es mit dem Einverständnis nicht weit her gewesen sein kann.

Sollte das Opfer darüber hinaus auch noch zeugungsunfähig werden, liegt sogar eine schwere Körperverletzung vor. Hier kann die vermeintliche Einwilligung lediglich dazu beitragen, dass die schwere Körperverletzung als minderschwerer Fall eingestuft wird, der immerhin auch mit mindestens sechs Monaten Freiheitsstrafe geahndet wird.

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Kommentar von Lennister
05.02.2015, 17:33

Dann bist du also der Meinung, dass die Einwilligung ungültig ist? Warum? Verstößt die Handlung gegen die Guten Sitten, oder ist der Einwilligende nicht einwilligungsfähig?

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Hallo.

Das ist einfach nur krank, nicht mehr und nicht weniger, einfach krank.

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Kommentar von Lennister
05.02.2015, 17:09

Stimmt. Mich interessiert jetzt aber, ob es auch strafbar ist, oder ob das als Einwilligung gilt.

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Es ist im Schadensfall Körperverletzung.

Was habt ihr manchmal nur für Mus im Hirn?

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Kommentar von Lennister
05.02.2015, 17:08

Warum "ihr"? Ich war daran nicht beteiligt. Und der Täter ist in meinen Augen sowieso ein Assi, also von daher ist ein "ihr" unangemessen.

Ansonsten: Ist es denn nun strafbar, oder nicht?

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Kommentar von Haglaz
05.02.2015, 18:12
Es ist im Schadensfall Körperverletzung.

Absoluter Unsinn. Körperverletzung ist ein Straftatbestand, der den objektiven und sujektiven Tatbestand, die Rechtswidrigkeit und Schuld voraussetzt.

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