Versetzung in eine andere Stadt oder Aufhebungsvertrag

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5 Antworten

Wenn du die Versetzung nicht annehmen kannst,wie du ja schon geschildert hast,würde ich der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages nie zustimmen.Die AG wählen diesen Weg gerne,weil sie ohne Kündigungsfrist den AN los sind.Aber für dich gibt es eine Sperrfrist bei der AA,weil der Aufhebungsvertrag wie eine Kündigung deinerseits gewertet wird.Wenn der AG sich von dir trennen will,muss er dir ordentlich mit Kündigungsfrist kündigen.Besteht in deinem Betrieb ein Betriebsrat,so solltest du dich vertrauensvoll an diesen wenden und deinen Fall besprechen.

vielen dank für die antwort. leider gibt es bei uns keinen betriebsrat. wie krieg ich denn den ag dazu mich ordentlich zu kündigen ohne das ich hinterher vom arbeitsamt eine sperfrist bekomme, weil ich ja die kündigung "gewollt" habe ?r

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@amber77

@amber: ("... krieg ich denn den ag dazu ....") Indem Du weiterarbeitest (und Dich dem Problem nicht durch Krankfeiern zu entziehen suchst)!

Vielleicht mußt Du Dich gegenüber Deinen Kollegen auch mal ein wenig mehr anpassen. Dies ist auch bei einem neuen AG erforderlich. Über Deine Anpassungsprobleme hast Du hier leider nicht geschrieben.

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Dein Arbeitgeber kann Dich nicht einfach an einen anderen Arbeitsort versetzen. Dazu müßte er nachweisen, daß er dich absolut nicht an deinem bisherigen Arbeitsort mehr einsetzen kann. Und das wird ohne Auflösung des Standortes wohl schwerlich möglich sein. Widersprich sofort der Versetzungsaufforderung und zwar schriftlich mit Einschreiben. Wende Dich an den Betriebsrat, wenn vorhanden. Und dann suchst Du Dir ganz in Ruhe einen anderen Job.

die begründung für die versetzung war die, das angeblich meine kollegen im büro nicht mehr mit mir klarkommen, und das eben dem betriebsklima schadet. das andere büro in der anderen stadt ist seit 11 jahren nur mit einer person besetzt, trägt sich also gar nicht mit zwei personen.leider haben wir keinen betriebsrat!

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@amber77

Mit dieser Begründung kommt er vor keinem Arbeitsgericht durch. Wenn Du nicht aktiv den Betriebsfrieden störst, wofür er Dich dann abmahnen müßte, kann er gar nichts machen. Was für Probleme er im anderen Büro hat, ist nicht Dein Problem. Er könnte Dich bitten, Dich versetzen zu lassen, mehr kann er nicht.

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@Sternenfee1967

er mußte ja die versetzung vor mir irgendwie begründen, und da viel ihm eben nur ein ,daß ich das betriebsklima maßgeblich störe, und die anderen nicht mehr mit mir klarkommen, obwohl mich keine meiner kollegen mal darauf angesprochen hat. es wurden in den letzten jahren schon viele gute mitarbeiter entlassen, weil mein chef einfach keine ahnung hat von guter mitarbeiterführung. respekt und anstand sind für ihn fremdworte.erst im oktober wurde ein arbeitskollege von mir entlassen. er war genauso wie ich kein arschkriecher, sondern stand ehrlich zu seiner meinung. aber solche mitarbeiter werden in dieser firma eben rausgemobbt.

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@amber77

Er muß die Versetzung ja nicht vor Dir begründen, sondern arbeitsrechtlich. D.h. er muß nachweisen, daß er dich da, wo du jetzt bist, nicht mehr brauchen kann. Er darf nicht statt dir einfach eine andere einstellen. Für Störung des Betriebsfriedens muß er Dich erst mal abmahnen. Hat er das? Und gegen unbegründete Abmahnungen kann man juristisch vorgehen. Es muß schon konkrete, nachweisbare Vorfälle geben. Daß ihm Deine Nase nicht gefällt, interessiert keinen Arbeitsrichter.

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@Sternenfee1967

Schreibe ihm: Unter Bezugnahme auf das schreiben von Herrn X vom Datum wird der Versetzung wiedersprochen. Aus persönlichen Gründen ist diese Versetzung derzeit unzumutbar. Einer betrieblichen Erfordernis für die Versetzung wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Bis zur Klärung der Situation wird von einer Fortsetzung des bishering Arbeitsverhältnisses ausgegangen. Mit freunldichen Grüßen

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Bevor Du von selbst kündigst (gibt auch Arbeitsamt-Sperre), solltest Du aber doch lieber einen Aufhebungsvertrag (mit einer satten Abfindung) unterschreiben...

Wie sieht es denn mit Deiner Ausbildung mit einer neuen Stelle aus?

Hinsichtlich "saftiger Abfindung" ist zu beachten, dass diese zu versteuern ist. Es bleibt also von der saftigen Abfindung schätzungsweise nur 60 - 70 % in dem Zahlungsmonat übrig.

Wenn Du nach Abfindungszahlung arbeitslos bist, wer zahlt Deine Krankenkassenbeiträge?

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@LittleArrow

Nun, wenn die Alternativen sind:

selbst kündigen

gekündigt werden

Aufhebungsvertrag

dann ist doch klar, was zu wählen ist?

Natürlich werden von der Abfindung Steuern fällig. Aber letztlich kann man damit auch die ALG-Sperre bewältigen, einschließlich Krankenkassenbeiträge. - Und von den Steuern darf man nach der Steuererklärung was zurückerwarten.

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