Versöhnungen Verdun/Skagerrak. Warum nicht Stalingrad?

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4 Antworten

Weil in Verdun oder am Skagerrak noch "Kriegsgegner" mit einem Minimum an Respekt und unter Einhaltung des damals gültigen Völkerrechts gegeneinander gekämpft haben (mal vom wechselseitigen temporären Giftgaseinsatz abgesehen).

In Russland aber wurde ein rassistisch motivierter und verbrecherischer Vernichtungskrieg unter bewusstem Bruch des  Völkerrechts zur Vernichtung des "slawischen Untermenschentums" geführt.

Mit Kriegsgegnern kann man sich versöhnen - Verbrecher nur bestrafen.

Ich lese hier Rache heraus, somit wäre eine Fortsetzung der Kriegshandlungen weiter möglich?

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@zetra

Die Bestrafung von Verbrechern impliziert natürlich immer auch Rache als Element von Gerechtigkeit.

Du würdest die Ahndung einer an dir vorgenommenen Vergewaltigung ja wohl auch nicht als "Rache" denunzieren, sondern als Verwirklichung von Gerechtigkeit einfordern.

Die Versöhnung mit Tätern wiederum setzt normalerweise deren tätige Reue voraus. An denen haben es die Verbrecher der Wehrmacht und der SS in der Regel missen lassen. Die meisten hat ohnehin mittlerweile das Zeitliche gesegnet.

Auf staatlicher Ebene ist der Krieg im übrigen durch den 4+2-Vertrag endgültig beendet.

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@atzef

Mein erster Artikel hatte keinen Bestand. Du hast dich ja noch einmal richtig verständlich gemacht. Zum ersten Teil deiner Einlassungen muss ich allerdings sagen, die Kriegsgräuel in allen drei Fällen, waren nicht mehr zu übertreffen, hier kann nicht von eventuellem Respekt gesprochen werden.

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@zetra

Krieg ist immer grauenvoll. Dennoch soll und muss man unterscheiden zwischen Kriegsgäuel und Kriegsverbrechen.

An der Westfront haben sich Kriegsparteien gegenübergestanden, die sich grundsätzlich als gleichwertige Menschen respektiert haben. So sei nur an gemeinsame! Weihnachtsfeiern von deutschen und englisch/französischen Truppen an der Westfront im 1. Weltkrieg erinnert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsfrieden_(Erster_Weltkrieg)#Konsequenzen

Der Überfall auf Polen und vor allem auf die Sowjetunion aber war von Beginn an als Rassenkampf gegen "das slawische Untermenschentum" konzipiert. Verantwortlich dafür war makabererweise ein Mitverschwörer Staufenbergs, der schon in erste Putschpläne gegen Hitler Ende der 30er Jahre involviert war, dessen herrenmenschliche und rassistische Dünkel ihn aber dazu "beflügelt" haben, den Ostfeldzug im Sinne der Nazis als Rassenkampf zu desigen, Fritz Halder:

"Unsere Aufgaben gegenüber Rußland: Wehrmacht
zerschlagen, Staat auflösen (...) Kampf zweier Weltanschauungen
gegeneinander. Vernichtendes Urteil über Bolschewismus,
ist gleich asoziales Verbrechertum. Kommunismus ungeheure Gefahr
für die Zukunft. Wir müssen von dem Standpunkt des
soldatischen Kameradentums abrücken. Der Kommunist ist vorher
kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich um einen
Vernichtungskampf (...) Vernichtung der bolschewistischen Kommissare
und der kommunistischen Intelligenz."

http://87.106.4.207/service/unter/benz_3.htm#Anker286562

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@atzef

Der Kommissar-Befehl war ja eine schlimme Entscheidung, die Ermordung von 13 Millionen Zivilisten waren ja auch nicht ohne.

An der Westfront Verdun, lebte der Soldat statisch gesehen nur 14 Tage. Also besser war es nirgendwo.

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Wie soll diese denn aussehen? Grosse offizielle Veranstaltungen, bei denen Politiker sich den Mund wundreden? Wozu? Es kommen schon immer auch deutsche Veteranen oder deren Nachkommen dorthin und besuchen dort die Kriegsgräber. Es gibt auch schon lange keinen Argwohn gegenüber Deutschen in Russland und jeder sieht es gelassen. Was soll noch passieren?

Meine Frage wird schon verstanden, die Interpretierung ist allerdings nicht ausreichend.

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@zetra

Ich kenne deine Einstellungen kontra dem Krieg. Was soll noch passieren, ich muss mir erst einmal das Kriegsgehabe der forschen Nato an den Grenzen zu Russland genau ansehen, dann können wir weitersehen, was noch passieren könnte? 

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@zetra

Egal was passiert, wir haben keinen Einfluss drauf, denn die Menge wird alles schlucken.

D.h. für Russland zu jeder Entwicklung bereit sein.

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Was soll da versöhnt werden?

Es war eine schlimme Schlacht des 2. Weltkrieges. Die Gefangenen wurden danach über 10 Jahre in sibirischen Gefangenenlagern als Sklaven gehalten. Viele kehrten nicht zurück.

Mit dieser Grundhaltung ist eine Versöhnung natürlich nicht möglich.

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Weil es diese Stadt nicht mehr gibt.Im Rahmen der Entstalinisierung unter 
Nikita Chruschtschow wurde am 7. November 1961 der Name der Stadt in Wolgograd geändert. 

Soll das ein Witz sein, sicher gibt es diese Stadt noch, die Änderung des Namens soll ja nur den Diktator von der Bildfläche verschwinden lassen. 

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