Verschreiben Psychiater Benzos ohne den Patienten persönlich zu kennen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Wie bereits geschrieben wurde ist der persönliche Kontakt nötig. Einen Hausbesuch könnte man sicher arrangieren. Auch könnte Deine Mutter dabei sein - oder zumindest im Haus, vielleicht fällt es Dir dann leichter.

Man darf Psychopharmaka weder beschönigen, noch verteufeln. Es ist oftmals als Übergangslösung richtig und nötig. Durch die therapeutische Intervention sollst Du lernen ohne diese auszukommen und sie wieder langsam absetzen. Auch in Bezug auf die Abhängigkeit gibt es verschiedene Präparate. Als Ferndiagnose kann man hier aber nichts sagen.

Mal ganz anders gedacht - Du könntest als ersten Kontakt auch das, was Dir auf dem Herzen liegt aufzeichnen und das dem Arzt senden. So ist er beim ersten Direktkontakt schon sensibilisiert und Dir macht es vielleicht ein besseres Gefühl. Auch könntest Du Dich beim ersten Termin mit dem Rücken zu ihm setzen. Du bist nun so lange Jahre aus dem sozialen Kontakt raus, da kann man am Anfang auch mal einen ungewöhnlichen Weg gehen. Später wird es dann verhaltenstherapeutische Übungen geben.

Auf jeden Fall finde ich es toll, dass Du an Deiner Situation was ändern willst. Und auch wenn es im Moment eine große Hürde für Dich darstellt das anzugehen, denkst Du doch immer wieder darüber nach. Das ist ein sehr guter Schritt. Wie sage ich so oft - es sind nicht die Tatsachen, die uns Angst machen, sondern das, was unsere Gedanken daraus machen. Gib Dir selbst den Raum, den Du am Anfang brauchst und trau Dich !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Keine Chance!

Hausbesuch wäre möglich, aber auch da würde man erst mal auf Antidepressiva einstellen und weiterhin Therapie versuchen.

Wenn nicht sogar aufgrund der Schwere eine stationäre Psychotherapie durchführen.

Benzodiazepine sind Akutmedikamente und keine Smarties! Auch keine Dauermedikation oder Zaubermittel. Sie machen extrem schnell abhängig und dann hat man ein noch größeres Problem als Ängste.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vollkommen unmöglich! Da könnte ja jeder hinlaufen und sich alles abholen, was er will. Zudem sind Benzos definitiv nicht der richtige Weg. Sie helfen nicht, da sie dich nur ruhigstellen, die Ursache der Angst jedoch nicht beseitigen, und extrem abhängig machen!

Du wirst mit anderen Menschen agieren müssen. Das ist übrigens auch das einzige, was dauerhaft hilft: Du musst dich mit deiner Angst so lange und brutal konfrontieren, bis dein Gehirn umgelernt hat. Also rausgehen und mit Leuten reden. Und wenn du nicht rausgehen kannst.... Deine Mutter kann mal einen Haufen Leute einladen, am besten jeden Tag.

Klingt grauenhaft, aber nichts an anderen Menschen ist schlimm und bedrohlich, wie du hoffentlich kognitiv weißt.

Vielleicht musst du dringend noch einmal eingewiesen werden, und brauchst Medikamente (was anderes als Benzos).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
dkjbfdkjbfkjeu 10.03.2016, 17:50

Ja, mal sehen...

Werde sehr wahrscheinlich bald wieder eingewiesen... Maximal 2 Wochen gibt der Richter mir noch, denke ich.

0

Benzos wären das Flasche, sie machen abhängig und verstärken die Angst mittelfristig. Antidepressiva würden helfen (+Verhaltenstherapie). Ohne Besuch bei einem Psychiater geht aber gar nichts. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
dkjbfdkjbfkjeu 10.03.2016, 17:25

Meinst du wirklich? Wofür sind Benzos dann, wenn nicht für Angst?

0
Seanna 10.03.2016, 18:09

Gegen akute Zustände, ganz sicher aber nicht prophylaktisch oder gar als Dauermedikation!

1

Der Psychiater könnte einen Hausbesuch bei dir machen. Ohne persönliche Kenntniss geht es nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
dkjbfdkjbfkjeu 10.03.2016, 17:27

Schade, dass es nur persönlich geht... Dann fällt diese Lösung wohl auch weg, weil es geht mir nicht darum das Haus zu verlassen sondern mit Menschen zu interagieren... Naja, trotzdem danke :)

0

Was möchtest Du wissen?