Verständnis- Problem mit em "Tun-Ergehens-Zusammenhang"

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Kain bekam das Mal zum Schutz und nicht zur Strafe,Doch mir ist es ein Anliegen, dass Kain hier rehabilitiert wird. In unserer jüdischchristlichen Geschichte steht er als der Bösewicht da. In diesem Stadium haben wir auf einmal den Bauern und den Herdenbesitzer – und das sind Kain und Abel. Bauer und Herdenbesitzer waren schon damals zerstritten, sie waren es die ganze Geschichte hindurch sind es bis heute. Kain und Abel sind wirklich zerstritten gewesen. Wir lesen es auf merkwürdige Art in diesem Text. Sie gehen und reden miteinander. Der Text sagt uns nicht, was sie miteinander geredet haben. Aber es besteht Grund zur Annahme, dass sie konkurrieren.
Sie reden schon auf dem Weg zum Feld miteinander. Mich befremdet es, dass keine himmlische Stimme, also Gott, zu einem von beiden spricht. Woher wissen die denn, dass geopfert werden soll?
Wir sollten doch annehmen, dass eine himmlische Stimme kommt und Gott oder ein Engel sagt: "Also Kinder, ihr habt hier herrliche Kühe. Opfert doch einmal davon!" Es gibt von Anfang an genug Engel. Doch das geschieht nicht. Für die ganze Geschichte der Menschheit ist wichtig, dass die beiden das innere Anliegen haben, zu opfern. Davon leitet sich nachher auch die Konkurrenz zwischen den beiden her. In der Bibel steht, dass jemand beobachtet, wie das eine Opfer angenommen wird und das andere nicht. Das ist sozusagen ein Pressebericht. Nicht Gott selbst sagt dies. Das heißt, die beiden Brüder streiten sich untereinander darüber, was angenommen wurde und was nicht, was schöner und was besser ist. Gott spricht nicht.

Gott sagt dann: "Hättest du das Rechte getan, dann wäre dein Opfer möglicherweise angenommen worden, aber damit will Gott ihn warnen. Das ist eine Warnung. Gott sagt: "Hör zu! Ich sehe, was bei dir los ist. Du hast einen inneren Groll. Achtung!" Er warnt ihn. Hier kommt es zur großen Aussage für uns und für alle Menschen: "Die Sünde, die große Versuchung, wird immer da sein." Gott hat keinen Groll. Er warnt den Kain. "Was ist los mit dir", sagt er. Das haben Sie doch eben so schön vorgelesen: "Warum hast du einen Groll in deinem Herzen?" Das fragt Gott den Kain. "Die Sünde wird immer vor der Tür lauern. Du kannst sie überwinden." Aber Kain überwindet sie nicht.
Aber der Groll ist doch verständlich! Wenn mein Opfer nicht angenommen wird, dann ärgere ich mich. Das ist doch der Ablauf. Aber wie können wir sagen, dass das Opfer nicht angenommen wurde? Der Kain sieht es nur so! Und das ist die Sünde, das ist das Vergehen. Niemand hat gesagt: "Pfui, Kain! Dein Opfer ist nicht schön." Niemand hat das gesagt. Nur er selbst sieht es so. Die Wahrnehmung des Opfers, die Sie vorgelesen haben, kommt nicht von Gott, sondern von den Brüdern untereinander, die sich gegenseitig beschimpfen: "Mein Opfer ist schöner und dein Opfer ist nicht so schön." Wobei ich jetzt etwas parteiisch werden möchte und es dem Abel übel nehme, dass er ein Tier getötet hat. Er war der Erste, der ein Tier tötet, um es zu opfern.
Er opferte wahrscheinlich einen wirklich fetten Hammel. Und darauf ist er stolz und sagt: "Das hat der liebe Gott angenommen." Das ist keine Aussage Gottes. Während Kain von den Früchten der Erde, von seiner Ernte gibt.
Das ist doch eigentlich ein schönes Opfer. Doch bis in das Neue Testament und bis jetzt wurde das immer so dargestellt, als sei Abel der "kleine, arme Abel" und der Kain der Böse. Ich weiß nicht, ob wir da mit der Auslegung so recht haben. Ich halte den Abel für ein Schlitzohr.
Hat er vielleicht seinen Bruder hereingelegt? Mir gefällt bei Kain so manches, er hat einfach eine schlechte Presse. Er steht plump da und kann sich nicht artikulieren. Wir haben nun schon Adam, Eva, Kain und Abel und er ist der Erste in der ganzen Familie, der imstande ist zu sagen: "Ich habe gesündigt." In dieser deutschen Übersetzung kommt das nicht so zur Geltung. Es gibt die Stelle, in der er hadert: "Ist denn mein Vergehen zu groß, um es zu ertragen?" In dem Sinne: "Das kann kein Mensch aushalten, was hier angedroht ist." und genau das beschreibt der hebräische Begriff, der hier vorkommt. Der Begriff sagt deutlich: "Ist denn meine Sünde zu schwer, um sie zu vergeben?" Das ist eine gestammelte Bitte um Vergebung. Und das ist groß. In der jüdischen und christlichen Tradition wird es später ganz groß herausgestellt: Wenn man gesündigt hat, und sieht es ein, kehrt um und bittet um Verzeihung, dann kommt einem Gott entgegen. Gott ist gütig und nicht Rachsüchtig. Der Mensch denkt, das, wenn er etwas tut Gott darauf dann reagiert, im guten , so wie im Bösen. Das liegt daran, dass die Menschen das so sehen. Heute noch ist es so, dass gesagt wird: "Du bist doch selbst schuld!" Wenn irgendetwas schief geht, dann sagen die Leute doch bis heute: "Das geschieht dir recht! Du hättest dich bloß anders verhalten brauchen, dann wäre diese Sache nicht schief gelaufen!

tinimini 03.12.2014, 13:19

Er sagt im Grunde: "Du bekommst nie wieder einen Fuß auf den Boden. Du wirst Hunger leiden." Dann kommt Kain mit diesem Schuldbekenntnis und dann relativiert es sich. Gott müsste normalerweise sagen: "Wenn Kain den Abel erschlagen hat, dann sollen die anderen, die ihn treffen, Kain erschlagen." Aber es geschieht genau das Gegenteil. Gott schützt Kain gegen mögliche Angreifer. Es heißt, dass derjenige, der dem Kain ein Leid antut, siebenfach bestraft werden wird. Das ist doch ganz überraschend und das ist für uns bis heute wichtig. Es gibt noch heute im Orient die sich selbst ernennenden Rächer. Es gab sie im 20. Jahrhundert auch noch in Europa. Diese Stelle ist ein Aufruf gegen die sich selbst ernennenden Rächer. "Niemand soll Kain bestrafen!", heißt es hier ausdrücklich. Von diesem Zeichen auf der Stirn, oder was immer es auch war, glaubte man Jahrtausende, es sei ein Schandmal. Doch es ist das genaue Gegenteil. Es ist ein Schutzzeichen, es ist ein Bewährungszeichen, so wie heute ein Mensch gegebenenfalls zu Gefängnis verurteilt werden kann, die Strafe aber nicht absitzen muss. Das Kainsmal wurde in der Geschichte als Symbol dafür genommen, dass jemand ein Zeichen auf die Stirn bekommt und damit gezeigt wird, dass er von Grund auf böse ist. Das wurde auch auf ganze Völker übertragen wie zum Beispiel auf die Juden. Auch diesen sei das Kainsmal aufgedrückt worden. Das ist im ein Missbrauch dieser Schilderung in der Bibel. Es ist das genaue Gegenteil, es ist für Kain eine ausgesetzte Strafe. Das ist ein Zeichen des Erbarmens. Gott sagt: "Weil er einsieht, was er getan hat, weil er um Gnade bittet, weil er Vergebung sucht, deswegen wird die Strafe ausgesetzt und er bekommt eine Bewährung." Das ist unglaublich wichtig. Niemand darf sich selbst zum Strafenden ernennen. Es gibt noch heute im Orient Sippen und Stämme, die über Generationen hin strafen und Sippenhaft vollziehen. Dieses Zeichen hier ist gegen Sippenhaft und gegen die Bestrafung über Generationen hinweg. Insofern ist die geläufige Interpretation des Kainsmals völlig falsch. Es ist höchste Zeit, dass wir in unserer Generation darüber sprechen. Denn Papst Johannes XXIII., der Gute, wie man ihn nennt, begrüßte bei seiner ersten Begegnung mit einer jüdischen Delegation diese mit den bekennenden Worten: "Wir sind die Träger des Kainszeichens." Womit er bekennen wollte, dass die Kirche Israel im Laufe der Jahrtausende Böses angetan hat. Das war noch die alte Interpretation des Kainszeichens. Inzwischen spricht es sich herum, dass es ein Bewährungszeichen ist und kein Schuldzeichen. Ich hoffe , ich konnte dir ein wenig helfen !

0
hertajess 05.12.2014, 14:09
@tinimini
Sie reden schon auf dem Weg zum Feld miteinander. Mich befremdet es, dass keine himmlische Stimme, also Gott, zu einem von beiden spricht. Woher wissen die denn, dass geopfert werden soll?

Warum sollte ER? Adam und Eva durften als Eltern ihren Kindern entsprechende Kenntnis vom Leben vermitteln. Ihnen also soziale Kompetenz vermitteln. Warum sollte sich da Adonai einmischen? Steht irgendwo das von Adonai Gemachte habe ein Anrecht auf ständige Führung und Anleitung? Ich habe mehrfach die Erstausgabe der Pattloch gelesen und lese heute online hier und da in unterschiedlichen Ausgaben. Einen Anspruch der in Deiner Frage steckt habe ich nirgendwo gefunden. Woher leitest Du den denn bitte ab?

Woher wissen die denn, dass geopfert werden soll? Wo soll denn bitte eine solche Vorschrift in den bis dahin festgehaltenen Überlieferungen zu finden sein? Nirgendwo. Abel war dankbar und aus diesem Grund kam er auf die Idee seinem Schöpfer ein Dankopfer zu geben.

Ich lese bis da hin von dem Hochmut des Kain, seiner Gier und von der Dankbarkeit Abels. Es ist für mich eine durchaus sehr aktuelle Thematik die sich durch sehr viele politische, gesellschaftspolitische und gesellschaftliche Themenbereiche zieht.

0

Über diese Frage wird seit Bestehen des Christentums diskutiert. Diesen Widerspruch erkannte auch Kirchenlehrer Augustinus und begründete genau damit die "Erbsünde", die angeblichzur Auflösung dieses Widerspruchs führen soll.

Laut katholischen Schriften war das so: Kirchenlehrer Augustinus erkannte, das die Geschichte von Kain und Abel aus theologischer Sicht schwere logische Fehler enthält. Um diese Fehler aufzulösen erfand er das Konstrukt der Erbsünde und löste damit das Problem. In der Bibel wird eine Ur- oder Erbsünde jedenfalls mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Der Witz dabei: die scheinbaren Widersprüche beruhten auf einem Übersetzungsfehler in der Bibel, die Augustinus vorlag. Richtig übersetzt, wäre die Erfindung der Erbsünde gar nicht notwendig gewesen. Nun ist sie aber in der Welt und die RKK wird einen Teufel tun, den Gläubigen zu erzählen: "Das mit der Erbsünde ist Quatsch. Die haben wir nur wegen eines Übersetzungsfehlers in einer Bibel erfunden. Vergesst sie ganz schnell wieder."

Paulus verkündete, die "Erlösung" sei völlig unabhängig vom Tun und hänge ausschließlich von der Stärke des Glaubens ab. Das sieht die Kath. Kirche laut Kathechismus ähnlich.

Die schlimmsten Taten, selbst Mord, können durch die Absolution ungeschehen gemacht werden. Was aber direkt in die Hölle führt, ist nicht Mitglied in der kath. Kirche zu sein, dafür gibt es auch keine Möglichkeit, dorch noch irgendwie erlöst zu werden.

Kain wurde schon in mehrfacher Hinsicht bestraft:

  • Gott hat sein Opfer nicht angenommen. Das hat Kain gekränkt.

  • Kain hat die Sünde des Brudermordes begangen, das lastet auf seiner Seele.

  • Gott schickt ihn in die Verbannung.

Drei Strafen also sofort, und ganz am Schluss ist Gott zumindest so gnädig, dass Kain nicht ermordet wird. Aber die Verbannung aus dem eigenen Volk war damals eigentlich schon soviel wie dass man tot war.

Das Kainsmal hat zudem ja eine doppelte Bedeutung: einmal ist es ein Schutzzeichen, zum anderen aber auch eine Stigmatisierung. Und in diesem zweiten Sinn wird der Begriff ja heute auch noch benutzt. Er ist also für sein Leben lang gezeichnet und kann nie wieder ein normales Leben führen.

AnnaMcCartney 02.12.2014, 21:38

stimmt.. soweit hab ich irgendwie nicht gedacht, du hast recht! vielen dank! :)

0
tinimini 03.12.2014, 13:24

Das liegt aber am Menschen und nicht an Gott. Denn er schreibt auch in den 10 Geboten, du sollst nicht rachsüchtig sein. Deinen Erläuterungen kann ich nicht zustimmen. Du hast das alles ganz falsch verstanden. Siehe meinen Beitrag dazu.

0

Hi Anna,

es gibt in der Bibel einen ganz bekannten Spruch in Galater 6 Vers 7: was immer ein Mensch sät, das wird er ernten.

Aus der Landwirtschaft ganz klar, ich bekomme Tomaten, wenn ich Tomaten säe.

Im Handeln aus dem göttl. Aspekt gibt es viel zu ernten, wass Gott nicht unmittelbar bewirkt. Z.B. ernte ich was ich säe, wenn ich jahrzehntelang mir mit Alkohol die Birne zuschütte: Leberzirrhose, Speiseröhrenblutungen, uvm

Das ist sozusagen eine rein "technische" Ernte (Ergehen).

Was in der Bibel oft gezeigt wird, ist, dass Gott aber auch direkt gestraft hat, wenn man nicht gut handelte. Lies nur 5. Mose 30 Verse 15-18 dazu, dann verstehst du, was mit dem Prinzip gemeint ist.

ABER: zu Gottes Gerechtigkeit gab es immer den Aspekt der Barmherzigkeit, wenn jemand seine Taten bereute. U.U hat er dann die Strage gemildert, das kennen wir in unserem Recht auch.

Bei Kain war Gottes Handeln durch den Hintergrund beeinflusst, dass es damals noch zu wenig Menschen gab und er deshalb Kain am Leben ließ, um Nachkommen zu haben (Auftrag an Kains Eltern war ja, die Erde zu füllen). Das Mal sollte ihn daher schützen, damit niemand ihn tötet (rächt).

Wie ein Vorschreiber schon sagte, die Verbannung war schon heavy für Kain, die Stigmatisierung trug noch einen großen Teil bei zu Strafe. Aber es war nie die Rede davon, dass Kain nach dem Tod gestraft werden würde, denn der Tod IST die Strafe an sich.

Ich kann mir vorstellen, dass die ganze Sache so verlief, weil es für die Menschheit der erste Fall von Mord war, bei dem Gott überhaupt erst einmal Prinzipien aufstellen musste. Man kann nicht davon ausgehen, dass Kain bereute und es ihm leid tat, denn seine ganze Handlungsweise war egoistisch (nicht "oh, was habe ich getan, das tut mir leid", sondern "ey, was passiert mit mir und sei nicht so streng mit mir und jetzt auch noch Verbannung, ich armer"). Er hatte Gott ja noch vorgespielt, er wüsste von nix (bin ich meines Bruders Hüter?).

Naja, im Grunde genommen sage ich gerade nichts anderes als Ichthys...

Gruß,

fragedame

Dadurch, dass er "gebranntmarkt" war, war für jeden ersichtlich dass er ein Mörder war. Der Tun-Ergehen-Zusammenhang muss auch immer im Zusammenhang mit der Verheißung für die jeweilige Person gesehen werden, da sonst auch Gottes Plan aus den Fugen geraten würde.

Eine Handlung die ethisch als "laut dem nützlichkeitsprinzip=utlitaristisch=ut."schlecht oder gut empfunden wird zieht Folgen im Leben nach dme Tod nach sich, die in Europäischer Philosophie(monotheistisch) als Buße in der fernöstlichen Philosophie(Polytheismus) als Karma beschrieben wird. D.h. Kain wird erst nach seinem Tod für seine Sünde büßen wenn er nicht zu Lebzeiten Buße tut, wie in der Bibel beschrieben. In der fernö. Phil. ist das Karma durch ut. gute Handlungen zu bereinigen

AnnaMcCartney 02.12.2014, 20:15

aber Handlungen die deine Sünden bereinigen sollen, stehen doch im Christentum der Werkgerechtigkeit gegenüber, oder nicht? das heißt Kain hat gar keinen Ausweg mehr, nach dem Tod bestraft zu werden ?

0
Stonedman 02.12.2014, 20:33
@AnnaMcCartney

Kain war erstmal kein Christ sondern Monotheist, da es damals noch keine Einteilung gab. Laut der damaligen Lehre wird niemand nach dem Tod bestaft, wie heute im Judentun, sondern noch im Leben. Ich kenn diese Geschichte nicht, aber ich glaube es geht um Kain der seinen Bruder tötet und dann mit schlechtem Gewissen gestraft wurde, right? In diesem Fall wäre das schlechte Gewissen die strafe, die sein ganzes Leben trist erscheinen lässt und er ab diesem Zeitpunkt seine Handlung bereut, Reue ist im Christentum und Islam der 1. Schritt zur Buße. Gott wirkt also durch die Psyche. So würde ich das interpretiern. Da Schritt 2.(Wiedergutmachung) nicht mehr möglich ist, ist die Strafe, dass er nicht mehr gottesfürchtig Leben kann(3.) und deshalb nie zu Gott finden kann und im Jehenseits nie ruhe finden wird(4.)

0

weil gott eben gnädig ist und nicht 1:1 dreinhaut

AnnaMcCartney 02.12.2014, 20:12

schon, das ist ja auch super so, aber dann kann es doch nicht als Folge des TEZ gesehen werden, oder?

0
Ssimone 02.12.2014, 20:13
@AnnaMcCartney

gott durchbricht den...liebe ist mehr als TEZ; macht ihr das in reli? oder ethik?

0
AnnaMcCartney 02.12.2014, 20:16
@Ssimone

heißt das dann, dass es den TEZ eigentlich gar nicht gibt.. ? in reli

0
AnnaMcCartney 02.12.2014, 20:30
@Ssimone

ok ist es also so? :

Gott geht mit den Menschen so um, wie sie selbst handeln, quasi spiegelbild. Bei besonders schlimmen Taten jedoch ist die Liebe Gottes zu den Menschen größer und er durchbricht den TEZ?

0
balarama108 02.12.2014, 20:41
@AnnaMcCartney
Bei besonders schlimmen Taten jedoch ist die Liebe Gottes zu den Menschen größer und er durchbricht den TEZ?

nein, wen du mordest z.B. wirst du ermordet irgendwann, gott durchbricht im normalfall nichts!

1
balarama108 03.12.2014, 00:56
@AnnaMcCartney

gott durchbricht da gar nichts, du hast dir da echt ein sehr komisches Bsp. genommen, du darfst auch dafür nicht irgendwelche bibelgeschichten von all zu dazumal nehmen, nehme lieber was modernes! Wissen wir ob die geschichte von Kain und abel so abgelaufen ist und die geschichte auch orginal ist, unwahrscheinlich, wir können hier uns nicht sicher sein!

Tatsache ist dach die geschichte viel zu alt ist um auf orginalgetreue zu hoffen, es wahren eine der ersten menschen vor vielleicht 100000 Jahren,, keine ahnung, nehme nicht so ein Bsp.! Dan kannst du es auch verstehen das Tun-Ergehens-Zusammenhang.

Selbst die geschichten von jesus sind oft verfälscht und du hoffst tatsächlich das diese geschichte orginal ist??

1
Draggyblackdots 03.12.2014, 08:20
@balarama108

Es gibt keine Möglichkeit, dass der Zusammenhang durchbrochen wird. Was man säht, das erntet man. Es ist unausweichlich.

0

erst im nächsten leben!!!, es gibt das sprichwort, Gott straft kleine sünden sofort und große später!

geschoepf 03.12.2014, 22:11

Wenn Gott doch so handlungsfähig ist, Sünden zu bestrafen, warum kann er dann nicht Ertrinkende retten, hungernde Menschen vor dem Tod bewahren, Vergewaltigungsopfer vor der Ausübung der Straftat beschützen???

0
balarama108 03.12.2014, 23:34
@geschoepf

aus dem Buch

Die Frage nach dem Warum

Die Frage nach dem Warum Manchmal hört man Einwände wie: Es gibt soviel Grausamkeit auf der Welt, Quälerei, Folter und Mord. Wenn es einen Gott gibt, warum ist Er dann unbarmherzig? Warum lässt Er es zu? Selbst gläubige Menschen fangen an, zu zweifeln. „Wenn Gott existiert, warum greift Er 24dann nicht ein? Soll Er doch nicht so hartherzig sein!“ Weil man Leuten Glauben schenkt, die selber kein Vertrauen in Gott haben, entstehen solche Gedanken und man schlussfolgert: „Es gibt keinen Gott! Er ist nicht barmherzig! Er kann nicht eingreifen; Er besitzt keine Gestalt, keine Hände und kein Bewusstsein. Er ist eigenschaftslos, unerklärbar – Er ist Leere oder Nichts. Weshalb eigentlich soll man Ihn verehren? Weshalb soll man überhaupt an Ihn glauben? Wir wollen nicht mehr glauben! Warum konnte Er das Böse nicht abwenden?“ Diese Fragen werden in den Schriften beantwortet. Hätte Krishna das Böse nicht abwenden können? Natürlich hätte Er, denn alles bewegt sich unter Seiner Aufsicht. Wir dagegen sind diejenigen, die nichts beeinflussen können; wir sind wie Puppen in den Händen des Herrn. Die BhagavadGita beschreibt uns diesen Sachverhalt so (18.61): æôvaraå sarva-bhûtânâç hîd-deôe ‘rjuna tiõøhati bhrâmayan sarva-bhûtâni yantrârûãhâni mâyayâ „Der höchste Herr weilt in jedermanns Herzen, oh Arjuna, und lenkt die Wege aller Lebewesen, die im Körper wie in einer Maschine sitzen; einer Maschine aus materiellen Elementen.“ 25Gott, in Form der Überseele, ist der höchste Zeuge, und die Lebewesen wandern auf ihrem Karma-Cakra, dem Rad ihres Karma. Ähnlich wie ein Töpfer die Töpferscheibe dreht und die verschiedensten Töpfe darauf entstehen, sitzen wir auf den Reaktionen unserer vergangenen guten und schlechten Tätigkeiten. Diese sind zu unserem KarmaCakra geworden. Krishna mischt sich in den Ablauf der Dinge nicht direkt ein, Er ist nur der Beobachter. Was wir genießen oder erleiden, haben wir durch unsere vergangenen guten und schlechten Handlungen selber verschuldet. Krishna ist dafür nicht verantwortlich zu machen. Wenn in einem Land ein Mensch einen anderen tötet, kann man dann den Präsidenten des Landes dafür zur Verantwortung ziehen? Der Präsident hat Gesetze in Kraft gesetzt, die Mord und Totschlag regeln, und er hat es so eingerichtet, dass jeder darüber Bescheid weiß, dass Töten verboten ist. Aber wer sich nicht an die Gesetze hält, für den gibt es Polizei und Gerichte. In gleicher Weise hat Krishna in den Veden, in den Schriften und durch Seine Geweihten bekanntgegeben, dass bestimmte Dinge nicht getan werden sollten. Wenn wir es trotzdem tun, werden wir auf das Karma-Cakra gehoben und müssen die Reaktion darauf erfahren. Krishna ist nicht schuld, denn Er hat uns zuvor gewarnt. Die Lebe- 26wesen haben eine gewisse Freiheit, nach eigenem Belieben zu handeln, aber sie müssen die Früchte ihrer Handlungen in Kauf nehmen.

0
balarama108 03.12.2014, 23:35
@balarama108

Es gab einmal eine Witwe, die einen Sohn von zwölf Jahren hatte, einen geschickten, wohlerzogenen Jungen, an dem jeder sofort Gefallen fand. Diese alte Frau verehrte Bildgestalten von Narayana in ihrem Haus. Jeden Morgen ging sie in den Wald Blumen pflücken und verehrte dann mit einer Arati-Zeremonie den Herrn. Eines Tages, als sie anderweitig beschäftigt war, schickte sie stattdessen ihren Sohn: „Mein Junge, geh und pflück Blumen. Aber kehr gleich zurück!“ Der Morgen brach gerade an und Wolken zogen über den noch dunklen Himmel. Der Junge kam in den Wald und sammelte verschiedene Blüten von den Bäumen und Büschen: Beli, Cameli und andere. Als er so pflückte, biss ihn eine giftige Schlange – eine schwarze mit Haube und großen Giftzähnen. Die Haut des Knaben lief schwarz an, er sank zu Boden und starb. Ein Jäger, der zufällig in der Nähe saß, wurde Zeuge, wie das Reptil ohne Grund den Jungen ums Leben brachte. Weil er einen Mantra kannte, mit dem sich Schlangen beschwören ließen, fing er die Schlange in einem Tontopf, nahm den toten 27Körper des Jungen auf die Schulter und ging zum Haus der alten Frau. Diese hatte schon ungeduldig gewartet und dachte erst: „Jetzt kommt mein Sohn zurück!“ Aber es war nicht ihr Sohn, der da kam, sondern nur ein toter Körper, und als sie dies verstand, rief sie entsetzt: „Oh Gott, was ist passiert?“ Sie brach in Tränen aus und begann, sich auf ihr Herz zu schlagen. „Oh mein Junge, was ist nur passiert. Du warst die einzige Stütze für mich alte Frau. Was ist nur passiert?“ Sie war wie von Sinnen. Der Jäger wartete, bis ihr Weinen etwas weniger heftig wurde und erklärte dann: „Mütterchen, ich kam aus dieser Richtung. Dein Junge pflückte Blumen und hat nichts getan, aber diese schwarze Schlange hat ihn gebissen. Befiehl mir, und ich werde sie auf der Stelle töten und verbrennen.“ Er wiederholte diese Sätze zweimal, dreimal, doch die Frau weinte und klagte nur. Schließlich sagte sie: „Jäger, wenn du die Schlange tötest, wird mein Sohn davon wieder lebendig oder nicht?“ Der Jäger dachte nach: „Nein, dein Sohn wird nicht wieder lebendig werden.“ „Was ist dann der Sinn, sie zu töten“, sagte sie. „Lass sie frei.“ Der Jäger brauste auf: „Ich kann sie nicht freilassen! Schlangen sind böse und heimtückisch. Ohne Grund beißen sie andere Lebewesen. Es gibt viele Kreaturen dieser Art, 28Schlangen, Moskitos, Skorpione, Ratten, die nur Schaden anrichten. Oder weiße Termiten. Sie fallen über dein Haus her, Millionen von ihnen, bis es zusammenstürzt, und sie fressen alle Vorräte und Kleider. Solche Tiere sollten getötet werden. Ansonsten werden sie morgen jemand anderes beißen und übermorgen noch jemanden. Also muß ich diese Schlange beseitigen.“ „Tu es nicht, laß sie frei“, sagte sie noch einmal, doch er war nicht umzustimmen: „Nein, ich werde sie töten. Warum hat sie deinen Sohn gebissen?“ Er hob den Arm, um sie zu erschlagen, als das Reptil plötzlich zu sprechen begann: „Warum willst du mich töten? Ich bin unschuldig! Ich habe niemals jemand anderen gebissen, nur dieses Kind! Die Zeit, Kala, der allesbeherrschende Tod hat mir eingeflüstert: ‚Du musst ihn beißen’, und dann musste ich es tun!“ Der Jäger entgegnete: „Das könnte dir so gefallen! Deine Ausflüchte werden dir nichts helfen! Der, der getötet hat und der, der zum Mord angestiftet hat – beide sind schuldig! Du musst bestraft werden und dieser Kala auch! Aber ich werde dich töten!“ Zu dieser Zeit erschien die allesbeherrschende Zeit, Kala, in Gestalt eines Menschen am Ort und sprach: „Oh Jäger, beschuldige mich nicht!“ An die Schlange gewandt, erklärte er: „Ich bin nicht der Grund, ich habe 29dich nicht angestiftet. Hört mir zu, wie ich euch den wahren Grund nenne. Dieser Junge hat in seinem letzten Leben getötet, und seine Taten haben sich zu seinem Schicksal geformt. Ich habe dich jetzt angewiesen, ihn zu beißen, aber es sind seine eigenen Handlungen, die durch mich ihre Bestimmung finden.“ Die spirituelle Seele ist ewiglich Krishnas Diener, aber sie hat diese Tatsache vergessen, und dies ist die Ursache ihres Kummers und ihres Leids, Geburt für Geburt. Wir sind dafür bestimmt, Gott zu dienen, und wir leiden deswegen, weil wir Ihn jetzt vergessen haben. Man kann Gott und Seine Barmherzigkeit verstehen, wenn man Seinen Namen chantet, sich Ihm ergibt und die Zweifel aus seinem Herzen verbannt.

nachzulesen und zum kostenlosen download hier:

http://www.purebhakti.com/resources/ebooks-a-magazines-mainmenu-63/bhakti-books/german/268-begegnung-mit-der-wirklichkeit/file.html

0
geschoepf 03.12.2014, 23:45
@balarama108

Megalanger Text! Aber du hast meine Frage nicht beantwortet!

Versuchs doch mal mit eigenen Worten!

0

Was möchtest Du wissen?