Versicherung kündigt im Februar - und verlangt den kompletten Jahresbeitrag?

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9 Antworten

... aber das wurde doch sicherlich genauso vereinbart und warum hilft Dein Berater nicht? Für den ist das doch Alltag, oder?

Und flattern wird da auch nichts. Es wird schlichtweg und vertragswidrig der Erstbeitrag nicht bezahlt worden sein und nun kommt dann eben der Staatsanwalt hinzu.

Viel Glück.

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Erstmal Danke für die vielen Antworten. Es gibt ja da ein großes Spektrum an Möglichkeiten wie ich sehe :)  

Ich habe das Problem jetzt gelöst und möchte für Alle, die vielleicht selbst mal in so eine Situation kommen, kurz die Situation erklären. Nach einem Anruf bei einer Stelle für Verbraucherschutz habe ich mir einige Argumente bereitgelegt und bei der Versicherung angerufen. Denn: eine Kündigung mit sofortiger Wirkung einer Versicherung gibt es erstmal gar nicht. Die Versicherung muss ihren Kunden die Möglichkeit einräumen, Versäumnisse innerhalb eines Monats auszugleichen. Die dürfen also niemanden direkt im Regen stehen lassen. Gestern habe ich den Betrag überwiesen und damit den Vertrag wieder reaktiviert. Das wurde mir telefonisch bereits bestätigt. 

Also: Wenn so ein Schreiben kommt, keine Panik. Es wird deswegen kein Polizist oder Staatsanwalt an der Türe klingeln und ihr werdet nicht verfolgt werden. Nur: In dieser Zeit besteht kein Versicherungsschutz für das Auto. (Deswegen bin ich gestern zu Fuß zum Arzt gelaufen z.B.) 
Ich kann nur Raten sich bei Verbraucherschützern zu informieren, zu lesen und sich nichts gefallen zu lassen. Ruft bei der Versicherung an und macht denen klar, dass ihr ein unangenehmer Kunde sein könnt. Meist ist denen der Streit nicht wert. Vor allem dann, wenn ihr denen bisher noch nie Kosten bereitet habt! 

Danke für eure Antworten!

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Kommentar von NamenSindSchwer
02.03.2017, 10:39

Denn: eine Kündigung mit sofortiger Wirkung einer Versicherung gibt es erstmal gar nicht. Die Versicherung muss ihren Kunden die Möglichkeit einräumen, Versäumnisse innerhalb eines Monats auszugleichen


Eine Kündigung mit sofortiger Wirkung gibt es sehr wohl, aber diese ist mit der genannten Monatsfrist verbunden. Das ist haargenau das, was in deinem Fall passiert ist und vollkommen rechtens. 

Der korrekte Weg ist folgender (§38 VVG):

- Dem Kunden wird mind. eine Mahnung zugeschickt aus der alle offenen Beiträge hervorgehen und eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen gesetzt wird.

- Nach Ablauf dieser Frist kann der Versicherer den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist (also per sofort) kündigen. 

- Wenn danach innerhalb eines Monats der komplette offene Betrag bezahlt wird, wird die Kündigung hinfällig und der Vertrag wird fortgeführt. Versicherungsschutz besteht erst wieder nachdem die Prämie gezahlt ist.

Dieser letzte Punkt ist genau das, was dir die Versicherung mitgeteilt hat in dem Schreiben bei dem du davon ausgegangen bist, dass der komplette Jahresbeitrag zu zahlen ist.

Die haben gesagt "Hey, wir kündigen aber wenn du nun die Jahresprämie zahlst ist alles gut". Und nicht "Hey, wir kündigen und verlangen trotzdem die komplette Jahresprämie von dir", wovon du bei deiner Frage ausgegangen warst. 

Also letztendlich alles genau so wie ich vermutet hatte. 

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Du kannst den Vertrag evtl. noch heilen, indem Du die fällige Prämie (inkl. Mahngebühren und Zinsen) vollständig, also die gesamte Jahresprämie, innerhalb eines Monats nach Kündigung bezahlst.

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Erste Vermutung: du hast da was falsch verstanden. 

Wenn die Kündigung tatsächlich wirksam wird, musst du nicht den kompletten Jahresbeitrag zahlen. Aber wenn du jetzt den kompletten Jahresbeitrag zahlst wird die Kündigung unwirksam und du hast weiterhin bei dieser Versicherung Versicherungsschutz. Das ist quasi das Angebot zur Lösung der Situation, welches dir zeitgleich mit der Kündigung unterbreitet wird. 

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Kommentar von fidi5895
02.03.2017, 06:37

fristlos gekündigt ist gekündigt..Man muss sich doch mal fragen warum kündigt eine VS mit sofortiger Wirkung und was heißt das..? 

A. Der VS Nehmer fährt bereits seit 2 Monaten ohne den VS Beitrag bezahlt zu haben.. Der wäre nämlich am 1.1.17 fällig gewesen.

B Eine Kündigung kommt nie ohne Vorwarnung 

C Jährliche Zahlung ist Bestand eines Vertrags u. sollte/muss erstmal erfüllt werden.Nach Abmelden wird er eine Gutschrift von 10 Monaten zurück bekommen.

D Bei fristloser Kündigung sollte sofort das KFZ abgemeldet werden da die gesetzliche Kfz Haft Vs nicht mehr besteht.

E Auch eine unmittelbare Zahlung wird die Kündigung nicht sofort aufheben, der Apparat des Systems ist in Gang gesetzt und die Zahlung müsste erstmal eingegangen sein bevor man darüber reden will.

F Eine neue VS wird es kaum geben , wenn beim Vorversicherer Schulden offen sind.. Auch ein wechsel von heut auf morgen ist nahezu unmöglich.Dazu müsste das Auto den Vs Nehmer /Besitzer wechseln. 

Ich befürchte der Gf Steller wird noch ganz andere Probleme bekommen ..insbesondere wenn das Fahrzeug nicht sofort nach Erhalt der Kündigung abmeldet wird.Ich geh mal davon aus , dass die Zulassungstelle/Polizei , zeitgleich über die Kündigung , zum Zweck der Zwangsabmeldung informiert wurde. Das hat dann zur Folge das eine Anzeige wegen fahren ohne Vs Schutzfolgt...Gerichtsverhandlung nebst Kosten., Strafe , Punkte..

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Wenn in dem Schreiben wörtlich steht: "Kündigung mit sofortiger Wirkung", dann hast Du nur die Rückstände und den Beitrag für die Monate Januar und Februar anteilig zu überweisen. Mach das so, die können Dir gar nichts

Es würde mich doch mal interessieren,wie diese Versicherung heißt?

Unsere Haftpflichtversicherung ist auch sehr hoch; als ich darum bat, den Beitrag vierteljährlich zu zahlen, gab es da zwar anfangs Probleme (die hatten dann doch den gesamten Betrag auf einmal abgebucht), aber das haben sie mir auf mein Gemecker hin wieder zurückgebucht. Seitdem läuft das.

lg Lilo

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Kommentar von fidi5895
01.03.2017, 08:58

wenn die Vs fristlos gekündigt wurde und das Auto noch angemeldet sein sollte , bekommt zeitgleich die Zulassungsstelle darüber Info..die wiederum schicken zum Zwecke der Überprüfung und Zwangsabmeldung einen Polizisten zum entstempeln zum VsNehmer.

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Kommentar von qugart
01.03.2017, 09:00

Hier gehts wohl um die Nichteinlösung der Erstprämie. In so einem Fall kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Der Jahresbeitrag wird dann eingefordert, da es sich bei der Kfz-Haftpflicht ja um eine Pflichtversicherung handelt. Hier besteht Kontrahierungszwang.

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Kommentar von ohwehohach
01.03.2017, 09:00

Stimmt. Das ergibt schon Sinn, einen Strafzins für die unterjährige Bezahlung zu bezahlen und damit den Gesamtbetrag auch noch zu erhöhen, anstatt über's Jahr den Komplettbetrag monatlich anzusparen und damit in der Summe weniger zu bezahlen...

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Problem: du hast den Erstbeitrag nicht bezahlt. Dadurch kann dir die Versicherung kündigen. Und ja, auch die Forderung des kompletten Jahresbeitrags ist rechtens. Steht auch so in den allgemeinen Bedingungen (AKB) , die du erhalten hast.

Du hättest dich um die Einlösung des Erstbeitrages kümmern müssen. Anrufen und abwarten reicht da leider nicht.

Du kannst jetzt versuchen dort anzurufen und versuchen, die Versicherung doch noch "normal" zu bezahlen. Aber das wird dann wohl der komplette Jahresbeitrag werden.

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Kommentar von NamenSindSchwer
01.03.2017, 11:34

Hm, also von Erstbeitrag hab ich nichts gelesen. Dazu kommt, dass die Cosmosdirekt gemäß deren AKB (C 1.3) bei 2 Monaten zwischen Versicherungsbeginn und Rücktritt lediglich 25% der Jahresprämie als Geschäftsgebühr verlangt. 

Ich denke eher, die verlangen die Jahresprämie nicht sondern teilen lediglich mit, dass die Kündigung unwirksam wird, wenn er nun noch die Jahresprämie zahlt. 

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Kommentar von Apolon
01.03.2017, 13:26

Und ja, auch die Forderung des kompletten Jahresbeitrags ist rechtens.

Falsch!

Steht auch so in den allgemeinen Bedingungen (AKB) , die du erhalten hast.

Den Text auf den du dich beziehst, lieferst du doch sicherlich noch nach?

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@elkazu,

zu welchem Datum hat der Versicherer denn überhaupt den Versicherungsschutz gekündigt?

Könnte es denn evt. auch sein, dass der Vertrag zum 01.01.2018 gekündigt wurde?

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das hast du falsch verstanden.. die VS musst bezahlen wie vereinbart .. also für das ganze jahr.. Wenn du das Auto abgemeldet hast , bekommst du die nicht genutzten Beträge zurück. 

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Kommentar von LiselotteHerz
01.03.2017, 08:56

Wenn die Versicherung mit sofortiger Wirkung von sich aus das Vertragsverhältnis kündigt, muss er nicht für das ganze Jahr bezahlen. Wo kämen wir denn da hin? Der Fragesteller schreibt hier nichts von abmelden - er muss sich jetzt bei einer anderen Versicherung versichern, dann müsste er ja zweimal zahlen

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Kommentar von Apolon
01.03.2017, 13:35

Dein Hinweis ist leider falsch.

Wenn der Versicherer zum 01.01.2018 kündigt, müssen natürlich noch die Beiträge für 2017 bezahlt werden.

Ansonsten muss nur für den tatsächlichen Versicherungszeitraum bezahlt werden, möglich allerdings zum Kurztarif - also mit Beitragszuschlag.

Dazu ein Auszug aus den Versicherungsbedingungen!

G.6 Beitragsabrechnung nach Kündigung

Bei einer Kündigung vor Ablauf des Versicherungsjahres steht uns der auf die Zeit des Versicherungsschutzes entfallende Beitrag anteilig zu.

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Also KFZ-Versicherungen werden taggenau abgerechnet, wenn sie dir jetzt kündigen, brauchst du auch nur bis jetzt zahlen........ich würde noch einmal anrufen und um ein klärendes Gespräch bitten.

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Kommentar von elkazu
01.03.2017, 09:17

Die Versicherung ist die Cosmos Direct. Aber ich bin jetzt leicht verwirrt. Wie kann die Versicherung den ganzen Jahresbeitrag verlangen und gleichzeitig diesen Vertrag kündigen? Ich werde ja so gezwungen 10 Monate Versicherungsschutz zu bezahlen, den ich nicht erhalte. 

In meinen Augen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ich zahle für 12 Monate und erhalte 12 Monate Versichersicherungsschutz, oder bezahle die geleisteten Monate zzg. einer Gebühr und man geht seiner Wege. 

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