Versicherungsantrag ohne Zustimmung, ist das rechtens?

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10 Antworten

Da bist du einem Betrüger aufgesessen.

Natürlich kann er dir keinen Antrag ohne Unterschrift vorjubeln. Der Versicherungs-Check ist für eine gewissenhafte Beratung unerlässlich, und kostet natürlich auch nichts.

Diesen Vorfall solltest du SOFORT an die BAFIN in Bonn melden. Solchen Leuten gehört das Handwerk gelegt.

Hallo,

dies sind eindeutig "Drückermethoden" und gehören angezeigt!

Damit es überhaupt zu einem Antrag bei der Gesellschaft kommt, ist ausser deiner Unterschrift im Antrag zwingend vorgeschrieben, dass dem Kunden spätestens mit der Antragsstellung das Merkblatt zur Datenverarbeitung sowie die ganzen Verbraucherinformationen wie Produktinformationsblatt usw. in irgendeiner Form (Papier, Datenträger wie CD o.ä., E-Mail oder durch eine Kunden-Informations-CD) zur Verfügung gestellt werden! Da handelt es sich eindeutig um einen provisionsgierigen Vertreter bzw. Finanzbetreuer (bei 75 € x 12 x 41 Jahre Laufzeit ergibt dies eine Beitragssumme von 36.900 € und damit ca. 1500 € Abschlußprov. für diesen windigen Vertreter!) und zu allem Überfluß will er dir noch eine LV andrehen, wo du doch Single bist!?

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Hallo nochmal,

wg. div. Antragsunterlagen hier noch Infos laut VVG:

Versicherungsvertragsgesetz (Deutschland) – Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsvertragsgesetz_(Deutschland)‎ Das Gesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) ist ein Bundesgesetz, das in ... und zur Verpflichtung, vor Antragstellung alle Vertragsunterlagen auszuhändigen. ... in den Beiträgen einkalkulierten Abschlusskosten einer Lebensversicherung ... Nach § 7 VVG hat der Versicherer alle Vertragsbestimmungen rechtzeitig vor ..

Informationspflichten, Abschaffung des Policenmodells

Erklärter Wille des Gesetzgebers ist nicht ein Verbot, aber die Abschaffung des Policenmodells, indem konkrete Informationspflichten für Versicherer und Vermittler vorgeschrieben werden, die sich mit diesem Modell „beißen“. Nach § 7 VVG hat der Versicherer alle Vertragsbestimmungen rechtzeitig vor der „Vertragserklärung“ (also vor Antragstellung!) dem VN auszuhändigen. Das heißt: der VN muss alle Vertragsunterlagen, also auch Verbraucherinformationen, vorab erhalten. Die bei Abschluss zu erfüllenden Pflichten werden damit deutlich anspruchsvoller, der Vertrieb wird aufwändiger. Als Alternative zum Antragsmodell wird deshalb von manchen Versicherern das sog. Invitatiomodell präferiert, bei dem der Vertragsschluss erst durch ein Aktivwerden des VNs erfolgt, nachdem er die Unterlagen ausgehändigt bekam. ** Beratungs- und Dokumentationspflichten**

Das Gesetz führt umfangreiche Pflichten verbindlich ein, die den VN als Verbraucher schützen sollen. Nach § 6 Abs. 1 VVG ist der VN, soweit Anlass besteht, „nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu befragen“ und „zu beraten“. Dies ist zu dokumentieren. Ausnahmen gelten nach § 6 Abs. 1 S. 3 VVG bei Versicherungsmaklern und Fernabsatzverträgen. Ein Verzicht des VNs durch schriftliche Erklärung ist möglich, § 6 Abs. 3 VVG. Nach § 6 Abs. 5 VVG haftet der Versicherer bei Verletzung der Pflichten auf Schadensersatz. Für Versicherungsvermittler bestehen entsprechende Sonderregelungen in den §§ 59 bis 68 VVG, speziell § 61 VVG.

Gruß siola

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Wieder einer der uns ehrlich arbeitende Versicherungs- und Finanzfachleuten den guten Ruf schädigt.
Wieder fällt alles auf die gesamte Branche zurück was einzelne schwarze Schafe verbocken.

Servus,

ich arbeite selber in einer recht großen Bank und hatte schon einige Kunden bei mir, denen es jetzt grad so ähnlich geht, wie dir und die von privaten Finanzdienstleistern regelrecht geschröpft worden sind. Ich persönlich halte wirklich sehr wenig von selbständigen Versicherungsvertretern, bzw privaten Finanzagenturen - die Berater dort liegt weniger der Kunde am Herzen; vielmehr sind sie einfach nur geil auf die Provision, die sie beim Abschluss erhalten. Wie schon ein Vorredner geschrieben hatte, würd ich den Fall vielleicht einfach mal bei der BaFin anzeigen, bzw. beim Verbraucherschutz.

Und generell: Finanzen checken lassen ist ne super Sache; ich würde aber jedem raten, sich erstmal alle Unterlagen/Angebote auch mit nach Hause zu nehmen um sich alles nochmal in Ruhe zu überlegen und ne Nacht drüber zu schlafen und bei Fragen noch mal mit dem Berater zu reden.

Gruß

Von meinem Verständnis her, darf er es nicht. Dazu muss er beauftragt werden und dies kann er nur nachweisen, wenn Du etwas unterschrieben hast! Habe etwas ähnliches vor Jahren auch mal erlebt, wo ein Agent ein Angebot, das er mir unterbreitet hat, selbst unterschrieben hat und die Versicherung dann kassieren wollte.

Du kannst die Versicherung anschreiben und um eine Kopie des Antrages bitten, dann kannst Du sehen ob er die Unterschrift gefälscht hat oder nicht!

Nein, darf er nicht. Mir scheints, daß er deine gefälscht hat. Der Bescheid is bereits nach 3 Tagen schon da? Das stinkt bis zum Himmel. Oder hat die Versicherung nur einen so kleinen Kundenstamm, daß deren Mitarbeiter Däumchen drehen und auf einen Antrag nur so warten?

Darüberhinaus...seit wann bekommt der Makler die Provision vom Kunden und nich der Versicherung?...

Gut, daß du nichts unterschrieben hast.

Ich würde bei der Verbraucherzentrale nachfrage inwieweit eine Anzeige was bringt. In der Email an die Verbraucherzentrale die Unternehmensnamen nennen.

hast du es denn immer noch nicht gelernt? finanz- und versicherungs-"berater" sind in erster linie darauf aus, versicherungen und finanzdienstlestungen zu verkaufen und sind darauf geschult, die ablehneden argumente der leute zu ignorieren und ihnen mit oft falschen versprechungen und dubiosen gewinnerwartungen verträge abzuluchsen.

selbstverständlich darf er keine daten ungefragt weitergeben. aber was willst du machen? eine anzeige wegen datenmißbrauch? das verläuft im sande oder wird wegen geringsfügigkeit eingestellt.

anträge ohne unterschrift des antragstellenden sind ohnehin nicht das papier wert, auf dem sie stehen. ggf. ist die "ablehnung" auch nur eine masche, um den ehrgeiz der leute zu wecken (wollen wir doch mal sehen, ob die mich nicht doch annehmen, ich bin schließlich ein ordentlicher mensch)

Ich begreife das nicht, wozu haben wir eigentlich ein DSG???

Danke für die Antwort!

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@notitia

wir haben so viele gesetze und regeln und millionen menschen brechen sie tag für tag. wo kein ankläger ist, ..............

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Nein, das darf er nicht, wenn Du ihm dazu keinen Auftrag erteilt hast.

@Der Hans: Und wieder liest du falsch. Wenn eine Maklervollmacht erteilt wurde, kann sehr wohl ohne Unterschrift des Antragstellers der Antrag gestellt werden.

Wo steht etwas von einer Maklervollmacht?

Und wer sagt, dass dieser "Finbanzberater" ein Versicherungsmakler ist?

Und wie kann man einen Lebensversicherungsantrag ohne Gesundheitsfragen einreichen?

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@DerHans

Es gibt keine Maklervollmacht, nur einen "Kundencheck", der unterschrieben worden ist, aber natürlich nur, um eben die Daten nicht an Dritten weiterzugeben und dass diese nur für die firmeninterne Bearbeitung herangezogen werden dürfen. - und nein das Unternehmen und die Versicherungsfirma sind nicht im gleichen Konzern, was mir eben auch durch den Kopf geschossen ist.

Ja es handelt sich vielmehr um eine Zukunftsvorsorge / Lebensversicherung.

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Nein, das darf er nicht.

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