Verstönd ihr Dütsche überhaupt Schwizerdütsch?

26 Antworten

Wer einige Zeit in Süddeutschland lebt, zusätzlich mit den diversen Dialekten einzelner südlicher Bundesländer zu tun hat, der hat es relativ einfach einen Schweizer zu verstehen (zumindest, wenn der Schweizer in normaler Geschwindigkeit spricht).

Zumindest machte ich damals mal diese Erfahrung. Okay, möglicherweise hatte diese Person sich zusätzlich Mühe gegeben deutlich zu sprechen. Aber bis auf manche Worte/ Satzfetzen war es für mich damals kein Problem zu vestehen und entsprechend in meiner Mundart (dialektfrei) zu antworten. 

Ich habe Freunde in Oberfelden Schweiz. Die sprechen ein sehr gutes Hochdeutsch, somit kann das, was du hier schreibst, als Schweizer Platt bezeichnet werden.

Das gibt es auch in DE in verschiedenen Regionen.

Ick heff di glickse saegt, der haett mit mie, huet noch watt vor?

So gesehen ist das nicht viel anders.

Du muesstetest deine erhaltenden Anworten ein bisschen interpretieren, das wuerde einen Dialog ungemein foerdern. Gruss, zetra.

"Schwizerdütsch"  ist ein völlig verblödeter "Soziolekt".

Wie bei jedem deutschen Soziolekt bzw Dialekt, verstehen Menschen die Schriftdeutsch, einen deutschen Soziolekt, oder einen deutschen Dialekt sprechen, manche von den verwendeten Wörtern, aber niemals alle. 

"alli Dütsche" gibt es auch nicht ...

Höre bitte auf mit Deinem dreckigen Schweizerdeutschen Soziolekt ... Du versaust damit die echten schweizerdeutschen Dialekte.

Es ist auch beim besten Willen nicht erforderlich, dass Menschen die keinen originalen Schweizerdeutschen-Dialekt sprechen, diesen verstehen, oder gar Nachäffen.

Menschen, die einen anderen deutschen Soziolekt oder deutschen Dialekt sprechen, können keinen anderen Dialekt/Soziolekt sprechen.

Auch Leute, die Schriftdeutsch als Muttersprache gelernt haben (wie ich zum Beispiel) können einen ECHTEN schweizerdeutschen Dialekt, nur dann sprechen, wenn sie sehr sprachbegabt sind und wenn sie Leute kennen, die einen echten schweizerdeutschen Dialekt sprechen.

Es gibt aber in der Schweiz fast keinen Menschen mehr, der einen reinen, echten Dialekt spricht .. ich kann zum Beispiel nur deshalb Baslerdeutsch, weil ich das im Theater gelernt habe.

Ein echter deutscher Dialekt, insbesondere ein echter allemanischer (schweizer) deutscher Dialekt ist auch eine spezielle Mundstellung.

Ich erkenne zum Beispiel eine ECHTE Baslerin an ihrer Mundstellung ... die braucht kein Wort zu sagen.

Anna Rossinelli zum Beispiel ist eine "Echte"

...  bei der grausam dämlichen 5 Sterne Köchin aus dem Kanton Basel-Land, die aus dem Schwobenländle kommt, sieht man schon an ihrer Mundstellung, dass das eine "Schwäbin" ist, auch dann wenn sie Basler-Deutsch, mit einem grauenvollen schwäbischen Akzent nachäfft.

warum sollte mein dialekt, oder wie du sagst soziolekt, kein echter dialekt sein? Nur weil ihn nur wenige in der Schweiz sprechen(Oberbaselbiet) heisst es noch lange nicht, dass er kein echter dialekt ist! Zugegeben schreibe ich auch ein bisschen mit baslerdeutschen Wörtern. Das liegt aber auch daran, dass ich viel mit Personen zu tun habe, die Baslerdeutsch sprechen. Wie soll ich dann anders reden und schreiben, obwohl das meine Muttersprache ist?

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@saliduhuso

Dialekte sind keine Schriftsprache ... eine Schriftsprache unterliegt sehr strengen Regeln, wie sie im Duden zum Beispiel für Schriftdeutsch festgelegt werden.

Die ursprünglichen CH Dialekte haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur vermischt, sondern man hat sie, weil man die Zugereisten unbedingt lächerlich machen wollte, mit nachgeäfftem "Dialekt" absichtlich versaut.

Du sagst ja selbst: "Zugegeben schreibe ich auch ein bisschen mit baslerdeutschen Wörtern" und "dass ich viel mit Personen zu tun habe, die Baslerdeutsch sprechen" .... das hat auch bei Dir zu einem "Soziolekt" geführt.

Ich will gerne glauben, dass bei Dir der echte Dialekt noch überwiegt ... aber trotzdem ist das schon der Anfang von einem Soziolekt.

Ich glaube DIr auch gerne, dass das unbewusst ist und nicht so,  wie bei der Doris Leuthard ein verdreckter "Marketing Trick" (die spricht einen total künstlichen auf Schweizertum getrimmten Soziolekt, den sogar die Leute in Ostfriesland noch gut verstehen).

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Mir ist bewusst, dass Dialekte keine Schriftsprache sind, ich schreibe normalerweise nur auf Whatsapp so. Ich finde es aber wegen dem Soziolekt trotzdem manchmal wichtig, dass man seinen Dialekt so anpasst, dass es diejenige Person, mit der man spricht, versteht. Aber nur in diesem Fall, sonst sollte man schon seinen eigenen Dialekt sprechen.

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@saliduhuso

Wenn man einen Dialekt "anpasst" wird er zwangsläufig "verwässert". Er wird zu einem Soziolekt.

Was Du auf Whatsapp schreibst, ist eine Abkürzungssprache vermischt mit "angepassten" Wörtern aus einem Dialekt bzw einem Soziolekt.

Die Wissenschfftlerin, die da 100 000 Franken in den Sand gesetzt hat um zu "erforschen", ob die Schweizer Teenies, Kurz-Nachrichten, nun in "Dialekt", oder in Schriftdeutsch schreiben, ist völlig durchgeknallt.

Das ist "Speedwriting", da werden dann Worte verwendet, die möglichst einfach zu schreiben bzw. kurz sind ... "grüzi" statt "Guten Tag" ist da eine Abkürzung ... weil der Schreiber nicht "hi" verwenden will. Jemand der so was mit "Dialekt" verwechselt hat eine Schraube locker...

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