Verstehe nicht das viele Leute in einer Werkstatt für behinderte Arbeiten trotz der schlechten Bezahlung?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Problem ist einfach, dass die Gesellschaft meiner Meinung nach mit ihrer Inklusion noch nicht so weit ist und es für Menschen mit Behinderung immer noch zu wenig Arbeitsstellen auf dem Arbeitsmarkt gibt. 

Oft sind die Menschen mit Behinderung zu langsam, haben pflegerische Unterstützung nötig oder können aufgrund von Charakter, Ticks oder einfach ihrer Behinderung nicht auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten. 

Sie arbeiten dann in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) um die Förderung zu bekommen, die sie benötigen und ebenfalls auch einen geregelten Tagesablauf zu erlernen. Es soll den Menschen ein Stück weit Normalität geben morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Sonst würden sie wie früher nur herum hocken. 

Außerdem kann man zu dem Lohn, den man als Mensch mit Behinderung aus der Werkstatt bezieht auch Unterstützende Gelder Beantragen. Wie eine Grundsicherung u.ä. 

Ich glaube, dass in den Werkstätten auch ein bisschen, das Gemeinschaftsgefühl dazuzählt. Sie finden Freunde, haben die Pausen um mit ihnen zu reden und keiner wird Verurteilt. 

Es gibt Behinderungen (geistig, körperlich, seelisch) die lassen eine Arbeit auf dem freien Markt nicht zu.
Es gibt Menschen, die keine Arbeitsleistung erbringen können aufgrund ihrer Behinderung.
Es gibt Menschen die nur unter 3 Stunden täglich belastbar sind.

Die WfBM gibt Tagesstruktur, ein soziales Umfeld, Beschäftigung, Bildung, Training, Kreativangebote, soziale Betreuung, Versorgung, Mittagessen und echte Arbeitsaufträge.
Die Arbeit wird so strukturiert, dass sie auch von geistig behinderten Menschen mit wenigen Fähigkeiten getan werden kann.
Durch Zuschüsse ist es dort möglich, den wirtschaftlichen Aspekt für die Mitarbeiter nicht in Leistungsdruck ausarten zu lassen.

Der Verdienst ist gering. Aber teilweise existiert überhaupt keine Arbeitsleistung sondern es wird ein strukturiertes Tagesangebot durchgeführt.
Es ist eine Rehamaßnahme um vielleicht später auf dem 1. Arbeitsmarkt eine Chance zu haben.
Es ist ein Bildungsangebot die ersten 2 Jahre um Tätigkeiten kennenzulernen und die Ausübung zu erlernen.
Und es gibt Außenarbeitsplätze und Gehaltsstufen für Menschen die tatsächlich Arbeitsleistung bringen können und sozial so aufgestellt sind, dass sie es bewerkstelligen in einem Betrieb mitlaufen zu können.

Also es gibt viele Gründe dafür in einer WfBM zu arbeiten.

Da arbeiten Behinderte, die sonst keinen Job kriegen würden. außerdem ist es dort eine schützende Atmosphäre.. in einer Behindi-Werkstatt wird keiner meckern,w enn mal einer nen schlechten Tag hat, mies drauf ist.

In der freien Wirtschaft wars das dann sehr schnell.


Viele Arbeiten, die dort gemacht w erden, sind relativ einfach. So was ist "normal" längst automatisiert,w eilo für AG günstiger.

Auch Behinderte sind stolz auf iohre Arbeit, viele fühlen sich viel mehr als Teil unserer gesellschaft,w enn sie arbeiten dürfen "wie die anderen"

Usw.

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