Versteuerung des Firmenwagens plus zusätzliche Zahlung

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3 Antworten

Ich vermute (geht leider nicht ganz klar aus der Frage hervor), dass die 420.- ans Finanzamt gehen, die 100.- aber bei der Firma verbleiben.

Was steht in Deinem Arbeitsvertrag? Wenn dort steht, dass Dir zusätzlich zum Gehalt ein privat nutzbarer Firmenwagen zusteht, dann ist es nicht rechtens, Dir dafür wieder 100.- vom Gehalt abzuziehen.

Wenn des nicht drin steht, dann steht es der Firma frei, Dir einen Firmenwagen zu beliebigen Konditionen anzubieten. Und Dir steht es frei, das Angebot abzulehnen. Die Konditionen findest Du in der Vereinbarung zur Nutzung des Firmenwagens, wenn dort zwar die Privatnutzung erlaubt, die 100.- aber nicht erwähnt sind, dürfen sie Dir auch nicht abgezogen werden.

Was ich nicht verstehe: Wenn Du den Wagen kaum privat nutzst, warum verzichtest Du dann nicht auf das Recht zur Privatnutzung? Mit Taxi und Mietwagen bleibst Du evtl. unter 520.-

LucasLoic 24.09.2011, 07:16

danke, genau so ist es. Leider darf ich nicht darauf verzichten, bzw, ich darf es, muss aber trotzdem versteuern und die 100 € löhnen. Es hieß ich könne mir das Geld ja vom Finanzamt wiederholen.

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TomRichter 24.09.2011, 19:17
@LucasLoic

zu Deiner Frage an anderer Stelle "Wahrschéinlich ist es dann rechtens, oder?" kann ich nur sagen, das hängt von Deinem Arbeitsvertrag und Deinem Firmenwagen-Überlassungs-Vertrag ab. Von Gesetzes wegen ist da nichts geregelt.

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bei der 1% Regelung ist einmal 1% des LP zu versteuern, plus 0.03% vom LP x einfache km Entfernung zwischen deiner Whg und der Betriebsstätte. Egal ob du mit dem Wagen in die Arbeit kommst, oder zu Pferd. Also wenn LP 42000€ ist, dann 420€ plus 12,6€ x die einfache Entfernung sind auf jeden Fall rechtens. Schaffe dir ein Fahrtenbuch an, wenn du eh wenig privat fähst, du verschenkt mit der 1% viel Geld. Wenn das Heft mal Platz im Auto hat, ist es gar nicht so schwer, kurze Eintragungen zu machen.

Adjany 23.09.2011, 15:25

und deine Firma /bzw. die Buchhaltung kann, wenn sie (dich) mag, die Fahrtkosten zw. whg und Arbeitsstätte pauschal versteuern, allerdings nur mit 0,30€ pro km der einfachen Entfernung x (meistens) 15 (Tage) - das geht dann mit nur 15% und ist SV frei, aber dann darfst du diese nicht als Werbungskosten bei der ESt Erklärung geltend machen. Also - kauf dir ein Fahrtenbuch - das du sowieso absetzen darfst ;-)

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LucasLoic 23.09.2011, 16:25
@Adjany

danke, das weiß ich auch, aber es gibt keinen Fahrtweg zum Büro. ich arbeite im Außendienst und mein Büro ist zuhause. Die Frage lautet darf eine Firma zusätzlich zur der 1% Versteuerung 100 € für den Firmenwagen abziehen für die private Nutzung? Klar mach ich das mit dem Fahrtenbuch. Aber ich versteuere erst mal 420 € und dann werden mir nochmals 100 € abgezogen? Das kann doch nicht rechtens sein?

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Adjany 23.09.2011, 17:26
@LucasLoic

nein, in deinem Fall nicht, dann darf die Firma nur 1% anrechnen. Bis zum tatsächlichen Nachweis des privaten/beruflichen Nutzungsanteils (ein Jahr lang) darf die Firma monatlich pauschal 1/12 der Gesamtkosten des Wagens im vorjahr bei Dir als bruttolohn ansetzen (das wäre eine 100% private Nutzung!) Ich würde mal den Buchhalter fragen, was er sich dabei gedacht hat, mit den 100€.

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Adjany 23.09.2011, 17:26
@LucasLoic

nein, in deinem Fall nicht, dann darf die Firma nur 1% anrechnen. Bis zum tatsächlichen Nachweis des privaten/beruflichen Nutzungsanteils (ein Jahr lang) darf die Firma monatlich pauschal 1/12 der Gesamtkosten des Wagens im vorjahr bei Dir als bruttolohn ansetzen (das wäre eine 100% private Nutzung!) Ich würde mal den Buchhalter fragen, was er sich dabei gedacht hat, mit den 100€.

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LucasLoic 23.09.2011, 18:09
@Adjany

danke, das habe ich mir auch so gedacht. Ich kann leider keinen Buchhalter fragen, aber vielleicht gibt es hier einen Steuerberater oder Rechtsanwalt, der weiter helfen kann, bzw. den Gesetzestext kennt.

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Die Frage ist, wie setzten sich die 420 € zusammen? Ist das die sogenannte 1-Prozent-Regelung?

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