Versicherungen (Altersvorsorge): Wertentwicklung der Fonds?

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7 Antworten

dass die
eingezahlten Beiträge von zukünftigen positiven Wertentwicklungen der
Fonds profitiert.

Frage: handelt es sich um eine konventionelle Anlage?
Auf Grund der weiteren Fragen gehe ich stark davon aus und erkläre wie es sich bei konvetionellen Anlagen verhält:
Die Versicherungsgesellschaft nimmt neben deinen Beiträgen noch viele weitere Millionen ein. Diese fließen in Anlagegeschäfte und erwirtschaften Renditen. An denen wird der Anleger beteiligt. Gleichzeitig garantiert die Versicherungsgesellschaft mindestens xx % an die Versichertengemeinschaft weiterzugeben. Diese gewinne ind in aller regel deutlich höher als die Garantien und werden laufend ausgeschüttet. Darüber hinaus erhält jeder Versicherte eine Beteiligung an den Bewertungsreserven, das sind zb. Sachwerte wie Immobilien, stille Reserven usw. die der Versicherung gehören und die einer Wertentwicklung unterliegen. Zusätzlich erhält man noch Risikogewinne, das sind die Gewinne die sich aus der kalkulierten Todesrate der Versicherten ergeben. Diesen Wert kann man besonders gut unterstützen, wenn man seine Versicherung vor Ablauf zurück kauft (Kündigung). Da weder der frühzeitige Tod eingetreten ist, noch das Risiko weiter getragen werden muss. Von den Risikogewinnen profitieren die am meisten, die ihren Versicherungsablauf erleben.

Soweit so gut. Jedoch ist das meiner Meinung nach völlig intransparent
gestaltet, denn ich kann zu keinem Zeitpunkt genau nachvollziehen wie
die Wertentwicklung der Fonds ist ?!

Bei einer konventionellen Alage legt man ja nicht in Fonds an, sondern das macht in dem Fall die Versicherung, deshalb gibt darüber nur die Jährliche Versicherungsübersicht genaue Auskunft.

Bei einer Versicherung mit Kapitalanlagen in Fonds würde der Versicherte von vorn herein die Fonds selbst aussuchen und wechseln können. Auch wäre in dem Fall eine oder mehrere ISIN und WKN in der Versicherungsübersicht angegeben und die Wertentwicklung jederzeit nachvollziehbar.

Beispiel: Zu Renteneintritt bekomme ich Summe XY, die sich aus der garantierten Summe und zB. 3% Wertentwicklung zusammensetzt.

Diese Frage lässt unter anderem auf eine konventionelle Anlage schließen. Antwort hatte ich ganz oben gegeben.

Woher weiß ich nun, dass die Versicherung mich nicht vera**, denn die Fonds haben in Wirklichkeit 6% gebracht ?

Dafür ist die BaFin zuständig, die darüber wacht, das das Kapital aller in Deutschland auf Leben abgeschlossenen Policen den gesetzlichen Vorgaben entsprechend angelegt und verwendet wird

Bitte um seriöse, fundierte Antworten.

gern geschehen

werde ich meine Direktversicherung vor diesem Hintergrund kündigen und selbst in ETF's anlegen.

Das wäre dann wohl die schlechteste aller Lösungen, da durch Arbeitgeberförderung und Ersparnisse bei den Steuern u. Sozialabgaben kein annähernd gleicher Wert erreicht werden kann, oder wenn dann nur mit hochspekulativen Papieren aus denen man zwar durchaus hohe bis sehr hohe Gewinne erzielen kann, aber die auch einem sehr hohen Risiko unterliegen. Das kann man mit Geld machen das man sonst nicht braucht. Die Altersvorsorge sollte aber erstmal auf einem gesunden Fundament stehen und nicht ein Drahtseilakt sein.

Darüber hinaus besteht bei den allermeisten Lebensversicherungsträgern in deutschland die Möglichkeit der Kapitalübertrragung aus konventionellen Anlagen in Fondsanlagen bei gleichzeitiger Garantie des 100% Kapitalerhalt.
Dabei fließen die Beiträge ganz normal in konventionelle Anlagen und nur die Überschüsse werden in Fonds investiert.

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Der Versicherer zieht von den eingezahlten Beiträgen zunächst seine Gebühren und Versicherungskosten ab. Danach wird in die vereinbarten Fonds (siehe Antrag) investiert.

Also selbst wenn die Fonds 6% gemacht haben über die Laufzeit wird das Ergebnis innerhalb der Direktversicherung niedriger ausfallen aufgrund der Kosten für den Versicherungsmantel.

Aber dies ist kein Grund die bAV (Direktversicherung) zu kündigen, da Kosten auch bei der direkten Anlage in Fonds anfallen und man in der Versicherungs-Ansparzeit steuerliche Subventionen und Sozialversicherungsersparnisse mitnimmt, die man durch die reine Fondsanlage nicht hätte.

Bei manchen Versicherern sind auch ETF-Fonds wählbar, so dass die Kosten für das Fondsmanagement deutlich gesenkt werden können.

Eine Kündigung / Auszahlung ist vor 62 nicht möglich (Altverträge ab 60).

Daher ist zu empfehlen, die gewählten Fonds sich selber im Internet anzuschauen mittels der Wertpapierkennnummern (ISIN) und ggf. zu wechseln, falls sie der gewünschten Anlagestrategie nicht entsprechen.

Bei fondsgebundenen Rentenverträgen wird i.d.R. jedes Jahr ein Depotauszug an die Kunden versandt.
Der der Versicherungsnehmer allerdings der Arbeitgeber ist, kann es sein, dass die Post nur an ihn gesandt wird.

Eine Kopie oder Weiterleitung der Jahresinformationen ist aber sicher möglich!

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Kommentar von lolman456
31.05.2016, 19:56

Vielen Dank, in den Vertragsunterlagen ist immer nur die Rede vom so genannten "Premium Portfolio" und "Innerhalb des Premium-Portfolios investieren wir z.B. in Fonds, festverzinsliche Papiere, Aktien oder andere Kapitalmarktprodukte." 

Details dazu kann man sich anfordern, Fonds sind angeblich sogar selbst auswählbar. 

Das war mir völlig unbekannt bisher. Dazu habe ich bisher in keinem Artikel etwas gelesen und der Versicherungsmensch hat das damals auch nicht erwähnt. 

Danke für die schnellen Antworten.

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denn ich kann zu keinem Zeitpunkt genau nachvollziehen wie die Wertentwicklung der Fonds ist ?!

In der Police steht der Fonds samt ISIN/WKN hinterlegt. Also kannst du die Wertentwicklung sehr wohl nachvollziehen. Du solltest ferner einmal jährlich eine Standmitteilung bekommen. Kannst du auch anfordern.

Die bAV zu kündigen wird dir keine Auszahlung des Geldes bringen, sofern du keine Altersrente der DRV beziehst oder 60 bzw. 62 Jahre alt bist, da die Unverfallbarkeit eingetreten ist (§§ 2, 3 BetrAVG).

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Hallo,

du möchtest gute seriöse Antworten zu einem Thema, welches dir schon nicht transparent genug ist, hast aber mehr Infos vorliegen als du uns vorgibst.

Es wäre interessant zu wissen,  welchen Tarif (Versicherungsschein), welche Gesellschaft mit welchen Fonds oder Strategien du abgeschlossen hast.

Da es gesetzlich vorgeschrieben ist, das man dir bei eigener Entgeltumwandlung erklärt werden muss, welche Fonds (mit WKN) in deinem Vertrag sind, wie du shiften oder Switchen kannst, liegen dir alle Unterlagen vor. Bei arbeitgeberfinanzierten Beiträgen (alleinig durch den Chef) ist das Sache des Chefs. Gerantiert müssen die eingezahlten Beiträge, wenn es eine fondgebundene Rentenversicherung ist.

Du kannst anhand der WKN auf Onvista bis 10 Jahre rückwirkend die Performence, Volalität und Renditeentwicklung einsehen, darüber die Einstufungen von Ratern betrachten. Weiterhin informiert der Versicherer jedes Jahr über die Wertentwicklung deines Vertrages.

Also Selbstinitiative ist auch hier gefragt, damit du rechtzeitig auch die Anlagemöglichkeit wechseln kannst.

Eine Kündigung des Vertrages in Abhängigkeit der Antworten eines Internetportales zeugt davon, das du unzureichend über das Produkt in der Auswirkung während Einzahlungsphase und Leistungsphase informiert worden bist. Ansonsten würde eine solche Feststellung nicht geschrieben stehen.

Wäre die Beratung seriös, dann wäre die Frage hier nicht aufgetaucht. Fordere den Berater über die Personalabteilung an, das er dies erklärt und schriftlich vorlegt. Der wurde dafür bezahlt.

Beste Grüße

Dickie59

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Problem erkannt, die Geldanlage in Mänteln mit Versicherungen ist völlig intransparent.

Nur ein Beispiel: In der Werbung heisst es "Rendite". In den rechtlich verbindlichen verträgen ist dann meistens nicht mehr von einer Rendite die Rede, sondern man benutzt andere Wörter wie "Wertentwicklung" oder "Überschussbeteiligung". Dadurch hebelt man die gesetzlichen Bestimmungen zur Renditeberechnung aus.

Nächstes Problem ist, dass in der Regel sehr hohe Kosten entstehen, die oft geschickt versteckt  werden.

Ein weiteres problem ist, dass die vertraglichen Ansprüche des Kunden oft gar nicht genau definiert sind, und die versicherungen das später sehr weit auslegen und interpretieren können.

Dazu kommt dann noch die Insolvenzgefährdung der Versicherungsgesellschaft, über die der Kunde auch nie richtig aufgeklärt wird; und die Inflationsgefährdung des Deckungsstockes bei klassischen Versicherungen.

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zahlreiche Versicherungen, in meinem Fall die Direktversicherung der Entgeltumwandlung (betriebliche Altersvorsorge) wirbt ja damit, dass die eingezahlten Beiträge von zukünftigen positiven Wertentwicklungen der Fonds profitiert.

Das tun sie auch. Die Entwicklung der Fonds kannst du sicher unabhängig nachprüfen mittels WKN.

Das ist aber nicht das Problem. Die Verzinsung des Fonds wirst du auch bekommen, denn wenn nicht, wäre das ja Betrug. Es ist nur so, dass nie der volle Beitrag in den Fonds angelegt wird. Die Versicherung muss einen Risikobeitrag für deine Rentengarantie abziehen und hat auch noch Verwaltungskosten.

Die Lösung mit den ETFs ist eine komplett andere und ist überhaupt nicht mit einer Direktversicherung zu vergleichen. Ein ETF-Depot ist vielleicht transparenter und hat vielleicht auch eine bessere Wertentwicklung, eine lebenslange garantierte Rente kann es aber nicht bieten. 

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In den Versicherungsunterlagen steht drin in welche Fonds investiert wird. Deren Wertentwicklung kannst du problemlos jederzeit selber überprüfen.

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